Archiv für die Kategorie ‘Zeitreise’

Einmalig, bahnbrechend und unvergesslich! Das wird es für uns in alle Ewigkeit bleiben… der Abend in der Esprit-Arena in Düsseldorf mit den leibhaftigen Rolling Stones.

Danke, danke, danke, danke, danke, danke, danke…. sagen wir!

Mehr Worte brauchen wir nicht. Wir haben SIE erlebt – das ist alles was wir wollten.

Und wir werden noch so manch laue Sommernacht mit eurer Musik in den Ohren verbringen. Und unser Feeling wird in diesen Momenten ausschließlich durch eure Musik geprägt sein!

HOCHACHTUNGSVOLL!

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Die Nacht hat zwei Stunden

Veröffentlicht: 14. September 2017 in Zeitreise

Ich sitze mal wieder vor meinem PC. Die Nachtruhe war für mich sehr kurz – ich kann nicht schlafen und stehe um halb eins einfach wieder auf. Jetzt haben wir drei Uhr und draußen wie auch hier im Haus ist alles ruhig. Das sind meine besonderen Zeiten, in denen ich im Netz in Ruhe stöbern und recherchieren kann und in denen es mir sehr viel leichter fällt, zu schreiben.

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Das einzige Lebewesen was mit mir wach ist, ist eine Mücke. Zweimal hat sie mir schon gezeigt, dass sie mich mag und nun juckt es ganz dolle. Soll ich sie verfluchen, oder hat sie einfach ein Anrecht an mir? Es kommt ja nicht all zu oft vor, dass man um diese Stunde mit Lebewesen bei der Arbeit rechnen kann. Wir, sie ist ja schließlich auch gerade bei der Arbeit, belassen es dabei und akzeptieren unsere verschiedenen Wirkungsgrade. Wobei, ich mache es ihr seit 10 Minuten nicht mehr so leicht. Ich habe ihr quasi das Erntefeld entzogen, indem ich nun komplett angezogen und abgedeckt vor meinem PC sitze.

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Gestern Nacht war es auch ganz kurios – ich verliere mitten in der Nacht einen Zahn. Ich merke es zwar im Halbschlaf, kann mich aber nicht aufraffen, etwas zu tun. Früh morgens, als ich aufwache, fühle ich meinen Zahn, der nicht mehr da sein will, wo er sich so viele Jahre befand. So entlasse ich ihn für immer. „Wenn man einen Zahn verliert, wird jemand sterben oder ist gestorben“, schießt es mir durch den Kopf. Ich verdränge den Gedanken und lasse mich in meinen Arbeitstag treiben. Heute Nacht nun schießt mir dieser Gedanke wieder durch den Kopf, denn meine Vorahnung von gestern hat sich bewahrheitet.

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In solchen ruhigen Stunden lese ich Blogs – mein Leben ist so schnelllebig geworden, dass ich tagsüber einfach keine Zeit fürs Lesen habe. Heute Nacht fällt mir auf, dass Babs (Minibares) schon so lange kein Zeichen mehr von sich gegeben hat. Babs ist eine liebevolle Bloggerin, die mich sogar schon mit ihrem Mann Peter in Xanten besucht hat. In Xanten standen wir auf einem Veranstaltungsgelände mit unserer „Sau vom Spieß“. In unserem Blog schreibe ich ja, was wir mit der sau-saugut auf den Veranstaltungen erleben und Babs kommentierte das öfters und freute sich mit uns, wenn unsere Veranstaltungen planmäßig verlaufen sind. Ich gehe also heute Abend auf die Suche nach ihr und mit einem Schlag wird mir klar, sie wird nie wieder auf diesem Blog kommentieren, uns auch nie wieder besuchen kommen und ich kann auch nie wieder neue Geschichten auf ihrem Blog lesen, denn Babs ist seit Februar verstorben.

Mir wird schlagartig bewusst, dass seit Februar offensichtlich gefühlt zwei Tage vergangen sind. Mir ist mal wieder die Zeit davon gelaufen oder ist es das Leben, was so mannigfaltig daher kommt, dass man die Zeit darüber vergisst?

Danke Babs, dafür das du unser Leben mit deiner Anwesenheit, Aufmerksamkeit und Herzlichkeit bereichert und begleitet hast. In Gedanken wirst du in uns weiterleben.

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So ist das mit dem Tod, er hinterlässt mitunter tiefe Krater aber auch die Erinnerung an die Menschen, die einen Teil des eigenen Weges mitgegangen sind.

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Übrigens, meine Mücke greift mich nun im Tiefflug an. Sie summt ständig um mich herum, wahrscheinlich in der Hoffnung, irgendwo eine Lücke in meiner Kleidung zu finden, um mich stechen zu können. Sie kämpft schließlich um ihr Überleben.

Zwischen den Jahren ist auch für uns ein komisches Gefühl – so wie umsteigen und auf den nächsten Zug warten zu müssen. Der Blick schweift ab, wir schauen uns das nun zurückliegende, aber noch nicht abgeschlossene Jahr an und ziehen Resümee.

Es war aufregend, anstrengend, massiv lustig und alles verlief nach Plan. Ist das zu nüchtern beschrieben? Sollten wir daraus lieber ein emotionales Feuerwerk machen?

Ok, ich versuche es anders zu beschreiben.

Das Jahr 2015 war für die sau-saugut super spannend! Wir sammelten in diesem Jahr viele neue Eindrücke und wir lernten einen Haufen toller Leute kennen. Unsere Veranstaltungen und Festivals haben uns viel Kraft gekostet, aber den Spaß, den wir mit euch hatten, der war unglaublich. Unser großer Dank gilt euch als Gäste und Besucher! Euer Zuspruch war enorm und schenkt uns die Energie für das nächste Jahr.

Unsere Veranstalter waren durchweg einfach auf Zack. Es gab nichts, was nicht gelöst wurde. Alles wurde bis ins kleinste Detail geplant und organisiert. Daher wollen wir es nicht versäumen, uns bei unseren Veranstaltern herzlichst für diese großartige Leistung zu bedanken!

Unser Dank geht auch an alle Künstler und Musiker, die all die zahlreichen Festivals und Veranstaltungen zu dem gemacht haben, was sie waren – nämlich Hexenkessel der Superlative aus unbändiger Freude und Ausgelassenheit. Trotz Regen, Sturm, Gewitter, Unwetter habt ihr uns mit eurer unermüdlichen Darbietung und Musik in Ekstase versetzt und tanzen, mitsingen und grölen lassen. Unbeschreiblich, wie Musik zusammenführt und vergessen lässt.

Nun sitzen wir in unserem Büro und jeder von uns hängt seinen Gedanken nach. Immer wieder huscht ein Lächeln über unser gedankenverlorenes Gesicht. Schon allein diese skandierenden Festivalbesucher in Rock’N’Heim – die allesamt „Sau vom Spieß“ grölten und mit Farin Urlaub das Lied einstimmten: „ich würd die Sau vom Spieß essen – wenn Christina mich lässt…“ Unglaublich war das. Wir schauen uns immer wieder dieses Video an und können es nicht fassen, freuen uns und schlagen dabei unsere mentalen Purzelbäume. Danke Farin, für dieses unvergesslich bleibende Geschenk!

Für uns ist die Saison nun abgeschlossen und nun geht es ans Instandsetzen unserer Stände und unseres Fuhrparkes. Ein wenig abhängen und chillen ist ebenfalls angesagt, um Kräfte zu sammeln für das kommende Jahr.

Dank Jesse hat sich ein langjähriger Traum von uns erfüllt. Wir wollten schon immer in den hohen Norden ziehen, denn da ist die Luft besser, das Meer nicht weit und der Klönsnak inklusiv. Wir haben es geschafft – sind schon dabei, unsere Kartons zu packen, um in unser Landhaus ziehen zu können. Die sau-saugut zieht mit, sodass wir alles beisammen haben werden. Wir freuen uns sehr auf unser neues Zuhause.

Rundum, mit diesem Jahr sind wir sehr zufrieden. Wir sind nun gespannt auf 2016.

Wir wünschen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr – mögen sich eure Träume erfüllen. Wir freuen uns, euch alle im nächsten Jahr unter dem Motto „sau-saugut bietet Sau vom Spieß“ wieder zu sehen. Bis dahin toi, toi toi und alles erdenklich Gute für 2016!

Eure sau-saugutIMG_1228

Geschichte wird fortgeführt – Teil II

Veröffentlicht: 21. September 2013 in Zeitreise
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Der Macher, Querdenker, Visionär und Gourmet durch und durch. Auch Arnt seine Wurzeln liegen in der Liebe zum Essen. Nicht, dass man es ihm nicht ansieht… schon in jungen Jahren war es sein Traum, Koch zu werden.

Sein Traum wurde jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht erfüllt, da er seinen Vater in seinem Unternehmen unterstützen musste. So wurde er IT-Spezialist und folgte dieser Tätigkeit lange Jahre. Nebenbei jedoch verfolgte er auch ein Stück weit seine geheimen Wünsche. Im Reiterverein mit einem befreundeten Metzger zusammen, bereitete er schon in jungen Jahren die Sau über offenem Feuer zu.

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Jahre vergingen und mit ihnen wuchs der große Wunsch, in dem Bereich wieder aktiv ans Werk zu gehen.

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Doch zunächst beglückte er seine Freunde und Bekannten mit Köstlichkeiten aus seiner Küche. Später veranstalteter er Privatdinner, zu denen fremde Menschen kamen und mit allerlei Feinheiten verköstigt wurden.

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Übrigens zum „Leidwesen“ seiner Frau Angela – die ihre 15 Jahre intensiv betriebene vegetarische Ernährung an den Nagel hängen „musste“.

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Ein Vorteil hat es allerding – wir müssen nicht mehr teure Restaurants besuchen, denn Zuhause schmeckt es oft besser.

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Jeder drängte Arnt dazu, endlich sein Hobby zum Beruf zu machen. 2009 wurde es dann ernst. Er wollte nicht länger IT’ler sein. So gründete er  die sau-saugut – die mobilen Sauengriller.

 

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Die Linie Roesenberger ist seit Jahrzehnten im Bereich Lebensmittel erfolgreich tätig. Schon zu Großvaters Zeiten ist es selbstverständlich gewesen, auf Qualität zu setzen. Großvater Franz Roesenberger saß nicht nur hoch zu Roß, sondern war Besitzer großer Ländereien in Weimar, inklusiv Gestüt, Sauerkrautfabrik

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und gut florierendem Großhandel für Landesprodukten

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Sohn, Heinz Roesenberger und Vater von Angela, die heute die sau-saugut tatkräftig unterstützt, folgte dem gleichen Weg. Neben der Arbeit auf dem Hof absolvierte er eine Lehre als Koch im Hotel Elephant in Weimar.

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PapaKueche

Nach den Kriegwirren ist Heinz Roesenberger in Westdeutschland als erfolgreicher Kaufmann bei Firmen wie Großrösterei Schneider und später Hengstenberg tätig gewesen.
(hier auf dem Bild zweiter von links)

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Mein Vater und ich sind später nochmals zurück nach Weimar, die letzten Bilder vom Resthof sind entstanden

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Der Namenszug „Franz Roesenberger“ ist noch am Wohnhaus zu erkennen.

Peterle… danke, dass ich Dich begleiten konnte

Veröffentlicht: 7. Juni 2013 in Zeitreise
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fides07.06.2013

Sieben war immer unsere Glückszahl. Dass Du, lieber Peter, an einem Siebten mit 47 Jahren von uns gegangen bist…

peter
In unseren Gedanken lebst Du immer weiter. Wir vermissen Dich!
Wenigstens hast Du Deinen letzten Atemzug auf Sonnentanz getan – in diesem Punkt sind wir uns treu geblieben 😉