Als uns der Zeitungsartikel von Freunden aus Konstanz vom Südkurier zukommt, müssen wir nur kurz schlucken. Wir müssen nicht wirklich fürchten, nicht mehr auf dem Weihnachtsmarkt Konstanz dabei sein zu können. Denn spätestens, wenn man sich mit uns einmal auseinander setzt, wird klar, das wir anders sind.

Quelle: Südkurier Nr. 8, Samstag, 11. Januar 2020, Autor: Benjamin Brumm

Kontroverse Diskussionen in den Medien zum Thema Nachhaltigkeit und Fleischessen nimmt man inzwischen unzählige wahr. Auch wir beschäftigen uns immer wieder damit.

Für den Weihnachtsmarkt in Konstanz stellt sich uns die Frage, ob wir mit unserem Produkt konkurrenzfähig bleiben können und ob wir weiterhin erwünscht sind.

Quelle: Südkurier Nr. 8, Samstag, 11. Januar 2020, Autor: Benjamin Brumm

Schauen wir uns den Artikel im Innenteil der Zeitung an. Darin heißt es, dass 50 Prozent des Essensangebotes in der Zukunft aus fleischlosen Gerichten bestehen soll. Die Einhaltung der Nachhaltigkeit wird damit begründet, dass vorrangig Produkte, die fair gehandelt, regional vermarktet und aus Bio-Anbau stammen, zugelassen werden sollen.

Da wir nach allen Seiten schauen, fällt mir gleich dazu ein Onlinebericht aus der „Welt+“ ein. Hier wird vom ersten veganen Weihnachtsmarkt der Welt gesprochen. Der Unterton dazu ist deutlich wahrnehmbar.

„Und obwohl der Andrang groß ist, hat hier jeder genug Platz..“ heißt es darin. „Auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt stehen die Menschen dicht… gedrängt. Ein paar Hundert Meter weiter bietet sich ein anderes Bild…“ so heißt es weiter.

Das sind für uns Indikatoren, die wir nicht ignorieren können. Dieses Pilotprojekt „Anis & Zauber“ ist zwar vorbildlich, aber man merkt auch deutlich, dass es dafür noch nicht genügend Anhänger gibt.

Daher fühlt sich das Konzept in Konstanz, für die Marktvergabe besser an.

Als Verbraucher wird man nicht fremdbestimmt, denn Fleischesser kommen weiterhin auf ihre Kosten. Nun liegt es wohl an uns, nämlich den Fleischständen, was wir zu bieten haben, um den Anforderungen der Stadt Konstanz zu entsprechen.

Unsere Gäste essen schon immer von kompostierbarem Geschirr

Was wir nie an die große Glocke gehängt haben, ist die Tatsache, dass wir in den ganzen Jahren Konstanzer Weihnachtsmarkt auf kompostierbares Einweggeschirr gesetzt haben. Bei uns hat der Umweltgedanke Nachhaltigkeit und ressourcenschonende Produkte also schon vor vielen Jahren Einzug gehalten. Wir arbeiten ausschließlich mit Palmblattgeschirr und Zuckerrohr-Besteck. Unser hochwertiges Palmblattgeschirr zum Beispiel, wird ohne Zusätze aus dem ganzen Blatt der Arecapalme hergestellt. Auch für das stabile Zuckerrohr Geschirr werden keine eigenen Anbauflächen benötigt, da es aus Bagasse, einem Nebenprodukt der Zuckerproduktion, hergestellt wird. Öko-Einweggeschirr wird ohne fossile Ressourcen wie Erdöl hergestellt. Der Hersteller trägt dafür Sorge, dass er Ihnen absolut hochwertiges, ökologisches Einweggeschirr ohne zusätzliche Beschichtungen und frei von Plastik liefert. Das Öko-Geschirr wird zumeist aus Neben- oder sogar Abfallprodukten hergestellt, die unter anderem verbrannt werden würden. Durch die Weiterverarbeitung zu Bio-Wegwerfgeschirr können so umweltfreundliche, natürliche Rohstoffe genutzt werden, um konventionelle, erdölhaltige Produkte zu ersetzen.

Bildquelle: Logo greenbox.de

Unser nachhaltiges und robustes Bio-Wegwerfgeschirr ist daher vollständig biologisch abbaubar!

Unser Beweggrund

Und bevor ich anfange, unser Produkt zu erklären, möchte ich mal vorweg unseren Beweggrund erklären, warum wir das tun, was wir tun. Wir haben unser Business nur aus einem einzigen Grund gegründet. Weil wir nämlich auf Veranstaltungen jeglicher Art, ständig viel Geld für schlechte Qualität ausgegeben haben und einfallsloses Essen vorfanden. Irgendwann wollten wir es einfach besser machen, weil wir wusste, wir können es besser.

Woher unsere Schweine kommen

Aber zurück zu unserem eigentlichen Produkt. Woher stammen denn nun unsere Schweine? Wir haben nie wirklich Werbung damit gemacht. Das in einem Schlagwort zu verarbeiten, ist uns bis dato echt schwer gefallen. Unser Produkt ist einfach erklärungsbedürftig und nicht nur mit einem Wort zu erklären.

Landschlachterei Hochtaunus

Unsere Schweine stammen für Konstanz ausschließlich aus einer Landschlachterei im Hochtaunus. Warum Hochtaunus? Wir arbeiten mit unserer Landschlachterei seit nunmehr 10 Jahren zusammen. Denn nur unserer langjährigen Geschäftsbeziehung haben wir die hervorragende Qualität des Fleisches zu verdanken.

Keine Massentierhaltung

Warum das so ist, versuchen wir nun einmal auf den Punkt zu bringen. Uns war es immer äußerst wichtig, Schweine zu verarbeiten, die nicht aus der Massentierhaltung stammen. Denn nur solche Schweine lassen sich bei uns auf dem Grill richtig weiter verarbeiten. Zudem möchten wir keine Schweine, die mit allen möglichen Medikamenten versorgt werden, die wir letztendlich mitessen müssen. Unsere Schweine sollen in der Aufzucht gut verpflegt sein, sich auch in Gefangenschaft wohlfühlen können und auch den letzten Schritt ohne Stress über sich ergehen lassen. Warum die Schlachtung ohne Stress erfolgen muss, wird im nächsten Satz klar. Durch Stress wird nämlich ein Stresshormon erzeugt, dass sich im Fleisch niederschlägt. Das sorgt beim Fleisch dafür, dass es zäh und minderwertig wird. Ganz zu schweigen von der Angst, was so ein Tier in diesem Moment erleiden muss.

Wir haben etliche Anbieter durch… jeder beteuerte, unseren Wünschen zu entsprechen. Keiner von Ihnen war verlässlich oder konnte unsere Vorgaben einhalten. Darunter waren wirkliche Windeier, die nur auf puren Profit aus waren.

Eigentlich haben wir es einem puren Zufall zu verdanken, unsere Landschlachterei im Hochtaunus gefunden zu haben. Wir waren auf der Suche nach einem Kühlanhänger, in der unsere Schweine hängend transportiert und gekühlt werden können. Auf dem Weg lernten wir unsere Landschlachterei kennen und sind ins Gespräch gekommen. Bis zu diesem Zeitpunkt war uns nämlich nicht klar, dass unseren Anforderungen sehr wohl entsprochen werden kann.

Was uns bei unserer Landschlachterei überzeugte

Wir waren sofort Feuer und Flamme, als unsere Landschlachterei davon erzählte, dass ihre Schweine:

  • ausschließlich von Klein- und Nebenerwerbsbauern aus dem Umkreis von maximal 60 km stammen,
  • die Transportwege dadurch sehr kurz gehalten werden können,
  • und das sie regelmäßig Kontakt mit ihren Bauern pflegen – sie oft vor Ort sind.
  • Sie 60 Schweine in der Woche schlachten würden (im Jahr sind das gerade mal 3.180 Schweine). Im Vergleich dazu einmal die Statistik Fleischatlas 2016, unterhalb des Absatzes für Großschlachthöfe!

Man spricht in Deutschland von einem kleinen Schlachthof, wenn die 1000 – 1500 Schweine am Tag schlachten. Spätestens dabei wird klar, bei unserer Landschlachterei handelt es sich tatsächlich um eine kleine Landschlachterei.

  • Schlussfolgernd bekommt unsere Landschlachterei ihre Kunden ausschließlich über Qualität, anstatt über Masse.
  • Zudem bekommen wir bei unsere Schlachterei alles aus einer Hand. Vom Kauf der Schweine, über Transport, Schlachtung und Verarbeitung.
  • Unsere Landschlachterei berichtet, dass zum Beispiel für die Schweine ein Ruheraum zur Verfügung steht, damit sie 24 Stunden zur Ruhe kommen können, bevor der letzte Schritt vollzogen wird. Der letztendliche Prozess geht mit allen möglichen Vorsichtsmaßnahmen vonstatten, kein Schwein leidet oder muss Angst haben und vor allem bekommt es davon nichts mit.
Quelle: Fleischatlas 2016. Lassen Sie sich mal diese Unmengen durch den Kopf gehen… mittlerweile ist die Schlagzahl noch einmal eine ganz andere geworden.

Ich muss gestehen, ich hatte mächtig Bammel, mir diesen Prozess anzuschauen zu müssen. Schließlich bin ich 15 Jahre Vegetarier gewesen und die Einhaltung von Tierwohl ist auch heute noch für mich ein wichtiges Thema. Um so überraschter war ich, als ich mir den Schlachtungsprozess anschaute. Natürlich tat es mir leid, aber seit dem Tag weiß ich, dass die Tiere keinerlei Stress haben und gar nicht mitbekommen, was im nächsten Moment mit ihnen geschieht. Keiner jagt da mit Stöcken oder Stromschlägen hinter Schweinen her, um sie zum Schlachtprozess zu treiben und nach dem Prozess hängen da auch keine Schweine halb lebend am Kettenzug. Alle Mitarbeiter gehen respektvoll und mit Gelassenheit und viel Ruhe mit den Tieren um. Ja, auch das muss man einfach mal schreiben… ich will es nicht, aber die Zeit ist reif dafür. Jeder reflektierende Fleischesser muss sich damit leider auseinander setzen, ob er will oder nicht.

Mit einer Schlachterei zusammen zu arbeiten, bedeutet, dass man im Höchstmaß darauf vertrauen muss, was hinter den Kulissen abläuft. Und egal, wann wir vor Ort waren, es war immer das gleiche Bild. Wir sind nicht nur einmal unangemeldet da gewesen. Das hat das Vertrauen unheimlich gestärkt. Aber auch die Tatsache, dass wir etliche Hintergrundinformationen von unserer Landschlachterei erhalten haben, ohne diese hätten wir auf bestimmte Dinge nie geachtet. Dazu kam die gleichbleibende, saubere, gewissenhafte Verarbeitung der Schweine. Das Endprodukt, die „Sau vom Spieß“, bestätigt uns tagtäglich, wie hervorragend unsere Fleischqualität ist.

Bildquelle: Angela Roesenberger, sau-saugut GbR. Aufladen an unserem Schlachthof

Das alles ist nicht selbstverständlich.

Das meiste Fleisch stammt leider immer noch aus der Massentierzucht und über die Haltungszustände haben wir bereits viel gelesen, siehe Schweinehochhaus etc., unbetäubte Kastration und vieles mehr. Bei den meisten weiterverarbeitenden Betrieben kann man nicht unangemeldet hinter die Kulisse schauen und auf Beteuerungen, dass alles vorschriftsmäßig verläuft, kann man gut und gerne verzichten. Wir tun es zumindest! Für uns gibt es nur einen Weg, nämlich darauf vertrauen zu können und das zu jedem Zeitpunkt. Auch darauf, dass die Schweine vorweg ein gutes Leben hatten. Wenn ich schon Fleisch essen will, dann bitte nur unter den Voraussetzungen!

Der Weihnachtsmarkt Konstanz ist vom Standort für uns strategisch und ökologisch sinnvoll. Denn wir beziehen unsere Schweine ausschließlich von unserer Landschlachterei aus dem Hochtaunus. Transportwege sollten ja so kurz wie möglich gehalten werden, schließlich fahren wir selbst hin und holen sie jede Woche für Konstanz dort ab. Wir zahlen eine Menge Geld für unsere Schweine, denn die Haltung kostet erheblich mehr, als bei der Massentierhaltung. Bei der Massentierhaltung werden die Schweine gemästet, damit sie schnell ihr Endgewicht erreichen. Bei unseren werden die Schweine länger gehalten, weil sie halt kein Mastfutter bekommen. Längere Haltung kostet mehr Geld. Jeder einzelne Cent mehr ist uns das allerdings wert!

Der Weihnachtsmarkt Konstanz ist deswegen so passend für uns, weil wir dort genügend Besucher vorfinden, die unser Produkt genießen wollen. Kleinere Veranstaltungen können wir nicht bestreiten, denn unsere hohen Vorlaufkosten müssen sich rechnen. Auch der Endverbraucher ist nicht gewillt, für „Sau vom Spieß“ unverhältnismäßig mehr zu bezahlen. Daher kalkulieren wir extrem knapp. Wir müssten normalerweise viel mehr für unser Produkt verlangen, doch das möchten wir unseren Gästen einfach nicht zumuten. Damit tragen wir ein hohes Risiko, denn wenn es nicht läuft, wegen Sturm der Weihnachtsmarkt geschlossen bleibt, dann wirft uns das mächtig zurück.

Ehrlicher kann Fleisch nicht sein

Für Manche mag das brachial aussehen, wenn sich die großen Sauen bei uns über dem Feuer drehen. Doch bei uns sehen die Verbraucher tatsächlich, was sie wenig später essen werden – bei uns entscheidet man sich bewusst und setzt sich damit auseinander. Dem Gast wird bei uns deutlich klar, dass er/sie Fleisch von einem Lebewesen verzehren wird. Ehrlicher kann man doch nicht sein, oder?

Wir verfolgen daher nur eins, Geschmack, Qualität und puren Genuss von einem Produkt, was nicht ehrlicher sein kann.

So muss Schwein vor vielen hundert Jahren am Lagerfeuer geschmeckt haben – halt unverfälscht, ohne irgend einen industriellen Firlefanz oder durch Überlagerung von Gewürzen. Nichts ist vorgegart, vorgekocht oder wird nachgegart. Auch Konvektomaten (Heißluftöfen) werden bei uns nicht eingesetzt.

Bildquelle: Angela Roesenberger, sau-saugut GbR.

Bei uns kann nichts beigemischt werden, wir verkaufen keine herkömmlich Bratwurst, die aus dem Großhandel stammt und mit Sicherheit nur minderer Qualität entspricht. Denn das Fleisch, machen wir uns da nichts vor, kommt ausschließlich aus Massentierhaltung und wird mit allen möglichen Zutaten verlängert, die eigentlich keiner essen will. Das es anders geht, das wissen wir. Wenn wir auf bestimmten Veranstaltungen zusätzlich mit Bratwurst unterwegs sind, dann beziehen wir diese nicht aus dem Großhandel, sondern ausschließlich von unserer Landmetzgerei Meyerjürgens. Und Henning arbeitet nach unseren Vorgaben. Auch da verfolgen wir konsequent unseren Weg.

Wir machen daher keinen megamäßigen Profit, wir sind ehrlich und konsequent. Unsere Kunden kommen ausschließlich aus dem Grund zu uns, weil wir Qualität bieten. Wir sind diszipliniert und hinterfragen uns ständig. Wir wollen keinen Massenfraß… wir verachten ihn sogar! Doch wir wollen uns auch nicht ständig erklären und entschuldigen, weil wir Fleisch verarbeiten. Wir sind ehrliche Socken, die einfach nur in die glücklichen und dankbaren Gesichter ihrer Kunden schauen wollen.

Wir haben vorab für unsere Kunden relevanten Fragen geklärt

Die Welt wird sich nie rein vegetarisch oder vegan ernähren, machen wir uns da nichts vor. Wer das denkt, ist auf dem Holzweg. Viel wichtiger ist es, dass wir uns auspendeln zwischen dem einen und anderen Extrem. Das dazu auch Extreme gelebt werden müssen, versteht sich von selbst. Daher ist es auch wichtig, dass es die fleischlose Bewegung gibt. Und es ist auch gut, wenn die fleischlose Bewegung durchaus Zuwachs bekommt. Das entlastet die Fleischindustrie respektive die Umwelt deutlich. Es ist wichtig, das wir als Verbraucher bewusst, human und ethisch handeln. Dass wir uns bewusst werden, woher unser Nutztiere stammen und unter welchen Haltungsbedingungen sie leben. Dass wir kein Fleisch oder Tiere weit über unsere Ozeane transportieren. Mal ganz davon abgesehen, gilt das auch für alle anderen Lebensmittel. Und wir sollten kritisch sein, welche Qualität wir letztendlich verspeisen. Das alles haben wir für unsere Kunden vorab geklärt, sodass sie sich in diesen Punkten sicher sein können. In der Zukunft muss das zur Verständlichkeit für jeden Metzger, jeder Fleischtheke, jedem Restaurant und jeder Gastronomie werden. Erst wenn mein Metzger mir als Verbraucher bestätigen kann, woher das Fleisch stammt usw., dann kann ich auch darauf vertrauen! Wir müssen dringend einen Mittelweg finden. Dazu gehört auch, dass wir unseren Fleischkonsum drastisch reduzieren und gewillt sind, für ein ausgesuchtes Stück Fleisch auch mehr zu bezahlen. Kein Mensch braucht jeden Tag Fleisch. Aber wir können Highlights setzen, wie den traditionellen Sonntagsbraten oder halt mal die „Sau vom Spieß“.

Wir haben mit unserem Konzept einen Mittelweg gefunden und sind wirklich stolz darauf. Das hat uns viele Nerven gekostet und uns so manche schlaflose Nacht und Enttäuschungen beschert. Aber wir sind mit dem, was daraus geworden ist, wirklich zufrieden.

Bildquelle: Angela Roesenberger, sau-saugut GbR

Unser Buchenholzfeuer

Ach… noch etwas, denn unser Gewerk ist ja wirklich komplex. Wir grillen unsere Schweine bekanntlich über Buchenholzfeuer. Auch dazu stehen wir zu 100 Prozent. Das sind zwar einige Raummeter, die wir zum Weihnachtsmarkt verbrennen. Aber ganz ehrlich, wollen Sie wirklich Grillkohle? Die meisten wissen, welche Unmengen Tropenwälder dazu abgeholzt werden müssen und unter welchen barbarischen Umständen das vollzogen wird. Daher lehnen wir das kategorisch ab! Wir setzen auch nicht auf Gas, das wäre viel, viel zu gefährlich für eine Veranstaltung wie Konstanz und wir erzielen mit Gas auch nicht den Brennwert, den wir benötigen.

Bildquelle: Angela Roesenberger, sau-saugut GbR.

Unser Buchenholz ist Astholz

Wir setzen daher seit Anbeginn auf heimisches Buchenholz, aber aufgepasst, Buchenholz ist nicht gleich Buchenholz. Auch hier verfolgen wir einen Weg, um nicht die sinnlose Abholzung von unseren Wäldern zu unterstützen. Unser Buchenholz ist kein Stammholz, sondern Astholz. Astholz ist ein Abfallprodukt, dass in der Möbelindustrie nicht weiterverarbeitet werden kann!

Unser Holz für Konstanz stammt übrigens aus der Umgebung, nämlich um die Ecke, aus Eigeltingen.

Rauchige Note

Und dem Fleisch tut Buchenholzfeuer sehr gut, denn nur dieser Rauch verleiht unserem Fleisch diese grandiose rauchige Note und es liefert uns zudem einen Heizwert, den wir mit nichts anderem realisieren könnten. Der Rauch beschränkt sich auf ein Minimum von dem, was wir ansonsten in die Luft jagen. Wir sind nicht 365 Tage im Jahr damit aktiv… bei uns beschränkt sich das auf einige Wochenenden im Jahr und halt auf den Weihnachtsmarkt in Konstanz. Es gibt nur wenige von uns, die das in der Form tun. Also an uns kann das Klima nun wirklich nicht scheitern.

Wir sind rund um die Uhr um alles Mögliche bemüht. Wir sind mit allem, was uns zur Verfügung steht, mit Verstand, Herz und Seele dabei. Warum? Weil wir uns bestätigt fühlen, weil wir damit ehrliches Geld verdienen können, weil wir damit zufrieden sind und weil wir damit einen erheblichen anderen Weg gehen, als die meisten herkömmliche Versorger und Gastronomen das momentan noch tun!

Außergewöhnlich und nicht Alltäglich

Wenn Fleisch, dann sollte es etwas sehr Außergewöhnliches sein. Nichts, dass man sich selbst in der Pfanne oder auf dem eigenen Grill herstellen kann, sondern etwas, was nicht alltäglich ist. Und das bieten wir unseren Gästen und all den Veranstaltern, mit denen wir zusammenarbeiten.

Veganer und Vegetarier kommen bei uns auf ihre Kosten

Im Übrigen bieten wir in Konstanz, von Anbeginn, vegane und vegetarische Gerichte an. Neben vegetarischem Rotkohl und Sauerkraut bieten wir unsere Tomatensalza mit Ofenkartoffel an, sie ist z.B. rein vegan. Und unsere Ofenkartoffel mit Kräuterrahm ist rein vegetarisch. Im letzten Jahr waren es 600 kg Kartoffeln, die wir verarbeitet haben 😉 Von Jahr zu Jahr steigt unser Absatz an Ofenkartoffeln. Wir leiden zwar erheblich an Platzmangel, aber wir versuchen alles Mögliche zu tun, sodass wir immer wieder noch neue Produkte dazu nehmen.

Bildquelle: Angela Roesenberger, sau-saugut GbR. Vegetarische Maronen-Suppe

Wenn alles klappt und davon gehen wir ganz stark aus, dann werden wir in diesem Jahr ein Weihnachtsgericht mit vegetarischer Bratensoße, Klößen und Beilage anbieten. Wahrscheinlich kommt auch eine indische, vegane Linsensuppe oder eine vegetarische Maronensuppe dazu. Denn bei uns soll sich schließlich jeder Gast wohlfühlen.

Bildquelle: Angela Roesenberger, sau-saugut GbR. Dafür ist es schon wert, jedes Jahr wieder nach Konstanz zu kommen ❤️

Ist dieser Ausblick nicht einfach nur grandios! Das erleben wir früh morgens, wenn wir alles für den Tag vorbereiten. Ja, wir sind immer sehr früh unterwegs, ab 7 Uhr beginnt für uns die Arbeit auf unserem Stand.

Wir freuen uns jetzt schon wieder darauf, Sie alle auf dem diesjährigen Konstanzer Weihnachtsmarkt begrüßen zu dürfen.

Bildquelle: Angela Roesenberger, sau-saugut GbR. Das Team der sau-saugut

…das wünschen wir unseren Besuchern, Gästen, Freunden und Familie! Mögen eure Wünsche und Vorsätze in Erfüllung gehen. Bleibt gesund und munter.

Endlich liegt unsere anstrengende Saison hinter uns. Als Belohnung geht’s am zweiten Weihnachtstag in’s Apicius. Bei unserem letzten Besuch machten wir bereits den 2. Weihnachtsfeiertag fest. Wir wollen, anstatt unsinnige Weihnachtsgeschenke, unsere Saison damit ausklingen lassen und wenigstens ein wenig Weihnachten genießen.

Um 12:15 Uhr legen wir ab und lassen uns vom Restaurantleiter und Sommelier Marco Scheper zu unserem Tisch begleiten. Beeindruckend finde ich, dass Herr Scheper uns gleich mit Namen begrüßt. So oft waren wir ja noch nicht da, doch er weiß gleich, wer wir sind. Wir müssen herzlich lachen, als Herr Scheper uns anstatt „frohe Weihnachten“, „frohe Ostern“ wünscht.

Wir nehmen Platz und nun ist der Moment da, indem wir beide komplett loslassen und uns vom erstklassigen Service des Apicius führen lassen. Unsere kulinarische Reise durch die wunderbaren Speisen von Tim Extra beginnt. Tim Extra ist seit 2014 als Koch und kreativer Kopf für das Restaurant tätig. Seine klassische Küche mit modernen Akzenten überrascht uns auch dieses Mal wieder. Tim Extra hat seinen Michelin Stern ganz und gar verdient!

Und der Service im Apicius ist einfach nur außergewöhnlich, zuvorkommend und professionell. Wir können nur jedem raten, einfach los zu lassen, denn es wird an alles gedacht und noch viel mehr. Unsere Wünsche werden uns nicht nur einmal von den Lippen abgelesen.

Wir können jedem empfehlen, die begleitende Weinreise hinzu zu nehmen, denn mit dem passenden „Tropfen“ liegt Marco Scheper immer richtig.

Mit unserem Aperitif wird uns der „Aperos“ kredenzt. Er besteht aus einem Waldorfsalat, warme Pilzpralinen, Zwischenahner Räucheraal Cannelloni und einer Hühnerhautwaffel & Nordseekrabben mit XO Creme.

Danach erreicht uns die „Kleine Brotzeit“. Das Foccacia mit Rucola und Kartoffeln ist immer wieder ein Genuss – wir mögen das sehr. Dazu wird gereicht: Tomatenfrischkäse & Butter Café de Paris, Steinpilzcrostinis, Wildleberwurst und Salami & Pancetta vom Eiden Schwein.

Wenig später erreicht uns der Gruß aus der Küche. „Amuse Gueule“, bestehend aus Forellentatar, Kaviar von der Forelle und vom Saibling, verziert mit kuspriger Forellenhaut und einem lauwarmen Sud aus geräucherter Forelle mit Dillöl.

Danach erfolgt eine grandiose „Gänseleber & alter Madaira“. Eine Mousse aus Gänseleber und Trüffel mit Madeira glasiert. Terrine mit Gänseleber und Madeiragelee, Apfelchutney mit Ingwer, Feigencreme mit Rotwein, Brioche und geröstete Haselnüsse. Leider ist kein Bild davon entstanden… man schaut herüber und ich finde es eigentlich schrecklich, alles zu fotografieren. Ich mache das hauptsächlich für unsere Vivian, die selbst Köchin ist und in einem Zwei-Sterne-Restaurant ihre Ausbildung genoßen hat.

Die Kreation „Schottischer Lachs“, die muss einfach fotografiert werden. Lachs mit Rote Beete und Gewürzen gebeizt, Praline aus Sauerrahm, Imperial Kaviar, gebackene Rote Beete, eingelegter Rettich, Radicchio, Sud aus Rote Beete, Sellerie und Dillöl. Ein Genuss, das kann ich Ihnen/euch bestätigen! 😋

Danach der Gang „Steinbutt & Büsumer Krabben“. In Butter gebratenes Filet, pochierte Austern, Nordseekrabben, geflämmter Lardo, Petersiliencreme, eingelegte Perlzwiebeln, Beurre Blanc mit Austernwasser, Petersilienöl, Sauerkraut, geschmolzener Kalbskopf, knusprige Kartoffelwürfel & salzige Kräuter. Famooooos! 😋

Arnt fürchtet es – das „Kalbsbries“! Das wird uns nämlich als nächsten Gang serviert. Gebratenes und glasiertes Kalbsbries mit Trüffeljus, gehobelter Wintertrüffel, Hollandaise aus brauner Butter, Topinambur als Creme, Chip und lauwarmer Salat. Und Arnt behält nicht Recht… es ist wunderbar!

Als nächstes genießen wir die Trilogie „Nantaiser Ente“ bestehend aus Peking Enten-Tee, Shiitake Pilzen, Lauch & Entenleber.
Enten Bun mit 5 Spice & confiertem Keulenfleisch…


und Brust an der Karkasse gegart, Entenjus mit asiatischen Aromen, glasierte Enoki, Sesamcreme & Canneloni aus Spitzkohl.

Das „Pre-Dessert“ besteht aus Rumfrüchte und Vanillecreme, Mandeln und Hefe. Ich habe es ein wenig aufgestochen, damit man das Verborgene unter dem Schaum etwas besser wahrnehmen kann.

Der „Waldspaziergang“ ist nicht nur ein kulinarisches Highlight, sondern eine ausgesprochene Augenweide und künstlerische Darstellung. Hier zu sehen, die Creme aus Milchschokolade und Haselnuss, Preiselbeergel, Walnusscreme, Ganache mit Steinpilzpulver und der Steinpilz aus weißer Schokolade und Steinpilz, Apfelchutney, Schokoladenstreusel. Eine Wucht, oder nicht!?

Zum „Waldspaziergang“ gehörte auch das Glas apart: Fichtensprossencreme, Apfelsorbet, Haselnuss-Schaum und…

der Teller pro Tisch mit Trüffel aus Wacholder und Zartbitterschokolade.

Danach geht es weiter mit „Käse vom Wagen“. Käseselektion vom Maître Affineur Waltmann aus Erlangen. Auswahl hausgebackener Brote und Brötchen, Weintrauben und Chutneys: Birne & Salbei/weißer Pfeffer, Grapefruit & Vadouvan, Pflaume & Zimt/Sternanis. Diesen Wagen fotografiere ich nicht, denn wenn überhaupt, versuche ich das im Verborgenen festzuhalten. Es schauen in diesem Moment einfach zu viele zu uns herüber.

„Petits fours vom Wagen“ – wundervoll angerichtet und präsentiert! Die meisten Gäste sind bereits gegangen, als wir uns unsere Petits fours aus all den Köstlichkeiten aussuchen dürfen:
Mango-Kokospraline, Salzkaramelpraline, Kakaotrüffel, Baileyspraline, Haselnussmakronen, Lebkuchen, Nougatpraline, Mutzen, Tiramisu im Blumentopf, Kipferl, Nusscupcakes, Zimtmarshmallows, Schaumküsse mit Cassis, Eis im Hörnchen, Glühweinespuma, Törtchen, Madeleines, Cannelés, Nussecken, Stollen, Liebesapfel, Extra’s Eierlikör.

Uns fällt die Auswahl sehr schwer, am liebsten würden wir von allem ein wenig gekostet.

Ich würde die Salzkaramelpraline gerne noch probieren und… hach eigentlich alles 😉

Kurz und bündig zusammengefasst, die kulinarische Zeitreise war wieder grandios! Von 12:15 Uhr bis kurz nach 18:00 Uhr zu essen und zu genießen, ohne eine Sekunde das Gefühl zu haben, warten zu müssen, das obliegt der hohen Kunst des Serviceteams vom Apicius. Kulinarisch so exzellent verwöhnt zu werden, das haben wir der hervorragenden Kochkunst unter der Leitung von Tim Extra und seinem Team zu verdanken. Die Portionen waren groß genug, um die Einzelaromen deutlich zu spüren und herauszuschmecken und um sich bei den vielen Gängen nicht übersättigt zu fühlen. Für uns war das eine gelungene kulinarische Zeitreise in einem wunderbaren Ambiente.

Herzlichen Dank an alle, für diesen wunderbaren Abend! Wir kommen wieder, keine Frage.

Übrigens haben wir unseren Wagen stehen lassen und sind mit dem Taxi nach Hause gefahren. Am nächsten Tag dann die Überraschung. Auf unserer Ladefläche vier hübsch eingepackte Gläser. Wir wissen bis heute nicht, wer uns die da hingezaubert hat.

Wir vermuten, dass Spielbankbesucher damit beschenkt worden sind und sie die Gläser bei uns kurzerhand auf der Ladefläche „entsorgt“ haben. Die Spielbank befindet sich gleich neben dem Apicius. Wir haben Glück, denn wir werden erst fündig, als wir zu Hause angekommen. 😁 Alle Gläser sind heil geblieben und haben die Fahrt, auf der Ladefläche herumkullernd, gut überstanden.

Bad Zwischenahn. Wir haben es geschafft, wir sind zurück aus Konstanz und darüber auch heilfroh. Denn dieses Mal ist uns der Weihnachtsmarkt körperlich schwerer gefallen, als in den Jahren zuvor. Hinter uns liegt eine anstrengende Saison mit vielen Terminen, daher sind wir schon vor dem Weihnachtsmarkt kaputt und erschöpft.

Trotzdem, es ist wieder wunderbar in Konstanz, zum Weihnachtsmarkt am See, mit vielen Besuchern und Gästen.

Was mich jedoch echt irritiert, ist die Tatsache, dass wir einigen unseren Gästen die Speisekarte rauf und runter predigen müssen und das obwohl unsere großformatigen Preistafeln rechts und links vom Stand hängen und bei uns immer genügend Zeit vorhanden ist, um sie in Ruhe zu studieren.

Die Menschen lesen anscheinend nicht. Ob sie zu bequem oder orientierungslos geworden sind? Schließlich können das ja nicht alles Analphabeten sein. Bestellvorgänge müssen von unserem Servicepersonal ständig erfragt werden – das laugt uns arg aus, ist zeitintensiv und kostete eine Menge Kraft. Wer lesen kann, ist bei uns klar im Vorteil. 🤓

Summa summarum ist es trotzdem durchweg lustig bei uns und wir haben, neben der vielen Arbeit, unseren Spaß. Das Wetter spielt ebenfalls ganz gut mit. Bis auf drei Tage, an denen es dann doch recht stürmisch und unangenehm ist.

Der Weihnachtsmarkt erstrahlt im Lichterglanz – da haben sich die Organisatoren so richtig ins Zeug geschmissen.

Die Kulisse auf den Bodensee ist wieder einfach nur grandios – gerade am frühen Morgen…

Die mystische Stadt Konstanz – insbesondere, wenn es in den Morgenstunden noch nebelig ist.

Wenige Stunden später am Bodensee, wenn der Nebel verzogen ist…

Und uns fällt in der Zeit auch immer etwas Neues ein. Insbesondere, weil der Schnee gänzlich ausbleibt. Unser Kloß-Schneemann!

Unsere Außerirdischen beim Abbau!

Kurioses gab es auch zu sehen… beide haben nur die Mütze und ihre Schürze an – ansonsten sind sie splitterfasernackt, wie Gott sie schuf. Wir allerdings waren das nicht! 😂

Uns nun nochmal das gesamte Team mit den Besten Grüßen und unserem dicken Dankeschön an Sie / euch, als unsere Gäste. Bis hoffentlich im nächsten Jahr zum Weihnachtsmarkt 2020!

Die ganze Welt spricht von Nachhaltigkeit, Umwelt- und Naturschutz, Klimaschutz, Tierwohl…. und dem unsäglichen Leid der Menschheit, wenn wir das Klima nicht in den Griff bekommen. 

Hand aufs Herz, wer hat sich damit schon intensiv auseinander gesetzt und für sich die notwendigen Konsequenzen gezogen? 

Was wir essen ist ein Beitrag zum Klimaschutz

Wissenschaftler berichten, dass die Treibhausgase, die durch unserer Viehhaltung entstehen, für das kippende Klima mit verantwortlich sind. Nach Ansicht der Experten entsteht mehr als die Hälfte aller CO2 Emissionen durch die Haltung von Nutztieren. Um die 15 Prozent der Treibhausgase werden durch Nutztierhaltung produziert. 

Tierschützer beklagen seit Jahren die unhaltbaren Zustände in der Massentierhaltung. 

Erst kürzlich sind Lebensmittelskandale durch die Medien gegangen. Und fast immer betrifft es das Fleisch.

Naheliegende Konsequenz: Zum Veganer oder Vegetarier zu werden!

Aber was ist mit allen anderen, die diesen Weg nicht gehen wollen?  

Also muss ich mir durchaus die Frage gefallen lassen, was ich im Umgang mit Essen tun kann, damit Treibhausgase abnehmen können? Ich kann es mir leicht machen und die Verantwortung einfach abschieben. Soll sich doch die Industrie, die Landwirte, die Regierung usw. darum kümmern! Die sind ja sowieso an allem Schuld. Aber machen wir es uns damit einfach nur leicht?

Wollen wir wirklich so lange warten, bis die ersten Gesetze und Verbote verhängt werden und wir uns dadurch fremdbestimmt fühlen?

Naheliegender ist der Weg zu einer deutlichen Reduzierung des Fleischkonsums aller Verbraucher. Eine Möglichkeit bestünde darin, konsequent auf Biofleisch und Tierwohl zu setzen – mehr Aufwand, höhere Preise! Harte Maßnahmen und nicht für jeden Geldbeutel geeignet, höre ich Sie schon entgegnen. Daher lasse ich meine Aussagen einfach mal im Raum stehen.

Was würden diese Maßnahmen allerdings wirklich für uns bedeuten?

Da Landwirte wirtschaftlich arbeiten müssen, fällt mir dazu gleich ein, dass sich bei einer Reduzierung des Fleischkonsums natürlich die Preise deutlich erhöhen werden. Schließlich bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. De facto wird jeder ökonomisch denkende Landwirt dazu übergehen, weniger Nutzvieh zu produzieren. Viele werden mehr auf Qualität setzen, damit erhöhte Preise zu rechtfertigen sind und Nutzvieh artgerechter gehalten werden kann. Und der Verbraucher? Er wird sich nicht mehr sein tägliches Fleisch leisten können. 

Zelebrieren wir bald wieder unseren geliebten Sonntagsbraten?

Massig Fleisch zu konsumieren, fördert auch die eigene Bequemlichkeit! Es ist schließlich bequem, wenn man das Stück Fleisch einfach in die Pfanne werfen kann, um es wenig später zu konsumieren. 

Fleischloser zu essen bedeutet, sich mit dem, was man essen möchte, auseinander zu setzen. Machen wir uns nichts vor, aber das Kartoffel schälen ist doch einigen schon zu lästig, geschweige denn sich mal mit der Gemüsevielfalt auseinander zu setzen. Und schon wird die nächste Tiefkühltüte (aus Plastik!) aufgerissen… Ganz zu schweigen von all denen, die keinen blassen Schimmer vom Kochen haben. Berufstätige wissen ein Liedchen davon zu singen, dass nur wenig Zeit übrig bleibt, um Abends nach der Arbeit noch zu kochen. Vielen fehlt auch einfach nur die Kreativität – unsere komplette Esskultur wird damit in Frage gestellt. Wir sind nunmal ein Fleischesser-Land. Unsere klassischen Fleischgerichte müssten allesamt überdacht werden. 

Wir essen inzwischen jedoch so viel Fleisch, das wir unsere Fleischproduktion auf Volllast fahren müssen. So schnell können die Viecher gar nicht aufwachsen. Aber wir schlingen in uns hinein, als ob es kein Morgen mehr gäbe. Und was wir in Deutschland nicht mehr produzieren können, dass holen wir uns halt von Übersee. Da ist es doch eh preisgünstiger. Diesen Wahnsinn  muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Und keiner will es gewesen sein… das sind immer nur die da oben oder alle anderen, aber selbst ist man es nie! Jeder pocht egoistisch auf sein tägliches Fleischrecht, wir schmeißen Unmengen an Lebensmitteln weg und keiner denkt wirklich darüber nach, was wir da eigentlich tun und welche Quantität wir täglich in uns hineinschaufeln. 

Das hat nicht wirklich mehr was mit Genuss zu tun. Das ist nur noch unreflektiertes Schlingen, um jeden Preis und um letztendlich unseren Hunger zu stillen. 

Da wird der gehaltlose Burger von MC’es bewertet, als ob man gerade im Sternerestaurant diniert hätte. Geht es eigentlich noch?  

Oder hat der unreflektierte Massenfraß bei einigen gar etwas mit fehlender Intelligenz zu tun? 

Schaut man sich jedoch die Abgewandten à la Veganer dazu an, stellt man schnell fest, das die verträumt und blümchenhaft einen Mist daherfressen, dass es einem wirklich schlecht werden kann. Auch sie meinen, nur das Richtige zu tun. Dabei merken sie nicht, wie krampfhaft versucht wird, sich kategorisch über Fleischfresser zu stellen. In ihrer eingebildeten Art und Weise scheinen sie tatsächlich davon überzeugt zu sein, bessere Menschen zu sein. Aber tonnenweise Sojaprodukte in sich hineindrücken – und damit die Ökobilanz sprengen. Was meint ihr eigentlich, wo das Soja herkommt? Meint ihr im Ernst, dass das mit rosa Schleifchen einfach vom Himmel fällt? Viele Lebensmittel werden nicht als klimafreundlich eingestuft, weil sie von weit her importiert werden müssen.

Merken wir insgesamt eigentlich noch irgend etwas?

Und ist es den Meisten überhaupt klar, dass wir mit unserem Essverhalten unsere Umwelt massiv auf’s Spiel setzen, Tiere quälen, Weltmeere ausbeuten, Monokulturen, Abholzen der Wälder und immer mehr Pestizide und Gentechnik fördern und dazu Energie verbrauchen, die zig Welten aufrecht erhalten würde? Auf einer Fläche, die man für vier Gramm Rindfleisch benötigt, könnte man 100 Gramm pflanzliche Nahrung mit vergleichbarem Eiweiß- und Kaloriengehalt erzeugen! Das muss man sich leider auch mal gefallen lassen. Auch die Tatsache, das eine komplette Umstellung auf eine vegane Lebensweise in den USA durchaus 350 Millionen Menschen zusätzlich ernähren könnte. 

Ich frage mich täglich, was mit der Menschheit los ist oder was passiert sein muss, das sie so sind, wie sie alle sind. Gleichzeitig stelle ich mir auch die Frage, ob es unsere Schuld ist, oder ob man überhaupt von Schuld sprechen kann. Anscheinend leiden wir inzwischen an Überbevölkerung. 2050 erreichen wir eine Weltbevölkerung von voraussichtlich 10 Milliarden Menschen! Wissenschaftler untersuchen daher zurecht, wie künftige Generationen effizienter ernährt werden können. 

So wird es allerdings nicht weitergehen!

Ich will nicht zum eingebildeten Veganer mutieren aber ich möchte ebenso keine Massentierhaltung unterstützen, geschweige denn mir den Bauch mit genmanipulierten und Antibiotika verseuchtem Fleisch voll schlagen.

Ich bin den Fraß und das Leid der Tiere so satt!

Was also ist zu tun? Und sind wir überhaupt bereit, etwas zu ändern? Ja sind wir überhaupt noch intelligent genug, um darüber einmal ernsthaft nachzudenken?

Die Wahl eines Mittelweges wäre sinnvoll. Deutlich weniger aber dafür qualitativ hochwertiges Fleisch und viel regionales Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreideprodukte und Obst essen! Eier, Milch und Käse würde ich gerne weiterhin essen wollen, aber wenn das nicht mehr machbar wäre, könnte ich durchaus auch darauf verzichten.

Rindfleisch gibt es bei uns privat so gut wie gar nicht. Und beim Schweinefleisch setzen wir auf Qualität und Tierwohl. Wir setzen uns schon seit vielen Jahren mit der Thematik Fleisch auseinander.

Denn wir verdienen unser Geld mit Schweinefleisch. Unsere „Sau vom Spieß“ ist weit über die Landesgrenze hinweg bekannt. Unsere Schweine stammen daher konsequent von Klein- und Nebenerwerbsbauern, die allesamt bei der Aufzucht deutlich auf die Einhaltung des Tierwohles bedacht sind. Und auch wenn es mir keiner glauben will, wir hören vereinzelt von unseren Kunden, dass wir zu teuer seien. Ja, wir sind deutlich teurer, als der Billigfraß vom Discounter. Dafür genießt der Kunde jedoch hochqualitatives, antibiotikafreies Fleisch von Schweinen, die im Sinne von Tierwohl gehalten und geschlachtet werden. Das Fleisch ist daher noch teurer, als das Rindfleisch vom Discounter. Ist uns aber egal, denn wir wollen einwandfreie Qualität und wir verachten Massentierhaltung! Und glauben Sie uns, das ist nicht immer leicht beim Verbraucher durchzusetzen. Denn viele achten überhaupt nicht darauf, was sie gerade essen. Anscheinend ist ihnen das Produkt, so wie wir es zubereiten, wichtig, aber nicht, wo unser Produkt herkommt.

Wir könnten mit Fleisch aus Massentierhaltung mindestens 1/3 mehr verdienen. Doch wir lehnen es, schon allein für uns privat, bewusst ab! Denn wir wollen mit gutem Gewissen unser Produkt anbieten. 

Und ja, wir denken auch darüber nach, wie wir vielleicht irgendwann einmal, wenn es erforderlich würde, komplett auf vegetarische Köstlichkeiten umsatteln könnten. Bis dahin wollen wir einen Mittelweg gehen.

Wir setzen mit unserer „Sau vom Spieß“ sozusagen ein Highlight im Leben eines Fleischessers.

Jeder der unser Fleisch gegessen hat, bestätigt uns, wie gehaltvoll und intensiv es geschmeckt hat. Bei Billigfleisch schmeckt man vom Schwein selbst gar nichts mehr! Was man sich durch Minderqualität im täglichen Leben entgehen lässt, das merkt der Gast bei uns sofort. 

Los, auf in eine neue Zukunft! Raus aus dem Kasten- und Schubladendenken… Lasst uns kreativ werden! Für unsere Kinder, für uns und für eine bessere und saubere Umwelt.

Ich notiere:

#mehr_Masse_als_Klasse, #Bequemlichkeit, #Egoismus, #schnelles_Essen, #unreflektiert, #gehaltlos, #billig, #fehlende Intelligenz, #eingebildet_sein, #Ökobilanz, #Überbevölkerung, #Massenfraß, #Quantität, #Qualität, #Tierwohl, #Biofleisch, #Mittelweg, #Highlights_setzen.

Stichpunkte:

Weniger Essen wegwerfen – intelligenter und passender einkaufen! Auf qualitativ hochwertiges Fleisch setzen! Weniger ist oft mehr!

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten 😁

Ergänzung:

DER SPIEGEL berichtet über gesunkene Rindfleischpreise: Kälber billiger als Kanarienvögel!

Minden. Reenactor kann man zwar kaum aussprechen 😂, aber der Inhalt dessen ist dafür leichtfüßiger. Ne richtig tolle Messe ist das nämlich. Hier findet man alles, was das Herz begehrt.

Wir stehen mit unserer „Sau vom Spieß“ wieder gut. Das Wetter spielt mit, es ist angenehm und trocken. Der Besucherandrang lässt daher nicht lange auf sich warten.

Mit unserem neuen Stand sind wir auch ein echter Hingucker geworden. Nicht nur die „Sau vom Spieß“ über dem lodernden Buchenholzfeuer ist ein Blickfang, sondern nun auch unser Stand im Industrial-Design.

Wir sind zufrieden mit dem Wochenende. Es hat wieder viel Spaß gemacht.

Bleibt gesund und munter. Im nächsten Jahr sehen wir uns wieder, wenn es heißt „Reenactor-Messe Minden 2020“ 😃

Cityfest Cloppenburg. Nicht weit von uns entfernt, angenehm! Keine Hotelkosten, alle Mitarbeiter können bei uns übernachten, schön! Spart uns deutlich Kosten, stört trotzdem unsere Privatsphäre 😄. Egal, Hauptsache so wenig wie möglich Kosten produzieren. Wir sind uns noch nicht sicher, ob das Cityfest in Cloppenburg für uns erfolgreich sein wird.

Unser Standplatz ist gut, wir stehen an der Hauptbühne. Somit kommen viele Besucher an uns vorbei.

Jedes Fest hat seine eigenen Regeln und Tendenzen. Insbesondere trifft das auf das Cityfest in Cloppenburg zu. Schnell wird uns klar, dass es brechend voll wird. Doch die Meisten kommen zum „Saufen“, sie essen weniger.

Schon am Tag wird die Hauptbühne besucht und wenn es mit Regenschirm ist… alles egal 😉

Dank der Schausteller, die haben echt ein gutes Feingefühl für Veranstaltungen, wird uns klar, wann wir Geld verdienen werden. Und so verrückt es auch ist, sie sollen Recht behalten. Donnerstag, der erste Tag verläuft für uns gut. Bis Mitternacht haben wir zu tun. Dann wird es weniger. Freitag verläuft ruhiger, zum Abend machen wir noch einmal unsere Geschäft. Der Samstag verläuft erst ruhig und gegen Nachmittag geht es für alle Versorger rund.

Dafür, dass wir wenig Unkosten hatten, ist diese Veranstaltung für uns ok und ausbaufähig.

Und Cloppenburger sind anders… schlechtes Wetter gibt es für sie nicht! Trotz des Regens wird das Cityfest besucht und es ist immer gegen Abend voll. Die Cloppenburger sind arg treue Wesen, sie bleiben, wenn sie essen, am Stand stehen. Echt putzig, kennen wir so gar nicht. Aber so kommen wir mit dem einen oder anderen ins Gespräch. Auch sehr schön!

Also wir können nur sagen, nächstes Jahr auf jedem Fall auf’s Neue. Die wenigsten haben uns kennen gelernt – viele finden uns wohl erst im nächsten Jahr.

Wir kommen wieder, keine Frage 🙂

Danke!

Bildrechte: @Cityfest Cloppenburg