An diesem Wochenende sind wir wieder doppelt unterwegs. Arnt und ich sind beim Festival Fantasia im Elbauenpark, Magdeburg, erstmalig mit unserem neuen Stand, vertreten. Und unsere Mitarbeiter sind auf einer Mittelalterveranstaltung in Rheine – gottlob, wie es sich recht schnell herausstellt!

Vorweg macht der Veranstalter aus Magdeburg ein Superhype aus der bevorstehenden Veranstaltung… es solle sich jeder farblich der Veranstaltung anpassen, Kühlanhänger müssen abgedeckt werden, am Besten gemäß der farblichen Abstimmung in grün und lila. Auch die marketingstrategischen Maßnahmen der Veranstalter sind im Vorfeld aufwändig und kostspielig. Der Informationsfluss ist fabelhaft. Wir haben letztendlich bestimmt 30 DIN-A-4-Seiten, gefüllt mit allen möglichen Informationen, auf dem Tisch liegen… nach den wesentlichen Infos, wie Anfahrt, Aufbau, Abbau, Öffnungszeiten usw. höre ich auf zu lesen, weil mir einfach die Zeit dazu fehlt. So bereiten wir uns zumindest mental auf ein tolles und umsatzreiches Wochenende mit vielen Besuchern vor.

Gottlob sind es nur zwei Tage – das Trauerspiel beginnt schon für viele Besucher vor den Toren des Geländes. Anderthalb Kilometer mit aufwändigen Kostümen benötigen sie, um zur Veranstaltung selbst zu kommen. Fotografen werden nur zugelassen, wenn sie zusätzlich zum Eintrittsgeld noch € 35,- auf den Tisch legen. Viele Fotografen drehen daher gleich an der Kasse wieder ab. So eine Veranstaltung lebt ausschließlich von Kostümträgern und Fotografen. Was man sich bei dieser Regel gedacht hat, kann ich daher nicht nachvollziehen.

Uns erreichen die ersten Meldungen schon ein paar Stunden später. Miri, die uns hilft und selbst aus der Szene Cosplay stammt, berichtet von ihren Freundinnen, die auf der Veranstaltung waren und völlig enttäuscht wieder abgezogen sind. Man muss als Besucher ein riesiges Gelände abgehen, um alles zu sehen. Für viele wurde dieser Umstand schon allein zur Tortur.

Am Anfang munkelte man davon, dass das Festival Fantasia in Richtung ELFIA gehen würde. Aber dem ist leider überhaupt nicht so! Allenfalls ist das Festival ein Mittelaltermarkt auf einem viel zu großen Gelände. Es kommt daher das gesamte Wochenende keinerlei Atmosphäre auf. In der Szene geht es wie ein Lauffeuer herum, nicht zur Veranstaltung zu kommen, weil es sich nicht lohnen würde. Miri bekommt die beiden Tage zig Meldungen auf ihr Handy geschickt.

Die Veranstaltungsflächen sind teilweise grauenvoll. Sogar auf einem Handballplatz werden Stände platziert. Auf einem anderen verwaisten Teil stehen Autos herum, die nun überhaupt nichts mit Fantasia zu tun haben und gar nicht ins Bild passen.

Einige Stände sind wirklich schön dekoriert und aufwändig gemacht… leider ist der Umstand nur bei vereinzelten Ständen vorhanden.

Die Bühne bleibt das gesamte Wochenende verwaist. Das Tagesprogramm im nervigen Singsanggedöns lädt auch nicht dazu ein – eher legt man sich dafür auf die Wiese und macht die Auge zu, um zu dösen. Und die Band am Abend, die mal ein wenig mehr powert, kann es dann auch nicht mehr retten.

Wir stehen neben der Bühne

Auch für uns lohnt es sich nicht. Aus einem 1-A-Standplatz wird ein Standplatz, weit ab vom Schuss. Nur wenige Besucher haben Lust, den weiten Weg über die Wiese anzutreten, um uns zu besuchen. Zumal wir in dieser Ecke mit drei einsamen Ständen stehen…

Vom Lauf, also Weg, fotografiert

Und Gott lob regnet es nicht so viel – sonst würden wir noch zusätzlich im Schlamm versinken und dann geht da keiner mehr über die Wiese. Wir stehen ausgerechnet am Kinderspielplatz. Zwischen verwaister Bühne und Kindergeschrei. Unser Produkt passt überhaupt nicht dazu, der Whiskystand neben uns noch weniger… Hier würde ich allenfalls eine Wurstbude hinstellen – das mögen Kinder immer. Daher macht Tobi vom Bratwerk, der einzige Wurststand gegenüber von uns, am Lauf gelegen, auch guten Umsatz. Alle anderen, auch die am Lauf stehen, drehen weitgehend Däumchen.

Wir halten uns an dem Wochenende penibel an die Dekorationswünsche des Veranstalters
Leider hat sich der ganze Aufriss nicht gelohnt

In Rheine, beim mittelalterlichen Salinenfest im Salinenpark, hingegen tobt der Mopp. Unsere Jungs haben alle Hände voll zu tun.

Direkt an der Saline stehen wir beim mittelalterlichen Salinenfest in Rheine

Und Rheine ist vom Gelände unschlagbar und wunderschön!

Wunderschön, der Salinenpark in Rheine
Salinenpark, Rheine
Salinenpark, Rheine

Das mittelalterliche Salinenfest in Rheine ist für uns an diesem Wochenende definitiv erfolgreich. Herzlichen Dank an alle Gäste und Besucher. Vielen Dank an den Veranstalter – tolle Organisation!

Für uns in Magdeburg steht fest, wir werden auch keinen zweiten Versuch starten. Das ist eine reine Kinderveranstaltung mit zig Kinderschminkbuden, die sich für uns und mit unserem Aufwand überhaupt nicht lohnt.

Und eins wird schnell in Magdeburg klar. Taxis scheint es nicht mehr zu geben. Schon gar nicht zu fortgeschrittener Stunde. Die Besucher haben daher echte Probleme, wegzukommen. Einen Shuttle-Service wird nicht angeboten und Bus und Bahn fahren nicht direkt in die Stadt, sie müssen sogar Umwege fahren, weil vieles durch Baustellen gesperrt ist. Keiner kann eine Auskunft geben, wie man vom Veranstaltungsgelände weg kommt. Mit Kostümen wird das daher zum einzigen Horror-Szenario. Auch wir laufen nach Veranstaltungsende 4,5 km, um in unsere Ferienwohnung zu kommen. Die Magdeburger selbst erzählen uns reihenweise, wie chaotisch die Taxisituation ist. Sie würden sich schon nicht mehr trauen, irgendwas zu trinken, denn man muss immer befürchten, kein Taxi zu bekommen.

Und wer mal in Magdeburg ist, bemüht euch gar nicht darum, ein Taxi bei der Taxigenossenschaft Magdeburg zu bekommen. Die sind so etwas von unfreundlich, überfordert und begriffsstutzig – es hagelt daher auch nur so negative Bewertungen.

Tja, das war’s wohl. Wir wünschen den Veranstaltern, die sich übrigens auf der Veranstaltung nicht bei uns vorgestellt haben, das Beste. Leider werden wir jedoch nicht mehr mit dabei sein.

Wenigstens war ein schöner Walking Act vertreten. Beim letzten Mal habe ich sie beim MPS gesehen.
Das Element dreht sich verzahnt in alle Himmelsrichtungen. Ich glaube, so etwas ähnliches ist auch bei unserem Stand fällig. 😉

Heute müssen wir mal eine Neuigkeit loswerden. Wir sind stolz, euch unseren neuen Verkaufsstand vorzustellen!

Das dürfte für viele Fantasy Festivals durchaus interessant werden.

Wir identifizieren uns mit unserem neuen Stand mit Jules Verne-, Halloween,- Industrial-, Gothic-, Fantasie- und Steampunkveranstaltungen. Daher ist es uns ein großes Anliegen, dem Thema gemäß aufgestellt zu sein.

Wir wollen nicht nur unser Produkt verkaufen, sonder wir wollen ganz dabei sein!

Und dies ist uns mit unserem neuen Verkaufsstand nun deutlich gelungen! Damit setzen wir ein Zeichen, denn mit viel Liebe und Hingabe kann man auch als Versorger ein richtiger Hingucker sein.

 Auf den Bildern ist unser Steampunkstand aktuell dem Thema Phantasie angepasst. Je nach Veranstaltung werden ähnliche Elemente verwendet, und wir haben auch noch eine Menge anderer Elemente mit im Gepäck.

Unseren gemeinsamen Besuchern wollen wir ja schließlich einen visuellen Mehrwert neben dem Genuss bieten. 

Der Stand wurde übrigens von uns selbst erbaut. Seit März bauen wir daran herum. Der Zuschnitt, das Holz für den Stand sowie die komplette Konstruktion hat mein Mann übernommen. 

Ich war für die farbliche Gestaltung und sämtlicher künstlerischen Elemente verantwortlich.

Ich konnte mit dem Standbau wieder zu meinen künstlerischen Fähigkeiten zurückfinden. Die schlummerten nunmehr 16 Jahre… wir hatten viel um die Ohren und all das Negative hat das alles für mich zum Erliegen gebracht. 

Ausgehend von dem Ergebnis können Sie sich/ ihr euch redlich vorstellen, wie viel Gehirnschmalz, neben der körperlichen Anstrengung, dafür verbraucht wurden.

Das Dach haben wir uns von einem Planenhersteller erstellen lassen – nach dem vierten Anlauf hat es dann auch gepasst 😉

Um so mehr freuen wir uns heute über das Endergebnis und wir sind stolz darauf, dass uns dieses Meisterwerk so gelungen ist. 

Wir hatten eine Vision und die haben wir konsequent umgesetzt. Das ist nun das Ergebnis 😊. Wir freuen uns riesig! 

Heute möchten wir euch vom Krämerbrückenfest in Erfurt berichten. Was für ein Kracher! Seit 1975 wird das Krämerbrückenfest in Erfurt in der gesamten Stadt von Erfurt veranstaltet und zählt zu den größten Altstadtfesten in Thüringen. Benannt wurde es nach der Krämerbücke, einer Hauptsehenswürdigkeiten Erfurts. Früher war die Krämerbrücke der Haupthandelsplatz von Erfurt, er verläuft auf einer Brücke, die über dem Fluss Gera errichtet wurde.

Auch außerhalb des Krämerbrückenfestes müsst ihr der Stadt Erfurt unbedingte einmal euren Besuch abstatten. Die Stadt ist ein echter Hingucker mit Tradition, Geschichte und vielen Sehenswürdigkeiten. Martin Luther studierte einst in Erfurt und der Erfurter Dom ist einfach nur von grandioser monumentaler Gestalt! Es gibt so viel von diesem wundervollen Erfurt zu berichten, es würde hier den Rahmen sprengen, von allem zu berichten. Schaut doch einfach einmal vorbei.

Rund um die Krämerbrücke verläuft der Mittelaltermarkt. Vor zwei Jahren noch wurde der Mittelaltermarkt von einem Subunternehmer ausgerichtet, der sich auf Mittelaltermärkte spezialisiert hat. Inzwischen hat die Kurdirektion und Stadtverwaltung diesen Part übernommen. Und was sollen wir euch sagen, es ist so etwas von angenehm! Jetzt hat der Mittelalterteil ein ausgewogenes Verhältnis von Ständen und Versorgen bekommen.

Reinhard Preuß hat uns sogar ein Bild per E-Mail zukommen lassen. DANKESCHÖN! Er schaffte es tatsächlich, alle vier Schweine, die sich munter über dem Feuer drehten, zu fotografieren.

Bildrechte: Reinhard Preuß, Erfurt

Einst noch waren die Besucher extrem reizüberflutet, denn es wurde ein Stand an den anderen gequetscht, sodass man als Besucher mehr als Mühe hatte, durchzukommen. Richtig schauen oder genießen konnte man gar nicht.

Das Bild des Mittelaltermarktes hat sich gewaltig zu seinem Vorteil entwickelt. Die Zeichen stehen nicht mehr auf Masse sondern viel mehr auf Qualität und ausgesuchten Produkten! Auch wir als Versorger genießen einen wunderbaren Zuspruch. Die Gäste und Besucher sind viel zufriedenen und entspannter, als noch vor zwei Jahren.

Auch die Organisation ist perfekt. Wir haben immer einen Ansprechpartner, wenn wir Fragen haben – egal ob davor, mitten drin oder auch danach. Auch der Strom und das Wasser stehen durchgehend und sicher zur Verfügung. Unsere Stände werden nachts von der Security bewacht, schon zum Aufbau sind sie da und sie bleibe, bis alles abgebaut ist. Vielen Dank an die Security! Daher geht unser herzlicher Dank an die Kurdirektion und Stadtverwaltung für ihre hervorragende Organisation!

Und ein riesiges Dankeschön für den immensen Zuspruch unserer Gäste! Wir freuen uns auf Ihren/euren Besuch im nächsten Jahr ❤️

Wie soll es anders sein, neben dem Mittealterspektakulum zu Münzenberg sind wir zudem auf dem Deutschen Mühlentag mit einem besonderen Spektakel im Jubiläumsjahr in Bad Zwischenahn vertreten.

Das ist eine anstrengende Angelegenheit für uns, denn zum Aufbau und für den ersten Tag fährt Arnt mit LKW und Kühlanhänger nach Münzenberg. Samstag Nacht, um 2 Uhr steht er wieder zu Hause auf der Matte. Am Sonntag müssen wir nämlich an der Rügenwalder Mühle aufbauen. Ne wir sind nicht wahnsinnig, wir fühlen uns nur verpflichtet, wenn man uns schon so lieb bittet. 😉

Dieses Mal präsentiert sich der Mühlentag von seiner besonderen Seite, denn wir feiern 100 Jahre Bad Zwischenahn. Besucher haben die Gelegenheit, die funktionsfähige Mühle zu besichtigen. Dazu gibt es Live-Musik, ein großes Kinderprogramm und zusätzlich noch ein Hobby- und Handwerkermarkt.

Um acht Uhr stehen wir daher auf dem Gelände der Rügenwalder Mühle. Nach drei Stunden steht alles.

Gottlob nutzen wir den restlichen Sonntag, um uns zu regenerieren. Denn Pfingstmontag, als ob wir das schon geahnt hätten, verläuft spannend. Hörbi, der DJ, steht schon um halb neun mit dem ersten Bier vor uns. 😌 Oh Gott, das kann ja heiter werden.

Um zehn Uhr steht alles bereit, die Strohschweine drehen sich munter am Feuer und unsere Unterstützung ist pünktlich zur Stelle. Danke an Fabian und Bianka, das habt ihr wie echte Profis gerockt! 😘

Die Zeit vergeht im Flug – um 11 Uhr ist der Platz, rund um die Rügenwalder Mühle, gerappelt voll. Zum Bilder machen komme ich nicht, wir haben genügend zu tun.

Neben Sau vom Spieß, Steaks, Rosmarinkartoffeln und Rostbratwürsten ist die kulinarische Seite mit einem großen Kuchenbuffet, vegetarischen Produkten der Rügenwalder Mühle und frisch gebackenes Mühlenbrot absolut nicht zu kurz gekommen.

Henning, unser Metzger und unser Fürsprecher, der uns diese Veranstaltung ermöglicht hat, kommt uns immer mal wieder besuchen. Auch das Crazy Roadhouse ist am Start. Tecki, du immer mit deinem Bier 😝.

Übrigens, der Deutsche Mühlentag findet alljährlich zum Pfingstmontag statt. An diesem Tag wird einem die Bedeutung des in Vergessenheit geratenen Handwerks der Müller bewusst gemacht. Alle noch gut erhaltenen Wind- und Wassermühlen in Deutschland öffnen am besagten Pfingstmontag ihre Tore, damit man als Besucher die Gelegenheit hat, einmal hinter die Kulissen zu schauen.

Gegenüber vom Gelände schaute „es“ zu 😉

Ein schöner Tag war es! Vielen Dank an alle Besucher, Freunde und Helferleins für diesen gelungenen Mühlentag in Bad Zwischenahn.

Ich brauche allerdings jetzt erst einmal für mehrere Tage ein Sauerstoffzelt… 🤣 um mich zu regenerieren.

Hinter uns liegen zwei anstrengende Veranstaltungen zum Pfingstwochenende. Zum einen sind wir beim Mittelalterspektakulum Münzenberg und gleichzeitig am Montag zum Mühlenfest in Bad Zwischenahn vertreten. Aber vom Mühlenfest gleich in meinem zweiten Artikel mehr. Jetzt geht es erst einmal um den Mittelaltermarkt Münzenberg.

Münzenberg liegt im hessischen Wetteraukreis. Im Mittelalter entstand Münzenberg als Siedlung um die Burg Münzenberg. Und heute ist die Burg, gelegen auf einem Höhenrücken, schon von weitem zu erkennen. Sie ist das Wahrzeichen der Region.

Die Freie Ritterschaft zu Münzenberg veranstaltet seit vielen Jahren das Mittelalterspektakulum Münzenberg. Das ist eine Gruppe von Menschen, die alle ein Hobby haben, nämlich das Mittelalter. Sie verstehen sich als Interessierte, die sich mit der Darstellung und Pflege mittelalterlichem Brauchtum beschäftigen. Mit den Einnahmen aus der Veranstaltung zu Pfingsten werden zudem humanitäre Projekte gefördert und für wohltätige Zwecke gespendet. Wir zollen daher unseren ganzen Respekt der Freie Ritterschaft zu Münzenberg!

Ein genial, lustiges Video zum Mittelalterspektakulum könnt ihr euch hier anschauen.

Man hat uns von Münzenberg schon viel erzählt. Dieser Mittelaltermarkt soll etwas ganz Besonderes sein, sagt man uns. Das wird oft erzählt und meist ist es dann für uns dann doch nicht so erfolgreich. Aber in diesem Fall können wir allen nur Recht geben. Es war einfach nur grandios! Das Wetter hat gestimmt, die Besucher waren gut gelaunt, das Team der Ritterschaft zu Münzenberg ist gut drauf und das Gelände sowie die vielen schönen Stände sind einfach bezaubernd.

Am Samstag ziehen noch ein paar dicke Wolken an uns vorbei, aber zu Pfingstsonntag und Pfingsmontag kann das Wetter gar nicht besser sein. Unsere Mitarbeiter müssen alles geben. Gottlob wohnt Werner unweit von Münzenberg entfernt, denn ihn müssen wir kurzfristig noch dazu holen, um nicht völlig ins Trudeln zu geraten. Wahnsinn!

Und natürlich kommen wir wieder, liebe Claudia, Bianca, Isa und lieber Sascha – das ist doch Ehrensache. 😊 Die Organisation hat nämlich wirklich an alles gedacht. Liebevoll wird dieses Fest jedes Jahr von der Freien Ritterschaft zu Münzenberg mit Herz und Verstand ausgerichtet und das merkt man deutlich.

Wir sind positiv überrascht vom Mittelaltermarkt Münzenberg. Es ist uns eine wahre Freude gewesen! Wir freuen uns daher sehr, im nächsten Jahr wieder mit vertreten zu sein.

Anstatt Hundeschlittenrennen mal Ziegenschlittenrennen 😉

Vielen Dank an unsere zahlreichen Gäste für euren Besuch! Und vielen, lieben Dank an die Freie Ritterschaft zu Münzenberg – es war supertoll bei euch – wir haben uns sehr wohl bei euch gefühlt!

Und gerade erreicht mich die Nachricht, dass Arnt mit dem LKW auf dem Gelände stecken geblieben ist. Er kommt nicht mehr vor oder zurück. 🤣Schnell kontaktiere ich Claudia Debus, Vorstand der Freien Ritterschaft Münzenberg e.V.. Vielleicht kann sie ja irgendwie einen Bauern organisieren, der uns da rauszieht.

Und schon ist jemand von der Organisation vor Ort – gerade erhalte ich die Meldung, dass es noch ein wenig dauern kann, bis der Bauer erreicht ist. Doch es ist schon toll, dass sofort jemand der Freien Ritterschaft zur Stelle ist. Dankeschön! 😊

Und auf geht’s. Wir werden rausgezogen und dann fahren wir weiter nach Erfurt, zum Krämerbrückenfest.

🤪 Es bleibt jedenfalls spannend bei uns.

Das ist eine mittelschwere Katastrophe für uns, jawohl! Ich verlange Schmerzensgeld und Entschädigung!

Und hatte ich schon geschrieben, warum wir uns gegen RaR entscheiden mussten? Weil wir noch mehr Standgeld bezahlt hätten, als in den gesamten Jahren zuvor. Und wisst ihr, was passiert, wenn frühzeitig abgebrochen wird… wegen Unwetter oder Bombendrohung? Wir bekommen keinen Cent davon zurück!

Als die schlimmen Unwetter über Rock am Ring hinweg gefegt sind, haben wir gute 18.000 Euro versenkt! Das tat nicht nur weh, wir haben viele Monate gebraucht, um das wieder aufzufangen.

Mit guten 12.000 Euro Standplatzgebühr sind wir einfach nicht mehr bereit, dieses Festival zu wagen. So sehr wir an Rock am Ring hängen und so sehr wir mit Herzblut dabei waren. Und ausgerechnet jetzt auch noch „Die Ärzte“ verpassen… ich könnte heulen😰.

Und in diesem verheulten Status erreicht mich nun aktuell die Nachricht von Sebastian… ob wir denn da seien, sie würden uns schon suchen. Ahhhhhhrggggggg! 😫

Ich erkläre Sebastian, warum wir nicht da sind und er schickt uns dazu dann folgende Antwort:

Das Bild sagt alles, oder nicht? Goldisch!!!!! Wie geil ist das denn? Das tut auch ein wenig gut, dass ihr uns vermisst! Ach das tut sogar sehr gut 😊 Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen – dann werdet ihr alle zu einer Portion Sau eingeladen, das verspreche ich euch hoch und heilig! 😘 Viel, viel Spaß wünschen wir euch – ich hoffe, dass ihr ohne Abbrechen oder sonstiges Rock am Ring genießen könnt. 😘🤘

Wir waren immer skeptisch, ob Street Food für uns überhaupt in Frage kommt. Wir benötigen schließlich einen bestimmten Umsatz, damit sich der Aufwand überhaupt für uns lohnt.

Anfang des Jahres schreibt mich Fabian von Hellfire Concerts mit seinen Food Days wieder an. Er schickt seit Jahren (seit 2016) immer wieder Mails an uns, wirbt um uns und schlägt interessante Street Food-Festivals vor. Bis dato habe ich diese Angebote immer verworfen, doch dieses Mal schaue ich genauer hin.

Seiner Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass wir letztendlich nun doch zuschlagen. Seine Hard Facts überzeugen mich in diesem Jahr einfach. Nicht zu viele Food-Trucks, immer mit Rahmenprogramm, Bühne, Dopplungen werden ausgeschlossen, Überdachungen und Sitzplätze werden gestellt und die Werbung ist groß angelegt. Da wir eh noch freie Kapazitäten haben, sage ich kurzerhand zu.

Mit den Food Days in Melsungen fängt unsere Kooperation an. Wir sind überrascht über den Zuspruch, den wir da schon im April bekommen. Darüber berichtete ich ja schon in meinem vorletzten Artikel.

Nidderau liegt uns zunächst schwer im Magen. Niedderau ist eine kleine Stadt, gelegen in Hessen, im südlichen Wetterau mit 20.000 Einwohnern. Kommen genügend Gäste? Wir können nicht einschätzen, was da auf uns zukommt. Eigentlich ist es schwer, sich vorzustellen, dass wir in Nidderau genügend Geld verdienen. Unsere Anreise ist weit, der Aufwand groß – bekommen wir das wieder rein?

Bildrechte: Angela Roesenberger, sau-saugut GbR

Doch Fabian hat auch mit Nidderau wieder Recht. Er besitzt offensichtlich ein Feingespür für derartige Veranstaltungen. Die Wetterverhältnisse sind recht gut, es ist warm und die Besucher lassen nicht lange auf sich warten. Sogar am Sonntag, trotz Regenschauer, erreichen wir Umsatz, den wir benötigen, um zufrieden zu sein.

Fabian und sein Team geben wieder alles. Es ist tatsächlich für alles gesorgt. Wir stellen immer mehr fest, dass große Veranstaltungen nicht unbedingt attraktiver sind, als kleinere. Die Besucher sind es scheinbar leid, sich durch Menschenmassen zu drängen. Kleine Feste sind einfach stressfreier – für uns, wie auch für die Besucher. Auch der Kundenkontakt wird dadurch wieder zum Erlebnis. Alles ist direkter, intensiver, übersichtlicher und es macht dadurch einfach noch mehr Spaß.

Bildrechte: Angela Roesenberger

Unser Produkt genießt wieder den Stellenwert, der für uns so wichtig ist und an dem wir immer festgehalten haben. Auf kleineren Veranstaltungen erkennt der Gast einfach, dass wir viel Wert auf Qualität legen. Und mit dem Schwerpunkt auf Essen, geht auch einher, dass der Gast noch intensiver um das Produkt bemüht ist.

Bildrechte: Angela Roesenberger

Klasse anstatt Masse!

Vielen Dank für den regen Zuspruch unserer Gäste in Nidderau! Wir freuen uns auf das nächste Jahr mit euch.

Bildrechte: Angela Roesenberger