Der aktuelle Wintereinbruch hat uns fest im Griff und sorgt für Bilder, die man in dieser Intensität in den letzten Jahren nicht mehr hatte. Während in der Vergangenheit die Winter bei uns im Norden oft durch „Schmuddelwetter“ geprägt waren, erleben wir momentan eine andauernde Wetterlage mit viel Schneefall und kalten Temperaturen.
Norddeutschland ist momentan durch eine Luftmassengrenze vom Süden Deutschlands mit milderen Temperaturen getrennt.
- Schneehöhen: In Teilen von Schleswig-Holstein wurden örtlich bis zu 50 cm Schnee gemessen – Werte, die für das Flachland absolut außergewöhnlich sind.
- Temperaturen: Im Nordosten herrscht strenger Dauerfrost mit Spitzenwerten von teils -10 bis -15 °C.
Das sieht alles toll aus und die Hundespaziergänge sind wunderschön. Wir betrachten das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Schnee hält uns momentan davon ab, unser Equipment auf Vordermann zu bringen. Der Verkaufswaggon und einige Verkaufsstände müssen neu gestrichen werden, auch die BBQ-Dampflok braucht einen neuen Anstrich. Bei den Temperaturen trocknet aber nichts, wir müssen daher geduldig warten, bis die Temperaturen steigen.
Wir nutzen daher unsere Zeit für die Büroarbeit. Die Erledigung der Buchhaltung, einschließlich der Nachkalkulation vergangener Veranstaltungen, steht im Fokus. Wir recherchieren und bewerben neue Veranstaltungen und bestehende Veranstaltungen werden für dieses Jahr neu angemeldet. Zu den Catering-Anfragen sind die Angebote bereits geschrieben, auch E-Mails bedürfen unserer Antwort. Neue Leitz-Ordner füllen wir gerade, um Ordnung zu halten und um uns einen verlässlichen Überblick zu garantieren. Quasi reges Büro-Treiben a la sau-saugut. Und a la future4web gesellen sich weitere Arbeiten hinzu, wie Blogs schreiben, Social-Media-Auftritte planen und verwirklichen, Bilder bearbeiten, Jahrespläne erstellen, Strategien entwickeln und Statistiken auswerten.
Ab und zu löse ich mich von der Arbeit, um aus meinem Fenster dem Treiben der Schneeflocken zuzuschauen.

Wusstet ihr eigentlich folgendes?
Drei Faktoren kommen in diesem Jahr auf eine Weise zusammen, die recht selten sind:
- Ein gestörter Polarwirbel: Laut Deutscher Wetter Dienst (DWD) kam es Anfang Januar zu einem „Plötzlichen Stratosphären-Erwärmungs-Ereignis“ (SSW). Dies hat den Polarwirbel instabil gemacht. Anstatt die kalte Luft in der Arktis gefangen zu halten, „schwappt“ sie nun wie eine ausgeschüttete Schüssel Wasser direkt nach Mitteleuropa.
- Die Luftmassengrenze: Wir erleben einen thermischen Kontrast. Während Hamburg bei -5 °C im Schnee versinkt, meldeten Stationen im Südwesten zeitweise fast frühlingshafte Temperaturen. Diese Reibung der Luftmassen sorgt für diese enormen Niederschlagsmengen.
- Der stramme Ostwind: Ein stabiles Hoch über Skandinavien (Hoch „Daniel“) pumpt in Kombination mit Tiefdruckgebieten über dem Atlantik die eiskalte Kontinentalluft mit hoher Windgeschwindigkeit direkt zu uns. Das führt zu den Schneeverwehungen, wie Anfang Januar, die intensiver sind als der Schneefall selbst.
Wir lassen uns mal überraschen, wie lange der Winter noch anhält. Sollte der Schneefall nicht aufhören, müssen wir unsere Dächer von Lager und Werkstatt beobachten und ggf. vom Schnee befreien. Denn je nach Höhe und Wasseranteil kann Schnee durchaus schwer werden.
Heute schneit es fast ununterbrochen bei uns. Ich freue mich schon auf unseren täglichen Hundespaziergang.
Nach getaner Arbeit treffen sich Arnt und ich abschließend zur alltäglichen Tee-Zeremonie in der Küche. Wir quatschen dabei über allerlei Kram und genießen dazu Tee mit einem Schuss Rum und Sahne sowie selbstgebackenen Kuchen.





Eigentlich ist das ganz schön. Auch wenn wir arbeiten … es ist einfach anders, als sonst. Wir gehen vieles um diese Jahreszeit entspannter an. Wir stehen nicht so unter Druck. Keiner muss irgendetwas packen und aufladen und niemand fährt hunderte von Kilometer zur nächsten Veranstaltung.
Wir brauchen diese Zeit am Jahresanfang, um unsere Akkus zu laden, denn die diesjährige Saison wird wieder hart und ereignisreich, das steht jetzt schon fest.































