Ich habe lange überlegt, ob ich darüber berichten soll… ich tue es nun, denn es ist der Situation am Osterwochenende und den Bemühungen des Veranstalters sowie allen  Marktbeschickern und Gästen einfach geschuldet.

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Wir wussten teilweise nicht, ob wir in Wacken oder am Stausee Hohenfelden stehen, so schlammig sind die Bodenverhältnisse an diesem Wochenende. Die Situation ist unzumutbar für alle Besucher, die trotzdem gekommen sind. Die meisten Stände sind mit guten Schuhen erst gar nicht zu erreichen. Mit Gummistiefeln ist man klar im Vorteil. Zudem müssen alle extrem aufpassen, um nicht auf dem Schlamm auszurutschen. Einige zerlegt es trotzdem….

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Das Wetter… es ist von mäßig bescheiden bis zum heulen.  Bis auf den Ostermontag, da ist es dann endlich einmal trocken und sonnig. Der Boden jedoch bleibt aufgeweicht. Die Besucher haben deutlich den Tee auf… wir auch!

Einige Essenstände können gar nicht mehr trockenen Fußes erreicht werden, sodass die meisten sich auf dem asphaltierten Weg tummeln. Hier stehen, neben zwei Tavernen, wir mit Sau vom Spieß und Thüringer Bratwurst und Kartoffelfrank mit seinen Kartoffelecken und Kartoffelpuffern. So ist es nicht verwunderlich, dass die Besucherschlangen vor unseren Ständen lang sind.

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Wir versuchen im Nachhinein zu lächeln, als uns die nölenden Facebook-Kommentare der Besucher erreichen. Danach hätten wir tun können was wir wollen, die Laune der Besucher war bei diesen Zuständen offensichtlich mehr als gekippt. Den einen war wohl die Sau zu teuer, der andere bemängelte an der Thüringer Bratwurst, dass sie nur gebrüht sei… die Meisten bemängelten die Größe der Wikingerboote, das schlechte Wetter und den Matsch.

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Fakt ist, an unserem Stand hat zur Veranstaltung selbst kein Mensch ein Wort darüber verloren. Alle sind zufrieden und meckernde Gäste gab es bei uns überhaupt nicht.

Es handelte sich für alle Beteiligten um eine Erstlingsveranstaltung. Wir wissen daher vorweg nie, was uns erwarten wird. Aus diesem Grunde setzen wir selbst z.B. auf 2/3 ungebrühte und 1/3 gebrühte Bratwürste. Es sind also unsere letzten Bestände, als wir die gebrühten Thüringer und Rindswürste auf den Grill legen und gottlob halten wir damit am letzten Tag bis 17 Uhr durch.

Wir hätten an den Ostertagen für alle Facebook-Kritiker Kaviar herausgeben können… es wäre trotzdem keinem irgendwas recht gewesen. Dieses Wetter und die Bodenverhältnisse haben jeden seelisch heruntergezogen. Ostereier im Matsch suchen, das ist aber auch einfach nur blöd. Wir mussten das Beste daraus machen und das haben wir mit Fug und Recht getan. Unsere Zahlen bestätigen uns auch, dass wir bei besagten 8 gegrillten Sauen, trotz der widrigen Umstände, viele Gäste kulinarische mit Sau vom Spieß glücklich stimmen konnten.

Aber auch wir fahren mit gemischten Gefühlen nach Hause. Die örtlichen Verhältnisse  haben auch uns zugesetzt.

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Momentan verspüre ich persönlich wenig Lust, diese Veranstaltung nochmals anzufahren… Aber dabei handelt es sich nur um eine Momentaufnahmen, das kann sich sicherlich nochmals ändern. Wenn wir im nächsten Jahr wiederkommen sollten, dann werden wir die Bratwurst von Sau vom Spieß räumlich trennen, sodass die Bratwurstfanatiker direkt bestellen können ohne sich noch mit den Gästen für Sau vom Spieß in die Schlange anstellen zu müssen. Umgekehrt ebenso 😉

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Es tut uns leid, dass einigen von euch diese Veranstaltung so verärgert hat. Im Grunde genommen kann man niemanden die Schuld dafür geben. Auch der Veranstalter hat mit solchen Bodenverhältnissen ganz sicher nicht gerechnet. Und auf den Matsch noch Rindenmulch zu legen, das wäre, neben den zusätzlichen Kosten (Transport, Auf- und Abtragung), zu den Feiertagen kurzfristig gar nicht erst möglich gewesen.

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Noch eins zu der Größe der Wikingerboote. Einige stellten sich wohl vor, dass auf dem Stausee Wikingerschiffe anstatt Ruderboote ihre Kreise ziehen werden. Sorry… aber was soll mit so großen Schiffen so eine Veranstaltung denn dann kosten? Das war einigen Besuchern  doch so schon zu teuer? Diese großen Schiffe zu diesem Stausee zu transportieren und aufs Wasser zu lassen, würde zudem komplett den Rahmen sprengen. Was erwartet ihr denn von so einer kleinen Veranstaltung? Zudem ist das Wasserschutzgebiet, das wäre gar nicht zugelassen worden. Also irgendwie sollte man, trotz aller Widrigkeiten, die Kirche einfach mal im Dorf lassen.

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So, ist das auch geschwätzt.

Es ist eingetütet – unser neues Konzept steht! Unsere Schweine stammen, neben unserer Landschlachterei aus dem Hochtaunuskreis (nur Sauen von Klein- und Nebenerwerbsbauern zu verarbeiten),  künftig aus Aktivstall-Haltung!

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In enger Zusammenarbeit mit unserer Landwirtin Gabriele Mörixmann aus Melle #wirkennendenlandwirt und Schlachthof Brand aus Lohne sowie Fleischerei Kalieber aus Lastrup, ist es uns nun möglich, die Kette „Tierwohl“ bis auf unserem Grill zu garantieren. Hierzu mussten alle verarbeitenden Betriebe das Gleiche forcieren – nämlich im Sinne von Tierwohl zu agieren.

Für uns ist in aller erster Linie die Qualität wichtig und dazu zählt insbesondere der respektvolle Umgang mit dem Lebewesen. Aktivstall-Schweine werden in großen Aktivställen gehalten, in denen ihnen frei zugängliche Bereiche zur Verfügung gestellt werden: Wühlbereiche, Außenklimabereiche, Fressbereiche, Spielbereiche, Ruhezonen, Bällebad, Duschmöglichkeiten, Strohbereiche u.v.m..

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Bildrecht: Landwirtin Gabriele Mörixmann bei ihren Schweinen

Das innovative Stallkonzept stellt einen Mittelweg zwischen konventioneller Schweinemast und Bio-Betrieb dar. Mehr Bewegung, mehr Beschäftigung, mehr Geselligkeit – und das alles unter dem Schlagwort Tierwohlhaltung bzw. ein „mehr an Tierwohl“.

Die Tiere (wir haben uns davon selbst überzeugen dürfen) fühlen sich sichtlich wohler, was sich auf Tiergesundheit und Fleischqualität erheblich auswirkt.

Dadurch erhalten wir einen wertvollen Rohstoff, den wir mit gutem Gewissen weiterverarbeiten. Als Endprodukt  garantieren wir urtypisches, zartes Fleisch und einen hervorragenden Geschmack wie zu Großomas Zeiten.

Hiermit ist uns gelungen, den respektvollen Umgang mit Lebewesen, Einhaltung von Tierwohl, artgerechter Haltung, Herkunftswissen und das schlussendliche Genießen von Fleisch perfekt zu vereinen.

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Ereignisreiche Wochen liegen hinter uns und irgendwie hat uns der Schnee und die Kälte, seitdem wir in Sankt Andreasberg zum Winterfest waren, nicht mehr losgelassen.

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Der Weg nach Sankt Andreasberg

Am dem Tag, als der Pilsumer Leuchtturm geklaut wird… liegt die Küste ebenfalls unter einer Zuckerdecke Schnee.

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Es wird auf dem See gestanden und geschliddert, anstatt zu schwimmen 😉

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Wacken WinterNights findet auch im Schnee statt…

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Unsere Fellnase Georgia zieht bei uns ein… und es liegt Schnee. Frisch aus Andalusien angekommen, ist sie auf mäßigere Temperaturen eingestellt. Wir müssen sie in Bewegung halten, damit sie nicht friert 🙂

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Das Zwischenahner Meer ist fast zugefroren.

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Zur Veranstaltung Leipziger Umschlag ist es ebenfalls lausig kalt… aber das spielt es an diesem Wochenende keine Rolle, denn die Veranstaltung findet im Kohlrabizirkus statt. Nur wer was zünftiges zu essen haben möchte, muss die riesige Kuppelhalle für einige Minuten verlassen.Der Kohlrabizirkus ist ein Veranstaltungsort der ganz besonderen Art. Zwei markante, achteckige Kuppelhallen ziehen die Menschen optisch in den Bann.

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Zur Veranstaltung mittelalterlicher Jahrmarkt in Mannheim das gleiche Bild… Schnee und es ist kalt. Seltene Eindrücke, wie Bambuswald im Schnee, bekommen wir an diesem Wochenende geboten.

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Im Stand ist uns die Kälte allerdings schnuppe. Unser Feuer, über die sich munter die  Säue drehen, wärmt uns ausreichend.

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Nur abends, wenn die vier Feuer ausgehen, dann merken wir deutlich, wie kalt es eigentlich ist.

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Als wir in Bad Kreuznach, unserem Zwischenziel ankommen, sind wir über das Feuer im   Kamin im HinterConti dann doch ziemlich dankbar.

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Indes hat Iffi schon alle Gegenmaßnahmen unternommen und zwingt den Winter mit  frühlingshafter Deko in die Knie. Immer wieder schön ist es hier! Auch die Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet – das HinterConti ist auf unseren Reisen schon lange zum zweiten Zuhause geworden.

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Der lodernde Kamin lässt uns ein wenig auftauen, bevor wir abends weiter zu unseren Freunden Elli und Jan Treutle fahren. Im Gütchen, in einem wunderschönen Barockgut gelegen, essen wir erst einmal lecker und versacken darin natürlich wieder bis drei Uhr Nachts… 😉 ob wir auch mal früher aus dem Gütchen gehen? Lasst mich genau nachdenken…. Nö!

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Und auch „Im Gütchen“ ist alles auf Frühling dekoriert. Jetzt wird es Zeit für wärmere Temperaturen, oder nicht?

Wieder zu Hause angekommen, präsentiert sich die Sonne schon einmal von ihrer schönen Seite.

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In zwei Wochen ist Ostern. Und wir werden in Thüringen, genauer gesagt am Stausee  Hohenfelden sein, wenn es heißt „Die Wikinger kommen„.

Zudem werden jetzt am Sonntag die Uhren auf Sommerzeit umgestellt… Der Winter lässt sich daher nicht mehr lange bitten – bald weicht er unserem Nachdruck auf Frühling.

Der Abschluss an der Grünkohl-Akademie gilt immer noch als eine Eintrittskarte in die höchsten kulinarischen Kreise, in denen der Grünkohl denjenigen Stellenwert genießt, den er nach Ansicht von Kennen und Experten verdient.

Diplom der Grünkohl-Akademie Oldenburg mit summa kohl laude verliehen

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Kohltourhauptstadt

Wie versprochen nun zur Fortsetzung Aktivstall und Co.. Wir sind von einem vorbildlich geführten Schlachthof aus dem Oldenburger Münsterland zurückgekehrt.

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Ehrlich gestanden, sind wir mit gemischten Gefühlen dort hin gefahren.

Der Schlachthof ist, im Gegensatz zu Großschlachthöfen klein und trotzdem wirkt er auf uns im ersten Moment ziemlich groß.

Zahlen und Fakten

Bevor ich nun von unserem Schlachthof erzählen will, mal zur Verdeutlichung ein paar Zahlen aus dem Fleischatlas der Heinrich-Böll-Stiftung 2016:

Die Tierhaltung ist immer noch der wichtigste Produktionszweig. Von 50 Milliarden Euro, die von Landwirten erwirtschaftet werden, entfallen 11 Milliarden Euro auf Schweinefleisch, 4 Milliarden Euro auf Rind- und Kalbfleisch und etwas 2.3 Milliarden Euro auf Geflügelfleisch. Interessant ist dabei auch, dass der Verbrauch in den letzten zehn Jahren relativ konstant geblieben ist und sogar deutlich langsamer als zuvor gewachsen ist.

Einblick der Schlachtungen im Jahr 2014 der Großschlachthöfe im Vergleich

Böseler Goldschmaus hat ganze 1,7 Mio. Schweine geschlachtet und Danish Crown Fleisch sogar 2,6 Mio. Schweine. Und das ist nichts gegenüber Westfleisch mit 7,7 Mio. Schweinen und der Tönnies-Gruppe mit 17,0 Mio. Schweinen.

Trendwende erkennbar

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass im Fleischatlas 2018 eine deutliche Trendwende zu spüren ist und in der Gesellschaft verschiedene Aspekte der Fleischproduktion diskutiert werden. Im aktuellen Fleischatlas werden politische Instrumente aufgezeigt, die zu einem vernünftigen und grundlegenden Wandel in der Tierhaltung führen können. Das Tierwohl ist zu einem wichtigen Thema geworden.

Pionierarbeit

Jetzt kann man sich auch die Pionierarbeit von Frau Mörixmann viel besser vorstellen. Denn sie verfolgt, durch die Aktivstall-Haltung ihrer Schweine, mutig diese Trendwende.
Es gibt weiter Projekte dieser Art, wie z.B. die Offenstall-Haltung. Der Schlachthof Brand bezieht seine Schweine aus der Aktivstall-Haltung sowie Offenstall-Haltung.

Der Verbraucher steuert die Masse

Eine bessere Tierhaltung ist jedoch auch von uns Verbrauchern abhängig. Weniger aber dafür qualitativ hochwertiges Fleisch zu konsumieren, ist meines Erachtens erst einmal die Lösung. Eine Haltung im Sinne des Tierwohls muss sich schließlich auch für den Landwirt rechnen. Das bedeutet, das Fleisch wird für uns als Endverbraucher teurer. Denn eine Offenstallhaltung/Aktivstallhaltung ist für den Landwirt kostenintensiver, als die klassische Haltung. Das hört sich zwar mal wieder danach an, als ob man das Schwein als Lebewesen auf ein „Objekt“ reduziert… Machen wir uns nichts vor, aber ein Schwein, dass mehr Auslauf bekommt, ist trainiert und baut nicht so schnell auf. Man kennt das von sich selbst… 😉 umso sportlicher ich bin, desto weniger Fett setze ich an. Also muss ich aktive Schweine auch länger füttern, damit sie ihr entsprechendes Schlachtgewicht erreichen. Das kostet dem Landwirt und letztendlich dem Verbraucher mehr Geld. Und dazu müssen wir als Endverbraucher bereit sein.

Schlachthof Brand

Nun zurück zum eigentlichen Thema, nämlich dem Schlachthof Brand im Oldenburger Münsterland. Ein Besuch war uns sehr wichtig, nämlich auch im Schlachthof ist die Einhaltung von Tierwohl entscheidend. Schweine, die vorbildlich gehalten werden, aber beim Schlachtungsprozess dann unter Stress geraten, bei denen hätte man genauso gut auf die gute Haltungen verzichten können. Entweder man verfolgt das Tierwohl bis zum letzten Atemzug, oder man kann es auch gleich bleiben lassen.

Wir schauen uns daher den Schlachtprozess genau an. Herr Wehenpohl, Verkaufsleiter bei Brand, führt uns durch den Prozess und erläutert uns jeden einzelnen Produktionsschritt. Vom Endprodukt bis zur eigentlichen Schlachtung bewegen wir uns durch die Hallen.

Alle Räumlichkeiten wirken hell, sehr sauber und klimatisiert. Mit Schlachtereien von früher, ist diese nicht mehr zu vergleichen. Ich kann mich noch an eine Schlachterei in den 90er Jahren erinnern… da ist es mir durch den stechenden Gestank schon beim Betreten schlecht geworden. Hier riecht es hingegen angenehm!

Überall sehen wir Mitarbeiter, die ihrer Arbeit in Ruhe und mit Bedacht nachkommen.

In einer großen Halle sehen wir die angelieferten Schweine stehe. Hier kommen sie die ersten Stunden, nach dem Transport, zur Ruhe. Manche sitzen, mache liegen und manche stehen ruhig und gelassen herum.

Die Schlachtung

Mittels Leitsysteme werden sie in kleinen Gruppen (4-5 Schweine) der Schlachtung zugeführt. Alles geschieht ruhig und gefühlvoll. Die Schweine lassen sich ohne Widerstand leiten. In einer offenen Box, dem Backloadersystem, stehen sie vor einem großen Eingang – innen ist es dunkel. Von hinten bewegt sich ein großer Schieber behutsam auf die Schweine zu, um sie in den dunklen Raum zu geleiten. Mit dem Schieber und den Schweinen voran, schließt sich dieser Raum für ein paar Minuten. Dahinter erkenne ich, wie die betäubten Schweine fixiert werden und sie durch einen schnellen Kehlschnitt zum Produkt als solches werden. Alles geschieht ruhig und völlig gelassen. Kein Quietschen, keine Panik und kein Gedrängel gehen diesem letztendlichen Schritt voraus.

Damit habe ich nicht gerechnet. Ich habe mich schon seelisch auf Tumult vorbereitet. Auch der Kehlschnitt selbst verläuft durch eine Absauganlage völlig unblutig. Dem ausgeklügelten System ist es zu verdanken, dass alle Schweine diesen Prozess zu 100% nicht überleben. Man hört und liest ja so einiges darüber… ich will es jetzt auch gar nicht ausmalen.

Kein Stress, zu keinem Zeitpunkt

Fakt ist, die Schweine geraten in keinem Moment unter Stress und sie verspüren keinerlei Angst. Und es garantiert das einwandfreie Endprodukt, nämlich wohlschmeckendes Fleisch und hervorragende Qualität unter Einhaltung des Tierwohles.

Na also, geht doch!

Nun gilt es für uns, die letzten Schritte zu planen. Wir halten euch darüber auf dem Laufenden.

In der Zeit, in der wir nicht unterwegs sind und quasi Pause haben, erledigen wir all die Aufgaben, für die wir in der Saison nicht die Zeit und Ruhe haben.

Auch in dieser Woche ist es spannend, denn wir besuchen Gabriele Mörixmann und ihre Schweine. Aufmerksam auf sie sind wir dadurch geworden, dass sie das Tierwohl der Schweine  bei der eigenen Haltung in den Mittelpunkt setzt.

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Aktivstall

Vorbildlich hält sie nämlich ihre Schweine im Aktivstall. Und wie das geht, davon erzähle ich euch jetzt.

Mit der Aktivstall-Haltung grenzt sich Frau Mörixmann ganz klar von konventionellen Schweinemastbetrieben ab.

Es ist beeindruckend, was wir zu Gesicht bekommen! In einem Teil des Außenbereiches sehen wir schon die Schweine herumtollen, als wir ankommen.

Doch, um die Stallungen zu betreten, müssen wir zunächst unsere Schutzanzüge anziehen. Damit wird vermieden, Krankheitserreger in die Ställe einzuschleppen.

Die Schweine von Frau Mörixmann haben es, im Vergleich zur konventionellen Tierhaltung, echt gut. Die Tiere können zwischen verschiedenen Stallbereichen und den Außenbereichen frei wählen. Der Bandbreite von unterschiedlichen Angeboten ist zu verdanken, dass es ihren Schweinen nicht langweilig wird. Neben dem Fressbereich mit Raufutterangebot, gibt es die Bereiche mit Lecksteinen und Beckentränken, das sogenannte Bällebad sowie Duschen und viel Stroh um herumzutoben, zu wühlen und zu liegen. Allerlei Spielzeug runden das vielfältige Angebot der Schweine ab. Die Stallbereiche sind hell und sauber und in den dunkleren Bereichen, können sich die Schweine, ungestört ausruhen.

Schweine riechen angenehm

Ich bin schon durch so manchen Schweinestall gegangen – der Gestank war durchweg abartig, sodass ich immer schnell zugesehen habe, da raus zu kommen!

Bei Gabriele Mörixmann hingegen riecht es sehr angenehm nach Schwein. Wir können  in Ruhe durch die einzelnen Ställe schlendern, um uns die Behausung der Schweine anzuschauen. Da ist kein Schwein kotverschmiert oder unsauber, das könnt ihr mir glauben!

Witzig ist auch, dass ich schon lange nicht mehr herumtobende Schweine gesehen habe…

So verweile ich lange im großen Strohbereich, um sie bei ihrer Ausgelassenheit zu beobachten. Die können mächtig Gas geben 😉 das wird mir in diesem Moment bewusst. Neugierig laufen sie zu uns und schauen uns an. Von Frau Mörixmann holen sie sich ihre notwendige Streicheleinheiten ab, um im nächsten Moment wieder zu den anderen herumtollenden Schweinen zurück zu sausen.

In diesem Clip könnte ihr ihnen selbst beim Spielen zusehen.

Tierwohl

Gabriele Mörixmann liegt in allererster Linie das Tierwohl ihrer Schweine am Herzen. Hinzu kommt die Transparenz ihrer Arbeit. Jeder kann ihre Schweine besuchen und sich anschauen, wie sie gehalten werden. Geduldig beantwortet sie alle Fragen rund um das Thema Schwein. Wer mehr darüber erfahren möchte, schaut sich am besten ihren Internetauftritt an oder besucht sie doch mal auf Facebook.

Warum wir Frau Mörixmann besucht haben?

Für uns ist der Mittelweg, zwischen konventioneller Haltung und Biohaltung, genau der richtige Schritt, um dem Tier gerecht zu bleiben. Außerdem ist das Fleisch qualitativ hochwertig. Zudem halten wir unsere „Sau vom Spieß“ in einem preislichen Rahmen, der hierbei nicht ins uferloser geht. Mit reinen Bioschweinen würde uns das nicht gelingen! Damit würden sich die Kosten einer Portion „Sau vom Spieß“ im Bereich von guten 9 Euro bewegen. Das bezahlt kein Festivalbesucher und schlussendlich können wir einen so hohen Preis keinem Gast zumuten.

Wir forcieren ganz klar das Tierwohl, um die Gewissheit zu haben, dass es den Schweinen wenigstens in ihrem kurzen Leben gut geht. Aber auch, um die sehr gute Fleischqualität für unsere Gäste zu gewährleisten.

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Viele bleiben zunächst Fleischesser

Ja, ich höre euch schon schreien… das arme Tier – es wird nur als Produkt gesehen. Ich bin selbst 15 Jahre lang Vegetarier gewesen, ich weiß, wovon ich spreche. Auch mir gehen bis heute die grausamen Haltungsbedingungen gegen den Strich, wenn ich an Massentierhaltung denke. Und ich habe Schweine auf dem Transportweg zum Schlachter schon weinen sehen…

Und genau aus diesem Grund handeln wir anders!

Fakt ist, viele Menschen essen Fleisch und wollen nicht zum Vegetarier oder Veganer werden. Da könnt ihr auf die Palme gehen, wie ihr wollt. Erstens bringt das kontraproduktive Gezeter nichts, es stößt nur ab und überzeugt Niemanden vom Gegenteil. Und zweitens, würde das auch nicht über Nacht passieren – es wird daher noch viele Jahre der Überzeugung benötigen, bis ein wirkliches Umdenken stattfinden wird.

Aber was unternehmen wir das dahin? Na- eine Lösung parat? Ignorieren, weiter herumzetern ohne Sinn und Verstand? Oder eine Lösung finden, um beiden gerecht zu werden. Nämlich dem Verbraucher, der es liebt, das Fleisch zu genießen und dem Tier, das sich wenigstens bis zu seinem Tod wohl fühlen möchte.

Das Tierwohl der Schweine steht daher in unserem Fokus. Wir wollen dem Lebewesen Schwein so gerecht werden, wie es geht. Das Tier soll artgerecht leben dürfen! Und dazu braucht es gutes Futter, Abwechslung und Auslauf und eine Frau Mörixmann 😉

Kein Fleisch aus dem Supermarkt

Kurze Transportwege garantieren, das Schweine keine Angst haben müssen und jeglicher Stress erst gar nicht entsteht. Übrigens, wenn wir an das Endprodukt denken, ist anzumerken, dass Stressfleisch von minderer Qualität ist und überhaupt nicht schmeckt! Deshalb verzichten wir im privaten Bereich auch auf Billigfleisch aus dem Supermarkt. Bei den Preisen kann man sich lebhaft vorstellen, wo die Schweine herkommen. Da weiß ich im Ansatz, das dem Tierwohl überhaupt nicht entsprochen wird und auch der Schlachtprozess entsprechend ist.

Und ja, irgendwann steht die Sau in der Schlachterei, um geschlachtet zu werden. Viele wollen sich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr unbedingt damit auseinander setzen. Ihnen reicht das Endprodukt und das ist gut so. Denn wir als sau-saugut verlassen unsere Komfortzone, indem wir vorweg die Verantwortung für alles, was im Hintergrund läuft, übernehmen.

Der Schlachthof muss ebenfalls stimmen

Das heißt auch, dass der Schlachtbetrieb gut arbeitet und der Schlachtvorgang sauber und human vollzogen wird. Es gibt genügend Schlachtbetriebe, die im Akkord schlachten und zerlegen. Um als Arbeitnehmer genügend Geld zu verdienen, muss man so viel wie möglich verarbeiten. Was durch Unachtsamkeit und Oberflächlichkeit dabei passieren kann, muss ich nicht weiter erklären, oder?

In unserem Fall arbeiten wir seit Anbeginn mit einer sehr kleinen Schlachterei zusammen, die nur wenige Schweine in der Woche schlachten. Die Schlachterei arbeitet nicht im Akkord. Es arbeiten nur Festangestellte im Betrieb, die einen vernünftigen Lohn erhalten. Ich will den Prozess der Schlachtung jetzt nicht unnötig erörtern. Wichtig ist, dass auch in der Schlachterei das Tierwohl an höchster Stelle steht und das tut es in unserem Fall.

Morgen werden wir uns einen weiteren Schlachtbetrieb in Norddeutschland anschauen. Dieser arbeitet eng mit Frau Mörixmann zusammen. Er entspricht ebenfalls unseren Vorstellungen Tierwohl. Danach treffen wir unsere Entscheidung. Diese hängt , neben der preislichen Vorstellungen, maßgeblich davon ab, dass die Kette vom Hof über Haltung bis zur Schlachtung stimmig ist. Wir werden darüber berichten.

Fortsetzung folgt…

 

 

 

Grün fing es an… als wir uns auf dem Weg in den Harz befinden, ist es überall grün und weit und breit ist kein Schnee zu sehen. Erst als wir tiefer in den Harz eindringen… mit anderen Worten, wir höher kommen, fällt die Temperatur um 6 Grad und alles ist etwas angezuckert – etwas Schnee ist zu erkennen.

Als wir in Sankt Andreasberg ankommen, werden wir schon von Urs  (der eine mobile Bäckerei auf der Veranstaltung betreibt – übrigens mit super leckeren Köstlichkeiten) empfangen und sogleich eingewiesen. Der Aufbau geht uns gut von der Hand, bevor es dunkel ist, sind wir fertig.

Am nächsten Tag zeigt sich die Landschaft von ihrer weißen Seite – über Nacht hat es geschneit. Wir bereiten alles vor und gegen Mittag stehen die ersten Gäste vor unserem Stand… Bis 21 Uhr haben wir geöffnet und der erste Tag liegt hinter uns. Inzwischen ist reichlich Schnee gefallen und die Landschaft sieht völlig verändert aus.

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Udo, der das Winterfest mit organisiert, warnt uns für das nächste Jahr schon vor. In diesem Jahr würde nicht viel Schnee fallen, aber das kann auch ganz anders sein. Dann würden stündlich 50 cm Schnee fallen… Uns wird klar, dass wir im nächsten Jahr zusätzlich mit unserem Allrad anfahren. Schließlich muss der Kühlanhänger sicher nach Hause gebracht werden.

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Als wir am Samstag an unseren Stand kommen, trauen wir unseren Augen nicht – es liegt inzwischen ganz schön viel Schnee (naja, für uns als Flachlandtiroler zumindest).

Die Rodelpiste ist gut besucht.

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Inzwischen sind auch die Motorräder mit Beiwagen (bestimmt 40 bis 50!!) eingetroffen – sie zelten!!  hinter dem Kurhaus. Man glaubt es kaum…

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Hammerhart die Jungs, die aus allen Herrgotts Ländern anfahren!

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„Tief“ verschneit geht es für uns ans Tagwerk „Sau vom Spieß“.

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Ein wenig Herumalbern darf nicht fehlen. Es schneit die ganze Zeit durch.

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Wir haben gut zu tun und schaffe es nicht, den Umzug, der von der Stadt bis zum Kurhaus zieht, zu sehen. Im nächsten Jahr nehme ich mir vor, das mal mit ein paar Fotos  festzuhalten.

Wir schließen den Samstag erfolgreich ab. Wir leihen uns von Rodlern kurzerhand einen Schlitten und sausen, zum gebührenden Abschluss des Tages, erst einmal die Piste herunter. DAS hat GAUDI gemacht!! 🙂

Sonntags lassen wir es ruhig angehen, gegen 16 Uhr ist das Winterfest Sankt Andreasberg zu Ende und wir räumen schon einmal zusammen. Am nächsten Tag bauen wir unseren Stand ab, bleiben kurz mit dem LKW stecken, aber schaffen es dann doch noch sicher auf die geräumte Strasse und fahren mit einem sehr guten Gefühl und schönen Eindrücken nach Hause.

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Es war richtig toll und wir kommen ganz sicher im nächsten Jahr wieder, wenn es wieder heißt „Winterfest Sankt Andreasberg 2019“. Aber dann werden wir noch ein paar Tage dranhängen. Denn wir wollen die wunderschöne Gegend erkunden, ein wenig wandern gehen und Langlaufski fahren.

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Hoffentlich habe ich bis dahin mehr Kondition. Die Wege in Sank Andreasberg sind steil und man muss ganz schön hochkraxeln.

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Da unten, den Berg runter, befand sich unsere Tango-Pension. Übrigens sehr zu empfehlen. Sehr sauber, ruhig und das Betreiber-Ehepaar war wirklich sehr zuvorkommend und freundlich. Das Frühstück war ebenfalls klasse und vielfältig.

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Auf Wiedersehen und herzlichen Dank für die tolle Gastfreundschaft in Sankt Andreasberg!