Hildesheim, M’era Luna. Sicher, wir sind am Wochenende auf dem Festival, um Geld zu verdienen. M’era ist aber andererseits auch für uns eine Leidenschaft geworden. Die Besucher mit ihren aufwändigen Kostümen, die gute Musik und die entspannte Atmosphäre lockt uns seit Jahren immer wieder zum M’era Luna.

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Dieses Mal fällt mir der Himmel über dem Festival besonders auf. Als wir auf dem Gelände ankommen, um aufzubauen, zieht eine Gewitterfront auf – die Wolkenwand sieht bedrohlich aus. Wir dürfen auch nicht loslegen, sollen erst einmal abwarten, was von oben herunterkommt.

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Daher beschließe ich, das Schauspiel mal fotografisch festzuhalten.

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Für uns macht es keinen Sinn nach einer Stunde warten, loszulegen. Wir sind eh viel zu spät dran, weil wir stundenlang im Stau gestanden haben. Daher beschließen wir für heute Feierabend zu machen.

Der nächste Tag verläuft nach Plan, schnell steht unser Stand und die Vorbereitungen dazu sind gegen Mittag abgeschlossen.

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Der Wind hat alle Gewitterwolken in der Nacht vertrieben und uns weht nun eine steife Brise um die Ohren, sodass wir unser Banner aus Sicherheitsgründen nicht so hoch aufspannen können. Dafür ist es angenehm kühl geworden. Die 30 Grad und mehr sind vertrieben.

Unser Standplatz ist klasse, wir stehen mittendrin, unmittelbar hinter der Bühne.

Am Abend sind wir verkaufsfertig. Ein paar neue Gewitterwolken, die uns gottlob nicht treffen, ziehen an uns vorbei.

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Sie sorgen allerdings für eine tolle Abendstimmung.

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Der erste Tag, der Freitag, ist in der Regel immer entspannend, denn das Infield ist zwar teilweise geöffnet, aber die Bühne bleibt unbespielt. Nur der Diskobereich ist geöffnet. So kann man als Besucher gemütlich das Gelände inspizieren, ohne dass es übermäßig voll ist.

Die nächsten zwei Tage sind gut besucht und wir haben alle Hände voll zu tun.

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Wir bekommen überraschend Besucher. Unser Lieblingskoch Willi steht plötzlich vor unserem Stand. Unsere Freude ist groß, schließlich haben wir uns seit einem Jahr nicht mehr gesehen.

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Auch Holger mit Frau besuchen uns… zum Selfie schaffen wir es allerdings nicht. Aber Holger dreht einen kleinen Clip von uns und veröffentlicht es kurzerhand auf Instagram, Dankeschön!

Der Tag verläuft für uns gut und als krönenden Abschluss schenkt uns die Natur einen grandiosen Sonnenuntergang über dem Festival.

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Auch der Sonntag verläuft für uns erwartungsgemäß gut. Es ist allerdings wieder ziemlich warm geworden.

Die Stimmung vor der Bühne ist hervorragend, am Himmel ebenfalls. Da haben sich doch glatt Ballonfahrer das Ticket für das Festival erspart… Muss toll sein, so etwas von oben aus zu betrachten.

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Auch aus unserem Stand heraus ist der Sonnenuntergang grandios. Ich laufe nach vorne, um noch ein paar abschließende Bilder einzufangen.

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Herzlichen Dank, M’era Luna – vielen, lieben Dank an alle Besucher und Gäste – es war wieder richtig schön mit euch!

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Wacken. Es ist heiß, sehr heiß und verdammt staubig, als wir auf dem Festival Gelände in Wacken aufbauen. Untypisch, denn normaler Weise ist es immer schlammig und verregnet. Für das erste Mal Wacken sind die Wetterverhältnisse für uns echt gut. Denn wir lernen Wacken dadurch relativ stressfrei kennen. Mit Schlamm und Wasser ist das eine wahre Herausforderung und keineswegs stresslos.

Wir wollten eigentlich immer nach Wacken, doch dieser knietiefe Schlamm hat uns viele Jahre einfach nur abgeschreckt. Mit unseren schweren Öfen und dem schweren Holz… es müsste alles mit großen Ladern angefahren werden, nebst unserem LKW und Kühlanhänger.

Dass wir dieses Mal nicht um Wacken herum kommen, haben wir Dominik zu verdanken. Uns bleibt nichts anderes übrig, als für das Festival zuzusagen. Ob wir wollen oder nicht – versprochen ist versprochen.

Um es gleich vorweg zu nehmen – Wacken ist der Oberhammer und mit nichts zu vergleichen – boah, das ist wirklich die Krönung an Großveranstaltungen. Alles, aber wirklich alles ist durchgestylt und bis ins Letzte hervorragend organisiert, als wir ankommen. Keine langen Wartezeiten, das Check In klappt hervorragend, schnell steht fest, wo wir aufbauen dürfen. Wir brauchen zwar mit unserem Aufbau ewig, denn alles muss so staubfrei wie möglich gebaut sein und dann bei elenden Temperaturen, da läuft’s eh langsamer. Doch alles funktioniert. Eine wahre Herausforderung für uns und trotzdem fühlt es sich gut an.

Dieses Mal sind wir auch auf die Hygienkontrolle gespannt, sie soll ja sehr hart durchgreifen. Wir sind massiv angespannt… was wohl auf uns zukommen wird? Und hinsichtlich der Veranstaltung – nehmen uns die Besucher wohl wahr, nehmen sie uns an? Wir haben Lampenfieber, wie Stars vor ihrem Auftritt.


Hier sieht man unsere Anspannung – wir sind gerade durch das Check In durch….

Auch der nächste frühe Morgen verläuft planmäßig. Unsere Säue sind fertig, als die ersten Besucher auf das Festivalgelände strömen. Wir rechnen bei den übermäßigen Temperaturen nicht mit viel Andrang… weit gefehlt. In Wacken, da ticken die Uhren nämlich ganz anders… Wahnsinn, aber ab der ersten Minute verkaufen wir und die Liebe zu unserem Produkt ist groß. Welch eine Freude!

Als die Hygienkontrolle kommt, werden wir in unseren Vorbereitungen bestätigt. Alles richtig gemacht. Zwei sehr kompetente Menschen besuchen uns und wir wissen sofort, mit ihnen werden wir zu jedem Zeitpunkt auf der sicheren Seite sein. Sehr beruhigend, nun können wir richtig durchstarten.

Und das Ganze Drumherum für uns Versorger, einfach nur genial! Vom Veranstalter wird darauf geachtet, dass für uns die Wege vom Campingbereich zum Festival nicht endlos weit entfernt sind. Auch für das Parken unserer Fahrzeuge wird gesorgt. Die Duschen und sanitären Anlagen sind sauber und zu jeder Zeit geöffnet. Früh morgens ab 7 Uhr können wir für kleines Geld frühstücken und das mit O-Saft und richtig lecker. Bei anderen Großveranstaltungen wird uns pomadig gesagt, dass wir unsere Fahrzeuge irgendwo außerhalb parken können und um zum Campingplatz zu kommen braucht es eine Ewigkeit und Frühstücken…. hahaha…. natürlich nicht! In Wacken jedoch wird man als Versorger noch wertgeschätzt und das tut verdammt gut.

Auch unter den Versorgern läuft alles Hand in Hand. Jeder hilft Jedem. Das tut soooo massiv gut!!

Wir stehen im Wackinger Village und die Crew von Panem et Circenses ist ständig um uns bemüht, stehen uns mit Rat und Tat zur Seite und sind immer erreichbar. DANKEEEE!!!


Übrigens, auch bei tiefster Trockenheit findet sich für die Festival-Besucher ein passendes Schlammloch 😉

Bei Hitze wird nichts konsumiert…? Ne, das trifft für Wacken wirklich gar nicht zu. Wir haben in den vier Tagen alle Hände voll zu tun. Für die Hitze haben wir einen Gartenschlauch mitgebracht. Damit gehe ich täglich mehrmals raus, um den Boden feucht und staubfrei zu halten aber auch, um den Metallern eine wohltuende Abkühlung zu spendieren.

Übrigens, die Besucher, allesamt Freaks und Metaller, das sind durchweg höfliche, nette und lustige Menschen. In der ganzen Zeit gibt es keinerlei böse Worte, keinen Streit oder gar Krawalle. Allesamt sind tiefenentspannt und die friedvolle Atmosphäre ist einfach nur angenehm, man kann es nicht anders beschreiben.

Apropos tiefenentspannt…. wusstet ihr, dass jeden frühen Morgen um 9:00 Uhr Metal-Joga angeboten wird? Auch gibt es auf dem Festivalgelände eine Wacken-Seelsorge.

Zudem lebt das gesamte Dorf „Wacken-Festival“. Alle, vom Rewe-Markt bis zum Friseur bieten irgendwas an. Fast vor jedem Haus steht irgendein Stand. Auch eine Menge Schattenplätze werden angeboten sowie viele Sitzplätze, damit man als Metaller mal in Ruhe chillen kann. Schon früh morgens ist es daher voll in Wacken, denn viele Metaller sind früh auf, um zu frühstücken und gemütlich durchs Dorf zu schlendern.


Das Bild ist um 7 Uhr früh morgens entstanden. Eine Stunde später sehen die Straßen schon ganz anders aus, dann ist viel los im Dorf.

Für jeden ist was Passendes dabei. Im Metal-Schwimmbad, da treffen sich alle Metaller, um Bahnen zu schwimmen, sich abzukühlen und zu sonnen. So was von genial. Ein Händlerkollege berichtet, dass er im Schwimmbad sieht, wie eine Frau gerade dabei ist, vom Dreier zu springen. Sie wird gleich von all den Metallern angefeuert. Daraufhin zieht sie langsam ihr Bikinioberteil aus, dreht es ein paar Mal über ihren Kopf… die Jungs unten sind völlig aus dem Häuschen, grölen und feuern sie lautstark an. Daraufhin springt sie einen Salto vorwärts mit einer perfekt ausgeführten Schraube und landet zielsicher im Wasser. Die Blicke der Jungs? Unbeschreiblich! Der taffen Dame wird aus dem Wasser geholfen, um sie zu einem Bierchen einzuladen. So was muss ja schließlich gefeiert werden. Keinerlei plumpe Anmache, sondern alle klopfen ihr zustimmend auf die Schulter und sie wird an diesem Tag von den Jungs sowie Mädels gefeiert.

Frauen werden übrigens auf Wacken geschätzt und geachtet. Da gibt es sicherlich den ein oder anderen rauen Spruch, aber nichts von alle dem fühlt sich für eine Frau sexistisch oder unangenehm an. Als Frau fühlt man sich vollwertig und man kann ganz gelassen bis tief in die Nacht feiern, ohne sich als Freiwild zu fühlen. Das ist sooo schööön. „We are one Family“ dieser Spruch trifft es auf den Punkt, wenn es um W:O:A geht.

Für uns steht es fest, das wollen wir noch viele, viele Jahre erleben. Wacken ist im Höchstmaße anstrengend aber wirklich einmalig. Das muss man unbedingt erleben. Und dafür braucht man nicht unbedingt auf Heavy Metal 🤘 stehen.

Und Sir Henry Hot – boah – das müsst ihr unbedingt sehen und fühlen… da fliegt einem die Krawatte weg! Das ist die Feuershow am Abend, die mehrmals stattfindet. Eine Feuershow der Superlative – mehr verrate ich nicht.

Unser herzlicher Dank geht an all unsere Gäste, wir freuen uns auf euch wie Bolle im nächsten Jahr.

Unser Dank geht an das Team von Panem et Circenses – wir haben uns richtig gut betreut gefühlt. Mein persönlicher Dank geht an Dominik – Danke, dass du meine scheiß Laune am ersten frühen Morgen so souverän weggesteckt hast! Ich war so sehr angespannt, ich habe alles in den falschen Hals bekommen. Und vielen herzlichen Dank, dass du für uns schon vorher massiv die Stange gehalten hast, sonst wäre ein Wacken gar nicht erst möglich gewesen! Dafür werden wir uns in der Zukunft erkenntlich zeigen, darauf kannst du wetten. Auch ein großes Dankeschön geht an Karin, die treue Seele von Panem et Circenses, für deine tolle Betreuung! Und überhaupt, danke an Alllleeeeeeee Besucher und Gäste und Händlerkollegen!

Auf Wiedersehen, bis nächstes Jahr zu W:O:A 2019

Windesheim, Rheinland Pfalz. Am Wochenende geht es in Windesheim hoch her, denn die Weinberg stehen für zwei Tage in Flammen… naja, nicht ganz so dramatisch, „im Licht“ trifft es eher.

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Bildquelle: sau-saugut, Angela Roesenberger

 

Einzigartig, was zwölf Windesheimer Weingüter gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Das hat Hand und Fuss. Denn es ist rund um das Weinfest alles minutiös durchdacht und geplant, als wir ankommen und aufbauen. Wir werden herzlich aufgenommen und betreut. Immer wieder kommt Jemand vorbei, um zu fragen, ob alles bei uns in Ordnung ist.

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Bildquelle: sau-saugut, Angela Roesenberger

 

Für uns ist es eine wahre Freude, bei diesem Weinfest dabei sein zu dürfen. Eigentlich ist diese Veranstaltung für uns in einer Weinlaune entstanden – Winzer, Markus Kauer und ich treffen uns vorweg bei einem Glas Wein bei Iffi im HinterConti. Wir beschließen nach weiteren Gläsern Wein ;-), auf dem diesjährigen Weinfest mit „Sau vom Spieß“  vertreten zu sein.

IMG_3678Bildquelle: sau-saugut, Angela Roesenberger

 

Das Wetter ist grandios – 30 Grad, ein laues Lüftchen, ein paar Wolken und regenfrei. Was wollen wir mehr. Das Event startet am Freitag pünktlich um 18 Uhr. Entlang der Weinberge gibt es eine erlesene Auswahl an Weinen der überregional bekannten Windesheimer Winzer zu verkosten. Als Besucher hat man die freie Wahl die aussergewöhnlichen Köstlichkeiten und Weine zu genießen. Entlang des Weinwanderweges, oben angekommen, kann man den Ausblick über die wundschönen Weinberge genießen. Ein Traum, kann ich euch sagen.

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Bildquelle: sau-saugut, Angela Roesenberger

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Bildquelle: Wein in Wingert

Abends, wenn es dunkel wird – dann das Lichterspektakel – einfach nur grandios! Alle Weinberge sind in den unterschiedlichsten Farben beleuchtet und ein Laserstrahl sorgt obendrein für ein Spektakel, dass man nur selten zu sehen bekommt.

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Bildquelle: Wein in Wingert

Freitag und Samstag findet „Wein im Wingert“ von 18 Uhr bis Open End statt und wir haben alle Hände voll zu tun, denn es sind viele Besucher gekommen.

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Bildquelle: Wein in Wingert

 

Da wir in Bad Kreuznach viele Jahre gearbeitet und gelebt haben, besuchen uns an den beiden Tagen natürlich unsere ganzen Freunde aus der Umgebung. Was für eine Freude! So verbringen wir die Zeit mit Arbeiten und Freunde wieder sehen und… Wein trinken. Herzlichen Dank für euren Besuch – es war so schön, euch wieder zu sehen: Elli, Jan, Paulina, Peter, Iffi, Rudolf, Betti, Inchen, Timo und Zwerg, Kornelia mit Tochter, Conny mit Hund ;-), Matthias (Sto), Matthias (MM), Reyhan, Erhan, Carmen mit Freund, Jörg, Hendrik, Anja und Steffen von Druckerei Fickinger (sie haben uns die tollen Preistafeln gedruckt – Dankeschön ihr beiden!)…. bitte nicht böse sein, sollte ich jemanden vergessen haben. Danke, dass ihr da wart!!

Unser Dank geht auch an Karl-Hans Poss vom Weingut Poss (Initiator der Veranstaltung) und Markus & Christoph Kauer vom Weingut Gebrüder Kauer und all die anderen, die uns so wundervoll aufgenommen und betreut haben!!

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Bildquelle: sau-saugut, Angela Roesenberger

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Bildquelle: sau-saugut, Angela Roesenberger

Es ist übrigens für alle Mitwirkenden Usus, am darauffolgenden Tag, wenn alles abgebaut ist, mit Planwagen von Weingut zu Weingut zu fahren.

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Bildquelle: sau-saugut, Angela Roesenberger

Da werden dann die besten Weine aus dem Weinkeller geholt, um sie auf der Tour, quer  durch die Weinberge zu genießen.

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Bevor es jedoch zur Ausfahrt geht, treffen wir uns erste einmal zum Kalbsschnitzel essen im Gasthaus Stempel in Windesheim. Wow, das waren die besten Kalbsschnitzel, die ich seit Jahren gegessen habe. Also eine echte Empfehlung, da mal vorbei zu schauen.

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Bildquelle: sau-saugut, Angela Roesenberger

 

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Bildquelle: sau-saugut, Angela Roesenberger

 

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Bildquelle: sau-saugut, Angela Roesenberger

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Bildquelle: Wein in Wingert

Ich weiß nicht mehr, wie lange wir mit unseren Planwagen unterwegs sind… um 21:30 Uhr beschließen wir, ins HinterConti zu fahren, um für den nächsten Tag zur Heimreise ausgeschlafen zu sein. Schö wars!

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Wenn ihr in der Zeit also in der Gegend sein solltet, dann dürft ihr „Wein im Wingert“ nicht verpassen. Das ist ein großartiges Erlebnis und unvergessliche Eindrücke!

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Bildquelle: sau-saugut, Angela Roesenberger

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Bildquelle: sau-saugut, Angela Roesenberger

 

 

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Hamburg. Kurz und knapp – schön war es! Jedoch regnerisch, ungemütlich kalt und windig – also alles wie immer.

Wir haben unseren Spaß, trotz Regen und Wind und die Besucher auch!

Insbesondere unsere Jungs am frühen Morgen… 😉

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Ätzend, immer so früh aufzustehen und dann mit Schweinen kuscheln zu müssen *hahaha… Kalle, machst dich aber gut in der Schürze, steht dir sogar. Gerade mit deinem grimmigen Gesicht passt das gut 😉

Und was gibt es sonst so? Viele Motorräder, viel Musik und Rock’n Roll am laufenden Band.

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Natürlich haben wir wieder Besuch aus unserer Heimat. Irgendwie bin ich trotzdem nicht zum Bildermachen gekommen. Nur eins… nämlich das allerletzte Einhorn kann ich schnell noch mit mir zusammen auf die Linse bekommen.

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Inzwischen bin ich schon wieder zu Hause. Die Jungs müssen noch heute… aber gegen Abend, nach der Ausfahrt, werden die Harley Days für 2018 Geschichte sein. Mit weniger Besuchern als im Vorjahr und der Gewissheit, dass Deutschland gegen Schweden am gestrigen Abend mit 2:1 in der letzten Minute das Spiel für sich entscheiden konnten.

In diesem Sinne: Haut rein Jungs! Und an alle Mädels: immer schön locker durch die Hose atmen, denn das Leben ist zu kurz, um sich zu ärgern 😉

 

Wir sind schon sehr früh auf der Bahn, um pünktlich und ohne Stau anzukommen. Die Nacht ist für uns um 3 Uhr beendet – um 4 Uhr sitzen wir bereits im LKW Richtung Erfurt.

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Hach, ist das mal wieder schön! Wir können nicht nur das Krämerbrückenfest empfehlen, sondern auch Erfurt als Stadt. Wunderschön, sag ich euch! Die Stadt hat sich in den Jahren nun so was von herausgeputzt, dass es eine wahre Freude ist darin zu flanieren.

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Erfurt ist die Hauptstadt des Bundeslandes Thüringen. Der theologische Urheber der Reformation, Martin Luther, wurde im Erfurter Dom (ein erhabenes Bauwerk), der auf das 8 Jahrhundert zurückgeht, zum Priester geweiht. Daneben befindet sich gleich die gotische Severikirche. Im Augustinerkloster lebte Martin Luther als Mönch.

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Und auf der Krämerbrücke, die über die Gera gebaut ist, befinden sich mittelalterliche Häuser und Läden. Es gibt viel zu sehen und zu bestaunen – also wenn ihr euch da mal aufhalten solltet, dann ist Erfurt aber ganz sicher euren Besuch wert.

Da gibt es noch eine klassische Backstube mit leckerem Brot, welches noch handgemacht wird.

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Und wir sind wieder beim Krämerbrückenfest mit Sau vom Spieß erfolgreich vertreten. Das Wetter ist wunderbar und die Besucher zahlreich.

Dank DSGVO sind die Bilder auch nun wunderbar unpersönlich…

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Vielen, herzlichen Dank an unsere Gäste! Wir freuen uns, dass ihr so zahlreich bei uns gegessen habt. IMG_3431.JPG

Schön und lustig war es! DANKESCHÖN!

 

 

Nürburgring. Meine Güte, was für ein Aufwand betrieben werden muss, um als Versorger auf den Ring kommen, das könnt ihr euch überhaupt nicht vorstellen. Und was noch so alles daneben ging, davon berichte ich nun.

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Schon vorweg müssen wir mit dem ganzen Team die Hosen runter lassen. Unsere Daten werden vom Veranstalter vorweg benötigt, um polizeilich auf den Prüfstand gestellt zu werden. Nur mit einem offiziellen „Ok“ dürfen wir nämlich auf den Ring. Hierzu muss von uns eine Excel-Tabelle mit Geburtsdatum, genauer Namensangabe, Nationalität, Adresse usw. über jeden geführt werden, die dann an den Veranstalter geschickt werden muss. Dazu benötigen sie Passbilder, Ausweis-Scan und zig Einverständniserklärungen. Zudem müssen alle Fahrzeuge gemeldet werden – auch hierzu müssen wir eine Excel-Tabelle ausfüllen. Bis ich das alles zusammen habe, vergehen einige Tage. Mitarbeiter ohne elektronische  Möglichkeiten sind bei dem ganzen Wust an Formularen aufgeschmissen. Per Post ist das nicht realisierbar, denn wir haben ganze 4 Tage dafür Zeit… Ich bin in Xanten auf einer Veranstaltung, damit zwei Mitarbeiter die Formulare unterschreiben können. Mit IPad scanne ich alles ein und versende es zum Veranstalter.

Unsere Credential Voucher erhalten wir noch rechtzeitig vor Abfahrt, aber nicht alle und auch nicht vollständig. Bei Arnt fehlt der halbe Nachname, obwohl es in den Excel-Tabellen richtig aufgeführt ist. Ich gehe dem hinterher. Er müsse sich nun nur mit Ausweis anmelden, das würde klappen, denn die Daten sind nun richtig angeglichen… so lautet die Aussage der Accreditation. Irgendwie beschleicht mich trotzdem ein ungutes Gefühl. Von zwei weiteren Mitarbeitern erhalten wir ebenfalls keine Credential Voucher. Auch sie müssen mit Ausweis in der Accreditation vor Ort vorsprechen.

Doch die Misere kommt erst noch… angefangen mit unserem Transporter, der über 14 Tage in der Werkstatt steht und trotzdem nicht fertig wird. Unser zweites Lastenfahrzeug verleihen wir kurz vor Rock am Ring noch an Freunde. Als uns der Anruf am Montag erreicht, fällt uns alles aus dem Gesicht: Auto fährt nicht mehr – sie sind liegen geblieben!! Wohl bemerkt ein neuer Pickup – wir haben mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass uns der Wagen auch noch im Stich lässt. Wir bekommen es gerade noch so hin, dass der Wagen durch den ADAC abgeholt werden kann. Kurzerhand müssen wir einen Transporter für viel, viel Geld leihen.

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Wir können die Abfahrt dennoch am Mittwoch um 4 Uhr einhalten. Ich und ein Mitarbeiter kommen recht früh, ich glaube so um 9:30 Uhr am Nürburgring an. Zunächst müssen wir ins Accreditation-Office, um uns einzuchecken. Es klappt. Wir fahren aufs Gelände und müssen nun unseren Standplatz zugewiesen bekommen. Dazu suchen wir das nächste Büro auf – wieder werden zig Formulare benötigt… nun heißt es warten. Arnt holt indes unsere Sauen bei der Schlachterei ab und wird voraussichtlich zwei Stunden später eintreffen. Ich gehe ins nächste Büro, um die Mitarbeiter auf dem Mitarbeitercamping anzumelden. Gegen 12 Uhr erreicht mich der Anruf von Arnt, dass er kurz vor dem Nürburgring ist und gleich ins Accreditation-Office gehen wird.

Heute wollen wir grob aufbauen und den Kühlanhänger, der hinter Arnts LKW hängt, unter Strom setzen.

Wir warten immer noch auf unseren Standplatz…

Eine halbe Stunde später dann der nächste Anruf von Arnt – mir platz fast der Kopf als ich von ihm vernehme, dass er in der Accreditation nicht zugelassen wird. Er kommt NICHT auf das Gelände! Sein Geburtsdatum ist falsch und nun muss er 12 Stunden warten, weil er polizeilich nochmals überprüft werden muss. Ich fasse es nicht! Maurice hat kein LKW-Führerschein, die Schweine stehen draussen mit LKW und müssen gekühlt werden. Wer fährt nun den LKW aufs Gelände? Ich passe nicht rein, da ich zu klein bin –  trotzdem, irgendwie muss es klappen. Ich lasse den LKW bis zum Tor fahren und übernehme ihn. Ich schaue unter dem Lenkrad hinweg, der Sitz lässt sich nicht einstellen, inzwischen ist es mörderheiß und ich könnte schreien vor Wut. Irgendwie bekomme ich den Tross aufs Gelände. Maurice ist inzwischen ins Büro gegangen, um darauf aufmerksam zu machen, dass wir nun sofort einen Standplatz mit Strom benötigen. Unser Stromaggregat am Kühlanhänger ist gleich leer… Wenige Minuten später dann die Platzeinweisung. Da ich LKW und Hänger zwar theoretisch fahren kann, aber halt nichts sehe, beschließe ich, Maurice ans Lenkrad zu setzen und ihm Anweisungen zu geben, wie er zu lenken hat. Wir schaffen es, den Kühlanhänger auf den vorgesehenen Platz zu rangieren und ihn an den Strom anzuschließen.

Arnt steht indes vor dem Tor und muss warten, dass wir fertig werden… was für ein Schwachsinn! Wir schmeißen unseren ganzen Plan über Bord. Wir beschließen den LKW abzuladen, damit Arnt Holz holen fährt. Durch die ganzen Sicherheitsbedingungen ist es uns nämlich nicht mehr möglich, unsere Feuerholz anliefern zu lassen – wir müssen es also abholen.

Maurice und ich laden den LKW ab und legen in Windeseile den Boden bei sengender Hitze. Ich könnte immer noch stumm an die Wand kotzen.

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Ein Mitarbeiter, der inzwischen hätte eintreffen müssen, kommt erst gar nicht. Angeblich hat er verschlafen. Wir bekommen eine lapidare sms mit den Worten „Entschuldigung, ich habe verschlafen“. So laden wir beide den LKW ab… Maurice klärt dabei mit der Schwester des fehlenden Mitarbeiters, dass er sich wenigstens dann mit einem späteren Zug Richtung Nürburgring bewegen soll. Mit dem Mitarbeiter selbst können wir vor und nach seiner sms keine telefonische Verbindung mehr herstellen… ich ahne Böses…

Den abgeladenen LKW übergeben wir Arnt am Einlass, damit er mit Maurice Holz holen fährt. Ich bleibe am Standplatz und ordne schon einmal die Sachen, die wir danach wieder aufladen werden. Zwei Stunden später steht der LKW wieder auf dem Platz und wir räumen die Sachen wieder ein, die unter Umständen gestohlen werden könnten. Mittlerweile ist es nach 16 Uhr… vom fehlenden Mitarbeiter weiterhin keine Info… wir sind platt und fahren mit Arnt zur Ferienwohnung. Die Stimmung ist am Boden…

Am nächsten Tag dann die freudige Nachricht von der Accreditation, dass Arnt rein kann. Wir bauen auf.

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Vom vermissten Mitarbeiter weiterhin keine Meldung. Wir freunden uns daher damit an, dass er gar nicht erst kommen wird. Damit sind wir nun unterbesetzt – Klasse!

Zum Glück funktioniert alles mit dem Aufbau. Doch Maurice verdreht sich dabei sein Knie und es schwillt in kürzester Zeit mordsmäßig an. Scheiße! Wenn Maurice jetzt auch noch ausfällt… dann Gute Nacht!

Walter, unser Freund, der uns ebenfalls an diesem Wochenende helfen wird, kommt ohne Beanstandung auf das Gelände. Er ist auch früher als geplant da, sodass er uns beim Aufbau noch tatkräftig unterstützt. Sylvi, die auch in den Mittagsstunden ankommt, schicken wir gleich in FeWo, denn wir rechnen mit viel Anreiseverkehr und ihr Auto ist nicht gemeldet, sodass sie nirgendwo am Ring parken darf. Sie wird bei uns in der FeWo schlafen und morgen dann mit uns zum Ring fahren und einchecken. Abends sind wir mit dem Aufbau fertig – der vermisste Mitarbeiter meldet sich weiterhin nicht und taucht auch nicht auf. Wir fahren abgekämpft in unsere Ferienwohnung.

In der Nacht zieht ein Unwetter über uns hinweg. Auf den Campingplätzen am Ring ist wieder einmal Land unter angesagt.

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Zum Glück passiert Niemanden etwas. Wir beten einfach, dass unserem Stand nichts passiert ist.

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Am nächste Tag schüttet es aus Eimern. Sylvi schicken wir bei unserer Ankunft am Ring erst einmal in die Accreditation. Ihr wisst bestimmt schon, was jetzt kommt? Wenige Minuten später die Gewissheit: AUCH SIE KOMMT NICHT REIN und muss nun stundenlang auf Einlass hoffen. Ich schicke sie zurück in die Ferienwohnung und bleibe per E-Mail mit der Accreditation in Verbindung. Wir haben, trotz Regen viel zu tun. Nach weiteren fünf Stunden dann die Freigabe für Sylvi. Endlich kommt auch sie auf das Gelände. Wir sind, bis auf den fehlenden Mitarbeiter, nun vollzählig und die Nacht wird arg lang.

Samstag ist das Wetter traumhaft – doch die nächste Hiobsbotschaft lässt nicht lange auf sich warten. Sylvi geht es schlecht. Sie hat eine Blasenentzündung und die Schmerzen sind groß. Eigentlich braucht sie Antibiotika, doch dazu müssten sie ins nächst gelegene Krankenhaus. Wenn sie jetzt auch noch ausfällt, dann schaffen wir das mit dem Besucherandrang nicht mehr. Sylvi schafft es nach weiteren Stunden, die Ärzte vor Ort, zu überreden. Sie lassen für sie Antibiotika kommen. Indes bekommt sie gegen die Schmerzen von mir Schmerztabletten. Sie schlagen an und sie kann weiterarbeiten. Maurice Knie geht es auch nicht gut, aber er schlägt sich tapfer mit Schmerztabletten durch.

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Mitten im dicksten Trubel steigt unsere Kasse aus… sie  hat wohl durch den nächtlichen Regen doch zu viel Wasser abbekommen. Wir können sie nicht mehr aktivieren. Nun ist Kopfrechnen angesagt.

Eigentlich können wir bis drei Uhr geöffnet lassen. Wir legen also genügend Fleisch auf den Grill. Doch nach den letzten Act auf der Hauptbühne wird, zu unserem Entsetzen,  durch die Security der Platz  geräumt. IMG_3256.jpg

So müssen wir, ob wir wollen oder nicht, um ein Uhr aufhören. Wir sind inzwischen auf dem Nullpunkt – bei den Standplatzkosten, die wir zu tragen haben, müssen wir so lange es geht verkaufen können. Daher sind wir mit dieser Situation ganz und gar nicht einverstanden – aber müssen uns leider fügen. Wir fahren in unsere Ferienwohnung und schlafen ein paar Stunden.

Am nächsten Tag ist das Wetter wieder traumhaft. Doch wir stellen fest, dass die Besucheranzahl zu den Vorjahren weniger geworden ist. Auch in den Medien wird mittlerweile davon gesprochen. 20.000 Besucher weniger, bedeutet für uns auch weniger Umsatz. Mit diesem ganzen Aufwand rechnet sich so eine Großveranstaltung nicht mehr für uns. Wir tragen es es trotzdem mit Fassung und der Tag verläuft endlich mal ohne Vorkommnisse. Nach der letzten Band sind wir völlig durch und froh ins Bett zu kommen. IMG_3278.jpg

Auch der Abbau am nächsten Tag verläuft gut. Die Volcano-Stage ist mittlerweile auch schon fast abgebaut.

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Um ein Uhr sitzen wir in unseren Wagen und können nach Hause fahren. Um 18 Uhr sind wir zu Hause und total müde. Was für ein Wochenende – der Wahnsinn schlecht hin! Nach der Buchhaltung dann wenigstens die Gewissheit, wir haben sogar ein wenig Gewinn gemacht. 😉

Es stellt sich mittlerweile auch nicht mehr die Frage, ob wir Rock am Ring im nächsten Jahr wieder anfahren werden, denn „Die Ärzte“ sind schon als Headliner angemeldet. Da müssen wir dabei sein 😉 Übrigens konnten wir eine neue Lieblingsband für uns gewinnen. Am Freitag wurde Rock am Ring mit Greta Van Fleet eröffnet. Hammermäßiger Sound! Endlich mal wieder richtiger Classic Rock auf dem Ring! Bei Greta Van Fleet handelt es sich um eine Us-amerikanische Classic-Rock-Band aus Michigan. Die Band wurde im Jahr 2012 gegründet – die Bandmitglieder kommen gerade aus der Highschool, aber sie können schon sooo hervorragend spielen… Viele Besucher auf dem Ring sprechen schon davon, dass diese Band in drei Jahren Headliner sein wird und wir können dem nur zustimmen.

So, ist das auch wieder geschwätzt. Übrigens, der eine Mitarbeiter, der uns versetzt hat, ist nicht erschienen. Tolle Wurst – Herzlichen Glückwunsch! Wir haben es trotzdem geschafft. Bei unserem Pickup ist das Abgasrückführungsventil kaputt gewesen. 1000,00 Euro. Unser Transporter ist halbwegs fertig geworden, Kosten 1500,00 Euro. Unser Mietwagen 800,00 Euro. Was für ein Wahnsinn. Na will jemand unseren Job machen?

 

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Xanten, Köln, Hamburg. Lustig haben wir das nicht gefunden, als wir drei Veranstaltungen zusagen mussten. Es ließ sich aber nicht vermeiden. Wir sind jedes Jahr in Xanten auf dem Siegfriedspektakel und in Köln auf der Role Play Convention vertreten. Leider finden in diesem Jahr beide am gleichen Wochenende statt… Als ich den Anruf vom Chefkoch des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL entgegennehme, weiß ich, das Wochenende wird hart für uns.

Am Mittwoch stehen wir in Xanten auf dem Gelände, um unseren Stand aufzubauen. Am darauffolgenden Tag unterstützen Arnt und ich unsere Crew auf dem Siegfriedspektakel, denn es ist viel zu tun – viele Besucher sind gekommen.

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Xanten ist echt schön und die Veranstaltung ebenfalls. Wir sind jedes Jahr gerne in Xanten vertreten.

Bei uns hängen sie auf dem Grill und im mobilen Bauernhof hängen die Schweine einfach nur ab.

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Den herrlichen Klängen der Harfe kann man lauschen

 

Am Freitag heißt es für uns, zum Aufbau nach Köln zu eilen.

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Da findet die Role Play Convention auf dem Messegelände statt. Nach getaner Arbeiter, fallen wir im Hotel früh in den Tiefschlaf. Am Samstag ist herrliches Wetter und wir haben richtig viel zu tun. Gottlob unterstützt uns unser Freund Walter, denn zu zweit würden wir den Andrang gar nicht schaffen. Am Sonntag regnet es durchgehend und trotzdem legen wir zu zweit ein passables Ergebnis hin.  Gegen Abend kommt Walter wieder dazu, um uns beim Abbau zu unterstützen, sonst müsste Arnt allein abbauen.

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Ich muss wieder zurück nach Xanten. Unsere liebenswerten Mitarbeiter haben leider keinen Führerschein für den Kühlanhänger und den muss ich irgendwie von Xanten ja wieder nach Hause bekommen. Als ich ankomme, ist soweit alles gepackt, sodass ich nur noch anhängen muss, um die 270 km nach Hause zu düsen. Um 0:30 Uhr zu Hause angekommen, geht es im Eilschritt an die Vorbereitung Hamburg, für unseren Catering-Auftrag „30 Jahre Spiegel TV“. Arnt ist mittlerweile auch eingetroffen, sodass wir schnell umladen und einladen und um 2 Uhr dann ins Bett fallen.

Kurz vor sechs Uhr stehen wir wieder auf… meine Augen brennen, aber ich habe keine Zeit für Müdigkeit. Wir müssen erst einmal unsere Schweine in Lohne abholen und dann nach Hamburg weiterfahren. Der Verkehrsbericht hört sich nicht gut an… rund um Bremen Stau ohne Ende und vor Hamburg das gleich. Die Zeit drängt, spätestens um 12 müssen wir irgendwie angekommen sein. Denn unsere Sauen benötigen gute 6 Stunden, um gar zu werden. Um 19 Uhr fängt die Veranstaltung an – schwitz… Wir schaffen es jedoch, die Staus recht gut zu umfahren, sodass wir in der Zeit liegen.

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Vor dem Spiegel bauen wir auf

Der Aufbau klappt gut. Das Wetter ist traumhaft nur nervt der Wind etwas – wir stehen genau an der Ecke des Gebäudes, sodass uns jede Windböe gnadenlos erwischt. Wir bekommen unsere Schweinis trotzdem rechtzeitig aufs Feuer.

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Wir atmen das erste Mal durch. Inzwischen merken wir auch unsere Müdigkeit nicht mehr. Trotzdem verläuft nicht alles reibungslos. Wir müssen unsere Brötchen zu Fuss holen… und dafür mehr als 1 km Fussweg in Kauf nehmen. Das ärgert etwas, denn wir hatten eigentlich damit gerechnet, dass die Brötchen zur Filiale nebenan geliefert werden. Der Wind nimmt an Stärke zu, nichts bleibt liegen und ich fürchte, das Zelt wird auch noch wegwehen. Wir sind übermüdet und dann nervt halt alles. Wir lassen uns jedoch nichts anmerken.

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Um 19 Uhr sind wir bereit, es kann losgehen. Wie schon im letzten Jahr ist der Zuspruch der zahlreichen Gäste gewaltig. Dieses Mal hat Arnt seine Tochter zur Unterstützung mit dazu geholt und das ist gut, denn so verläuft alles nach Plan. Die Gäste müssen nicht lange warten und wir finden auch für den ein oder anderen Plausch Zeit.

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Wir erkennen einige Gäste wieder, nämlich all die, die auch im letzten Jahr zum Sommerfest dabei waren. Hinzu kommen nun eine ganze Reihe von Gästen, die man schon oft gesehen hat, ohne sie persönlich zu kennen, nämlich aus den öffentlichen Medien. Das Gelände wird zudem gut bewacht, einige Security-Mitarbeiter sind bewaffnet. Als der Bürgermeister von Hamburg seine Portion „Sau vom Spieß“ durch den Wachschutz entgegen nimmt, ist für uns deutlich zu spüren, wie er abgeschirmt wird… verständlich, dass der Personenschutz an diesem Abend an erster Stelle steht. Wir fühlen uns irgendwie sicher. Wir haben auf jedem Fall eine Menge Spaß mit unseren Gästen.

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30 Jahre Spiegel TV – Herzlichen Glückwunsch!

Wir halten gut durch, irgendwann schauen wir auf die Uhr und stellen fest, dass es ein Uhr nachts ist. Die Sauen sind gegessen, sodass wir anfangen abzubauen.  Dann noch schnell einen Absacker trinken und dann geht es für uns schnurstracks ins Hotel. Ich glaub… irgendwie um zwei Uhr liegen wir im Bett. Wir schlafen auch schlagartig ein…

Am nächsten Tag laden wir unseren Grill noch schnell ein und fahren dann endlich nach Hause. Hinter uns liegt ein erfolgreiches aber sehr arbeitsintensives Wochenende. Und jetzt werde ich noch schnell was essen und in MEIN Bett entschwinden. Gehabt euch alle wohl, es hat viel, viel Spaß mit euch gemacht.