Wahnsinn … kaum zu glauben, dass es für uns in zwei Tagen schon wieder zum Weihnachtsmarkt Konstanz geht. Unsere Überschallgeschwindigkeit, die wir für unsere unzähligen Veranstaltungen in diesem turbulenten Jahr aufbringen mussten, bleibt weiter aktiviert, damit wir auch die letzte Veranstaltung erfolgreich abschließen können.

Zurückblickend lässt sich nur knapp festhalten: keine Zeit, viele Verpflichtungen und haufenweise Arbeit. Mir ist es noch nicht mal ansatzweise gelungen, Blogartikel zu verfassen und über uns zu berichten. Und eigentlich hätten wir so einiges zu berichten …

Auch jetzt bleibt nicht viel Zeit, wir befinden uns schon gewissermaßen auf dem Sprung (klar, mit Schirm 😜 natürlich) nach Konstanz.

Grob auf den Punkt gebracht, sind alle Veranstaltungen nach dem gleichen Muster abgelaufen. Weniger Aussteller und Stände (viele haben die Ausfallzeit Pandemie nicht überlebt und mussten sich umorientieren). Dafür mussten alle anderen versuchen, die Lücken auf den jeweiligen Veranstaltungen zu stopfen. Und das, indem sie doppelt bis dreifach an den Wochenenden auf verschiedenen Veranstaltungen einsatzbereit und präsent waren. Wir haben mitunter vier Veranstaltungen zeitgleich bedienen müssen.

Zeitgleiche Personalknappheit: Anscheinend haben sich auch viele Mitarbeiter aus der Veranstaltungsbranche zurückgezogen. Zum einen hängt das damit zusammen, dass es leider Aussteller und Gastronomen gibt, die ihr Personal in den Jahren nur unter Mindestlohn abgefertigt haben und zum anderen hat sich das Personal aus der Veranstaltungsbranche bewusst verabschiedet, um sich umzuorientieren. Zwei Jahre Verdienstausfall kann sich schließlich keiner leisten. Etliche haben eine neue Stelle gefunden und sind inzwischen froh, nicht mehr jedes Wochenende auf Veranstaltungen fahren zu müssen.
Doch nicht nur die Veranstaltungsbranche leidet unter der Personalknappheit, überall fehlen Arbeitskräfte. Wo sie alle wohl nur hin sind? 👀

Unsere festen Mitarbeiter sind uns gottlob erhalten geblieben, aber wir hatten Mühe, weitere für unsere zusätzlichen Einsatzbereiche zu rekrutieren. Was wir in dieser Zeit alles mit neuen Mitarbeiter:innen erleben durften … das behalten wir lieber für uns. Kurz und knapp, es war eine Katastrophe. Hätte ich früher eine solche Arbeitseinstellung gehabt … ich würde heute sicherlich auf der Straße leben.

Nun denn, für unseren letzten Einsatz in Konstanz sind wir scheinbar supertoll aufgestellt. Schon Wochen vorher suchen wir nämlich zusätzliche Aushilfen und führen Gespräche mit ihnen, die sehr vielversprechend verlaufen sind. Wir freuen uns daher auf Konstanz und hoffen auf gute Geschäfte, damit das Jahr für uns erfolgreich beendet werden kann.

Wir melden uns mit Neuigkeiten, wenn wir in unsere verdiente Ruhepause gehen. Bis dahin wünschen wir euch eine schöne Vorweihnachtszeit 🌲 – genießt Glühwein und Weihnachtsplätzchen in Hülle und Fülle. Und denkt daran: Gesundheit, Familie, Frieden und die geliebte Heimat sind die Dinge, die uns glücklich machen. Geld allein macht nicht glücklich 😉.

Wegen einem widerlichen Nazi

Veröffentlicht: 27. September 2022 in Allgemein

„drjosephgoebbels250“ hieß er… bis ich ihn unter den Likes aus dem letzten Artikel gefischt habe.

Uns ist nichts anderes übrig geblieben, als die Likes kurzerhand komplett zu entfernen, um uns von diesem widerlich dahingerotzten Hakenkreuz zu befreien. Nieder mit diesem scheiß Gesindel!

Es tut uns leid, wenn ihr, die auch ein Like abgegeben habt, somit auch entfernt worden seid. Aber bis dato habe ich noch keine Lösung für die Entfernung von einzelnen Likes und dessen Konterfei bzw. Avatar.

extrem abartig und widerlich!

Ich bin dran, es mit WordPress zu klären.

Ein Interview mit Angela und Arnt zur aktuellen Situation der sau-saugut

Inzwischen sind wir im Jahr 2022 gelandet … Covid bleibt uns erhalten und die sau-saugut, was ist aus ihr geworden? Die sau-saugut hat die zwei Jahre Corona-Pandemie überstanden und bewegt sich seit April mit Überschallgeschwindigkeit von einer Veranstaltung zur nächsten. 

Die zwei Jahre Coronahype sitzen jedoch noch allen massiv in den Knochen. Die Mitarbeiter der sau-saugut sind raus … sie sind nicht mehr eingenordet und müssen sich viele Handgriffe erst wieder mühsam in Erinnerung rufen und verinnerlichen. Ihnen geht die Arbeit daher nicht mehr leicht von der Hand. Ihr persönliches Leben hat sich in den zwei Jahren teilweise auch massiv verändert. Ein Mitarbeiter ist dem Alkohol verfallen – der Führerschein ist bereits weg und er kann kaum noch für die sau-saugut eingesetzt werden. Ein anderer befindet sich in Trauer, da seine Mama in der Zeit an Corona verstorben ist und eine weitere Mitarbeiterin leidet heute noch unter den Folgen ihrer Coronaerkrankung. 

Eigentlich ist die Zeit momentan sehr surreal und an einem Punkt stehen geblieben, der sich für alle nicht genau erfassen lässt. 

Festival vor der Pandemie

Durchweg alle Veranstalter beklagen, dass sie nicht genügend Marktbeschicker und Versorger finden. Grund, viele existieren einfach nicht mehr. Sie haben die Zeit der Entbehrung nicht durchgestanden und mussten sich daher beruflich umorientieren, um finanziell über die Runde zu kommen. Sie stehen den Veranstaltungen de facto nicht mehr zur Verfügung. 

Etliche Marktbeschicker nehmen in dieser Saison nur halbe Fahrt auf, denn ihnen fehlt schlichtweg das Personal. Insbesondere das schlecht bezahlte Personal orientierte sich in Coronazeiten um und kommt nun nicht mehr zurück.  Hinzu gesellen sich die vielen an Covid erkrankten Mitarbeiter und Marktbeschicker. Momentan werden reihenweise die Veranstaltungen wegen Corona abgesagt. 

Die sau-saugut steht noch gut da. In den Zeiten der Entbehrung zahlten sie ihren Mitarbeitern weiterhin Lohn, um sie nicht allein zu lassen. Mindestlohn ist bei ihnen zu keinem Zeitpunkt Thema gewesen – ihre Mitarbeiter werden schon immer weit über Mindestlohn bezahlt. Schließlich arbeiten sie am Wochenende, der Job ist anstrengend und der Einsatzort ständig wechselnd. Dafür muss man schlussendlich auch anständig entlohnt werden. Arnt sagt immer: „Eine Firma ist immer nur so gut, wie zufriedene und kompetente Mitarbeiter vorhanden sind.  Daher bekommt jeder von ihnen von uns auch einen guten Lohn“. 

2022 ist jedoch auch für die sau-saugut anders, als all die Jahre zuvor. Die Zeit ist unwirklich. Einerseits kann sich die sau-saugut über die vielen Catering-Aufträgen und Veranstaltungen nicht beklagen, doch andererseits ist es auch nicht möglich, auf allen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen. Täglich gehen bei ihnen mehrere verlockende Angebote und Anfragen ein, vieles davon müssen sie jedoch ablehnen, weil ihr Terminkalender bereits üppig gefüllt ist und ihre Ressourcen dazu ausgeschöpft sind. 

Die zwei Jahre Corona nutzten sie, um sich weiterzuentwickeln, denn Stillstand ist und bleibt keine Option. Neben dem Betreiben des Pop-up BBQ-Hofes investierte die sau-saugut in eine BBQ-Dampflok und später baute das Betreiber-Ehepaar, Angela und Arnt, dazu noch einen passenden Waggon als Verkaufswagen. 

BBQ-Dampflok nebst Waggon auf dem Hurricane-Festival 2022

Inzwischen gehen am Wochenende bis zu drei Verkaufseinheiten auf Reise. 

Zusammen mit ihrem örtlichen Metzger, Henning Meyerjürgens, lassen sie sich aktuell einen Ochsengrill bauen und können sich jetzt schon nicht mehr vor Anfragen retten.

Ochsengrill in der Bauphase
Innenansicht mit Schwerlastfunktion um einen 350 kg Ochsen zu bewegen

Das schon allein zu koordinieren, ist brutal.

Das bedeutet für uns, dass wir gewaltig umdenken müssen, wenn es um Koordination und Organisation geht. Nun sitzen wir noch länger dazu im Büro, um all die bürokratischen Dinge zu erledigen. Und wenn es am Wochenende für uns losgeht, dann muss das im Vorfeld genau geplant werden, damit genügend Fahrer da sind, die uns unsere Transporter, Lkws und Anhänger zu den jeweiligen Veranstaltungen hin und zurück fahren. Meist erwarten uns unsere Mitarbeiter und Aushilfen bereits auf den Veranstaltungen, damit sie zeitnah mit dem Aufbau beginnen zu können„, so erzählt Arnt. 

Wenn es das Wetter zulässt, wir das Büro kurzerhand nach draußen verlagert

Hinzu kommen die ganzen Bestimmungen vom Veranstalter. Das erleichtert uns weiß Gott das Leben nicht. Mitarbeiter müssen für bestimmte Veranstaltungen angemeldet und polizeilich überprüft werden. Dafür sind aktuelle Papiere notwendig und in dieser Pflicht sind wir, diese zeitnah zum Veranstalter zu schicken. Das Veterinäramt verlangt parallel dazu Informationen von uns, ellenlange und für alle möglichen Sachen müssen Excellisten geführt werden, Anträge erstellt und Strom sowie Wasser beantragt werden. Hinzu kommen für uns Marketing, Vertrieb, Buchhaltung, Schriftverkehr, Instandsetzung Fuhrpark und Verkaufseinheiten, die Rekrutierung von Aushilfen und vieles andere mehr. Ein 16 Stunden Tag ist da für uns beide, meiner Frau und mich, oft leider die Regel„, führt Arnt weiter dazu aus.  

Bedenken für die Zukunft 

Momentan geben wir Gas und nehmen alles mit, was wir bekommen, genauer gesagt bewältigen können“, erzählt uns Arnt’s Frau, Angela. „Wir fahren weiterhin auf Sicht, denn Corona wird uns noch lange das Leben schwer machen. Und der Krieg in der Ukraine lässt uns Spalier stehen. Das geht keineswegs an uns vorbei, denn das Ausmaß dessen kann für alle in der Zukunft bedrohlich werden. Es mischen sich inzwischen ziemlich viele in den Krieg ein, unterschwellig bedeutet das jetzt schon Krieg auf breiter Front.“ 

Wir bekommen die Ausmaße schon zu spüren. Es fehlen etliche Artikel und Gewürze in den Regalen, auf die wir angewiesen sind. Etwa Senf, die wenigsten wissen, dass nicht nur Deutschland hauptsächlich die Senfsaat aus der Ukraine beziehen würde – momentan ist es schon Glücksache, Senf in den Mengen, wie wir es benötigen, zu bekommen, von der Preisexplosion mal ganz abgesehen. Derzeit kommen uns noch die Entbehrungen der Corona-Jahre zugute. Viele sind „ausgehungert“ und wollen endlich wieder etwas erleben. Der Zuspruch auf den Veranstaltungen ist daher sehr groß. Aber durch die Energiekrise wird das Geld der Leute immer knapper – es ist nur eine Frage von Zeit, wann wir das deutlich zu spüren bekommen. Wir versuchen uns daher so breit wie möglich aufzustellen, um für alles mehr oder weniger vorbereitet zu sein„, so führt Angela weiter aus.

Als Fans von Udo Lindenberg, besuchen sie auch seine Konzerte gerne

„Wir verfolgen daher, als Fan von Udo, was Udo Lindenberg eindringlich zur aktuellen Lage  verkündet“: „Jetzt sich nicht runterfallen lassen in Ohnmacht, Hilflosigkeit und Angst, sich nicht runterziehen lassen, sondern all unsere hart erkämpften Werte von Freiheit und Frieden schützen, besonnen mit diesen Errungenschaften umgehen und volle Power zusammenhalten.

Das Betreiber-Ehepaar sieht der Zukunft, trotz allen Bedenken, optimistisch entgegen. Optimismus ist die einzige Triebfeder für Weiterkommen, Entwicklung und Erfolg, darin sind sich beide einig.

Zum Ausgleich fährt das Betreiber-Ehepaar öfters mal an die nahegelegene Küste

Ich zögere noch… man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben. Unser Auftragsbuch ist prall gefüllt, in diesem Jahr lassen wir es richtig knattern. Doch werden wir das auch können? Oder funkt uns wieder etwas nicht Kalkulierbares dazwischen? Ein möglicher Killervirus, wie unser derzeitige Gesundheitsminister verlautbarte… also an seiner Stelle wäre ich doch etwas entspannter mit solchen Verlautbarungen. Aber gut, er bekommt ja dafür Geld, dann muss das vielleicht auch so sein. Und was ist mit der russischen Pappnase? Möchte er womöglich auf seinen letzten Tagen Amtszeit noch einen dritten Weltkrieg anzetteln, womöglich noch mit einem Atombömbchen im Gepäck?

Also ehrlich gestanden, uns ist gerade mal nach einem ganz normalen Leben zumute, oder wie seht ihr das?

Gut, wenn sich von diesen ganzen Prophezeiungen und Drohungen etwas bewahrheiten sollte, sind wir alle im Allerwertesten. Eigentlich habe ich persönlich auch einen dringend Termin und bin anderweitig verplant. Mit anderen Worten, ich habe überhaupt keinen Bock auf diesen kindischen Affentanz.

Wir wollen endlich wieder Geld verdienen und leben können! Was ist daran so falsch zu verstehen? Es wird Zeit, dass diese ganzen übergeschnappten, nach Wodka stinkenden Oligarchen sich endlich auf ihre Hinterbeine stellen. Mit dieser Pappnase werden sie allenfalls ihre gierig angehäuften Milliardchen verlieren aber ganz sicher nicht beruhigt ins Kissen pupsen können. Dieser Pappnase muss der Saft abgedreht werden und das subito!

Und wir verdienen mal ganz subito Geld… man weiß ja nicht, was da noch so alles auf uns wartet.
Übrigens haben wir das in diesem Jahr schon mit zwei schönen Veranstaltungen realisiert. Einmal beim Heimspiel 🎪 Streetfood Bad Zwischenahn und beim ✨Elfia in Haarzuillen (NL)✨. Beide sind echt erfolgreich 🚀gewesen. So kann es bitte schön und unbedingt weitergehen. 🙏

Wir haben eine Menge Spaß auf dem Streetfood Festival in Bad Zwischenahn. Vorne bin ich und hinter mir sind die Mädels aus meinem Freundeskreis. Ja auch Maren Meyerjürgens (rechts hinter mir)… die legendäre… von der wir unser irre gutes Fleisch beziehen. 💖

Der erneute Hilfskonvoi an die ukrainische Grenze hat es aktuell in sich. 1300 km liegen hinter ihnen, als die Fahrer endlich an der ukrainischen Grenze ankommen. Doch dieses Mal läuft es anders als erwartet. Sie dürfen an dieser Grenze mit ihren 7,5 Tonnen Lkws nicht mehr in die Ukraine einreisen.

Die gesamte Crew ist inzwischen müde und abgespannt. Sämtliche Ukrainer, die bereits auf die Lieferung an der Grenze warten, werden kurzerhand zu einer alternativen Grenze umgeleitet. Hinzu kommt, dass ein Transporter des Konvois an der Grenze auch noch den Geist aufgibt – die Ware muss kurzerhand auf die Lkws umgeladen werden. Anschließend macht sich der Konvoi ebenfalls auf den Weg.

Zwei Stunden später erreicht der Konvoi den neuen Grenzübergang. Vor dieser Grenze stehen jedoch schon mindestens 50 Lkws. Schnell wird klar, das sind ebenfalls alles Hilfskonvois, die darauf warten, über die Grenze fahren zu können. Unsere Crew erfährt, dass die Lkws teilweise seit 12 Stunden an der Grenze auf ihre Abfertigung warten. Die Laune ist auf dem Nullpunkt.

Schlange vor der polnisch-ukrainischen Grenze

Eine Stunde später dann die Erleichterung, die ersten Konvois werden zügig abgefertigt. Nun scheitert die Abwicklung an den nicht mitgeführten Reisepässen und genauen Frachtpapieren – am ehemaligen Grenzübergang mussten sie das alles nicht erbringen. Außerdem stellen die Zöllner offensichtlich fest, dass sämtliche Lkws durch das Umladen des Transporters aktuell überladen sind … die polnischen Zöllner unterstützen den Konvoi glücklicherweise unbürokratisch. Eine Stunde später sind die Lkws wohlbehalten auf der ukrainischen Seite, um ihre Hilfsgüter auf ukrainische Transporter umzuladen. Um 20 Uhr macht sich der Konvoi endlich auf den Rückweg durch Polen.

Auf der polnischen Seite wird in kurzer Zeit klar, dass es inzwischen keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr gibt. Viele Geflüchtete aus der Ukraine werden zurzeit in Polen auf alle möglichen Hotels verteilt, sodass es sich von Wochen zu Woche schwieriger erweist, noch ausreichend Betten für eine Zwischenübernachtung der Fahrer des Konvois zu ermöglichen.

Wir haben jetzt 00:00 Uhr und der Konvoi fährt noch. Die Beifahrer und die Basis „Oldenburg hilft der Ukraine“ telefonieren unermüdlich, um noch an beliebiger Stelle einen Schlafplatz aufzutreiben.

Wir können nur hoffen, dass alle Fahrer noch ausreichend Schlaf bekommen. Ansonsten bleibt der Crew nichts anderes übrig, als auf einem Parkplatz im Lkw zu schlafen.

Wir geben nicht auf – wir kämpfen weiter!

Flagge der Ukraine

Update: Es ist 00:22 Uhr, Hotel gefunden! Vor den Fahrern liegen noch 26 km bis zum Hotel. 🙏

Oldenburg: Hilfskonvoi ist heute um 11 Uhr Richtung Ukraine aufgebrochen.

Wir können nicht tatenlos zuschauen – tausende Menschen flüchten bereits aus dem Kriegsgebiet der Ukraine. Russische Bodentruppen greifen massiv an. Wir wollen ein Zeichen setzen und helfen!

Daher haben wir uns dazu entschlossen, unseren Lkw randvoll mit medizinischen und anderen Hilfsgütern zu beladen.

Hilfsgüter für die Ukraine

Dank Oldenburg hilft der Ukraine und der Johanniter Hilfsgemeinschaft Oldenburg ist dieser Hilfstransport zustande gekommen. Weitere werden folgen.

Ein letzter Kuss und viele Wünsche begleiten Arnt auf seiner Reise in die Ukraine

Mit einem etwas flauen Gefühl im Magen verabschiedete ich mich heute früh von meinem Mann.
Er ist mit weiteren Lkws Richtung ukrainische Grenze aufgebrochen, um notwendige Hilfsgüter und dringend benötigte medizinische Produkte an der Grenze Uhryniw zu übergeben.

Organisiert und finanziert wird das Vorhaben durch „Oldenburg hilft der Ukraine“ und der „Johanniter Hilfsgemeinschaft Oldenburg“.

Seit gestern früh steht für uns das Telefon nicht mehr still. Ständig erreichen uns neue Informationen. Durch die Organisatoren werden Fahrer und Helfer organisiert, die Route wird festgelegt, die Papiere ausgestellt, das Hotel gebucht und gegen Nachmittag die ersten Fahrzeuge geladen.
Ein großer 12,5 Tonner wird am Abend noch für die Fahrt geladen und vorbereitet. Viele freiwillige Helfer beteiligten sich schon im Vorfeld und an der Beladung der Fahrzeuge.

Es ist großartig, wie wir uns in diesen schlimmen Zeiten organisieren können und zusammenhalten!

Danke an alle, die diese humanitäre und schnelle Hilfe ermöglichen.

Unser Lkw – die sau-saugut mal nicht auf dem Weg zu Veranstaltungen

Mehrere Lkws 🚚 🚚 🚚 und ein Personentransporter mit weiteren Fahrern werden ihr Ziel in ca. 20 Stunden erreichen. Es ist geplant, dass die Hilfsgüter an der ukrainischen Grenze übergeben werden. Ein Hotel wurde gebucht, damit alle ausreichend Schlaf bekommen, bevor es wieder zurück nach Deutschland geht.

Gute Fahrt und viel Glück 💖🍀🍀🍀💖

Ukrainische Flagge

Na super, jetzt auch noch das!

Veröffentlicht: 24. Februar 2022 in Allgemein
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Sorry, aber Krieg muss jetzt nicht auch noch sein, oder? Wir leben doch eh alle nur noch in Hoffnung und in wüsten Spekulationen. Und nun wird Covid abgelöst durch diesen sinnlosen Krieg oder müssen wir beides einkalkulieren?

Was für ein Schwachsinn! Es ist fast nicht mehr zum Aushalten. Jetzt wird wieder durch Krieg gestorben und nicht mehr durch den Virus. Mein Gott, was für ein Dreck!

Demnach können wir uns schon mal auf den nächsten kalten Winter vorbereiten, Gas bleibt bald aus und alles andere steigt preislich ins Unermessliche. Nicht auszudenken, was nun alles auf uns zukommt. Ich traue diesem Kriegsverbrecher auch zu, dass er noch ganz andere Überraschungen für uns parat hat.

Und was tun wir jetzt? Wir schauen mal wieder zu und können nichts machen. Ja super! Applaus für alle Pappnasen … apropos Pappnasen, heute ist ja Altweiber. Na, da haben ja einige wenigstens einen Grund, sich das Ganze jetzt schön zu saufen.

Ich genehmige mir heute auch eine Flasche Bier. Ohren steif halten, es geht immer weiter …

Also ehrlich gestanden bin ich entweder zu blöd dafür, oder zu blöd. Ich kann meinen Artikel auf meinem privaten Blog nicht hier teilen, daher schreib ich den ganzen Kokolores nun jetzt nochmal.

Laut Statistisches Bundesamt zahlt der Endverbraucher 16,9 % mehr für Butter, 14,5 % Aufschlag bei Getreidemehl, 7,4 % bei Kaffee und 4,4 % bei Vollmilch. 

Die Preise für Baustoffe sind ebenfalls ins Unermessliche gestiegen. Laut VDI Fachmedien sind fast alle Baustoffe deutlich zum Vorjahr gestiegen. Mitunter lassen sich hierzu Anstiege von bis 60 % wahrnehmen. 

Und die immens gestiegenen Energiekosten sind kaum noch bezahlbar. Laut Vergleichsportal Check24 bezahlt der Endverbraucher in diesem Jahr satte 400 Euro mehr für Elektrizität. Von Gas ganz zu schweigen, da schlagen 127 % Preisanstieg zu Buche, sodass eine Familie bei 20.000 Kilowattstunden in diesem Jahr mit gute 1500 Euro Mehrkosten zum letzten Jahr rechnen kann. 

Die Einkünfte jedoch, sie bleiben konstant, während alles andere ständig teurer wird. 

Mir ist es eigentlich schnurz, woran das alles nun liegen mag. Die Inflation, der Russe, die Klimapolitik, der Chinese… Für uns steht fest, wer es bis heute geschafft hat, muss für die nächsten Jahre, finanziell gesehen, tapfer bleiben. Und leider werden auch welche dabei auf der Strecke bleiben und wohl oder übel in die Insolvenz oder Armut abrutschen.  

Bald ist zappenduster mit unseren Gasvorräten, der Russe bereitet parallel dazu gleich mal einen zu befürchtenden Krieg vor und die US-Regierung profiliert sich weltweit mit ihrer überzogenen Propagandaschlacht.  Manche befürchten sogar einen dritten Weltkrieg.

Das könnt ihr sehr gerne viral gehen lassen. Kopiert es euch und verteilt es meinetwegen auf der ganzen Welt!

Hatte nicht sogar Nostradamus in seinen Centurien so etwas vorausgesagt? Der prophezeite  ja im 16. Jahrhundert munter darauf los. Ich erinnere mich, er sagte für 2022 ein sehr düsteres Jahr mit Hunger und Unruhen, ausgelöst durch die Wirtschaftskrise, voraus. Und die EU soll zusammenbrechen und  Kim Jong-un soll bei einem Unfall sterben. Sehr nebulöse Voraussagen. Genauso spekulativ sind die Voraussagen der verstorbenen Bulgarin Baba Wanga. Auch sie prophezeite, dass das Jahr 2022 nicht gut verlaufen  würde.  

Corona tobt indes weiter, die Schwurbler und Leugner auch und das alles beschneidet uns gewaltig in unseren Entfaltungsmöglichkeiten. 

Und wir so? Wir schauen natürlich in aller Ehrfurcht zu! Jetzt müssen wir alle stark und zuversichtlich bleiben, das ist offensichtlich das einzige, was wir tun können. Auf unserem Rücken dürfen sich schließlich alle austoben und selbst verwirklichen. 

Dazu hätte ich gerne ein Wörtchen mitgesprochen, aber wer fragt uns denn schon? Und kommt mir jetzt nicht mit Bundestagswahl und Co. KG und ich könne schließlich wählen, was mir lieb und treu erscheint. 

Schönen Sonntag.

Der 02.02.2022 war für uns ein besonderes Datum

Veröffentlicht: 3. Februar 2022 in Allgemein
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Für uns war der 02.02.2022, ein Tag, den wir feiern wollten, mehr darüber könnt ihr in meinem kürzlich veröffentlichten Artikel lesen. Wenn da nicht diese schwierige und katastrophale Zeit für uns wäre, die noch immer allgegenwärtig ist.  

Mit Corona gehen wir in das dritte Jahr, die ersten Veranstaltungen wurden bereits seitens der Veranstalter wieder abgesagt. Trotzdem ist unser Terminkalender voll, wenn wir das alles in diesem Jahr bewältigen wollen, wird es hart für uns. Eine einzige Frage bleibt allerdings allgegenwärtig, sie zwingt uns ständig in die Knie, lässt uns zweifeln, macht mürbe und lässt uns nicht zur Ruhe kommen: Dürfen wir in diesem Jahr darauf hoffen, wieder Geld zu verdienen? 

Seelisch zieht uns das alles fortwährend in unsere persönlichen Abgründe. Mit gedämpfter Stimmung verbrachten wir daher unseren gestrigen Tag in trauter Zweisamkeit. Die Besonderheit des Tages rückte arg in den Hintergrund.  

Uns sind weiterhin die Hände gebunden, wir können nichts machen oder tun. Die widersinnigen Beschlüsse der Regierung lassen wir über uns ergehen, ohne etwas dagegen tun zu können. Die ersten Länder brechen aus dem Coronakorsett bereits aus. Bis zu Zehntausend Besucher dürfen nun wieder ein Fußballstadion belagern. Veranstaltungen, draußen in der Natur, werden hingegen weiterhin blockiert und nicht zugelassen oder mit widersinnigen Auflagen belegt, sodass Veranstalter freiwillig das Handtuch werfen.

Unser Impfstatus wurde nach unten korrigiert. Angeblich ist unsere vollständige Impfung mit Johnson und Johnson nichts mehr wert und mit Boosterimpfung bedeutet das für uns nur noch Status 2G.

Wir sind offen gestanden auch kurz davor, hier durchzudrehen. Seit vielen Monaten leben wir völlig zurückgezogen und gehen nur noch zum Einkaufen auf die Straße. Freunde treffen, das gibt es für uns schon lange nicht mehr. 
Wir haben wirklich keine Lust, an dieser elenden Seuche zu erkranken. Die Gefahr von Long Covid betroffen zu sein, ist für uns allgegenwärtig. Nicht auszudenken, spätestens dann wäre die Fortführung unserer Firma nicht mehr möglich.

Um die Zeit mehr oder weniger zu füllen, räumt Arnt unser Lager auf, bekämpft die Wühlmäuse in unserem Garten und rennt mit den Hunden ewig und drei Tage im Wald herum. Ich widme mich meinem Studium als Journalistin, erledige meine Aufträge als virtuelle Assistentin und bekomme so langsam aber sicher  einen Lagerkoller, weil ich aus meinem Büro nur noch zum Hundespaziergang herauskomme.


Indes vernehmen wir all die Schlagzeilen und stehen vielleicht vor dem nächsten Krieg mit Russland oder China oder was weiß ich, wer sich noch alles profilieren will. Klimaziele werden nicht eingehalten, Atomkraft wird schöngeredet und gilt nun als nachhaltig. Die STIKO spricht sich aus und widerspricht sich im nächsten Moment wieder. Reichsbürger, die braune Suppe und Schwurbler bevölkern die Straßen, die Inflationsdebatte ist im vollen Gang und Jeff Bezos will die Hafenbrücke in Rotterdam für seine Supersegeljacht abbauen lassen. Die Energiepreise knallen durch die Decke, widerwärtige  Missbrauchsfälle der Kirche stehen im Fokus der Allgemeinheit, Lauterbach will Joshua Kimmich persönlich impfen. Der olympische Fackellauf hat begonnen, der Flughafen Frankfurt-Hahn steckt im Insolvenzverfahren, die Karriere von Tom Brady ist beendet, die Sieben-Tage-Inzidenz steigt täglich auf neue Rekordhöhen. Die Ukraine fordert von Deutschland Waffenlieferungen, Whoopi Goldberg labert Scheiße, mit der Behauptung, beim Holocaust sei es nicht „um Rasse“ gegangen und Google verdoppelt seinen Gewinn. Olaf Scholz wird vermisst, die Sorben diskutieren, ob sie auch Frauen in ihre Hymne erwähnen sollen und die Knappheit von Halbleitern legt ganze Produktionen lahm. Spotify wird von Künstlern boykottiert, Förderanträge für Energiehäuser werden auf Eis gelegt und vor dem Aufstieg Chinas wird gewarnt. Die Zahl der Arbeitslosen steigt, Donald Trump treibt Millionen Dollar für die Republikaner ein, Cyberangriffe legen Firmen und jüngst auch Tankstellen lahm. Tesla ruft Fahrzeuge zurück, ach und Nordkorea tobt auch noch weiter, ganz zu schweigen von der Hungersnot und Unterdrückung in Afghanistan … 

Diese Liste ließe sich unendlich weiterführen, ohne nur den geringsten Hoffnungsschimmer erkennen zu können. 

Und wir leben hier herum und die Tragödien rauschen direkt an uns vorbei. Bis zu einem gewissen Grad fühlen wir uns wie das Kaninchen vor der Schlange.

Tschüss 2021 – Willkommen 2022

Veröffentlicht: 31. Dezember 2021 in Allgemein
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Draußen ist es so warm, man könnte glatt das Motorrad herausholen. Omikron geht uns derweilen mächtig auf den Geist, vom zurückliegenden Jahr ganz zu schweigen. Und die meisten leben seit Ewigkeiten zurückgezogen und mit Bedacht. Eine unwirkliche Zeit, die wir hoffentlich mit dem Jahreswechsel beizeiten verscheuchen können. 


Wir sind alle Helden – das alte Jahr ist gemeistert, wir haben durchgehalten und uns von Corona, Klimakrise, Flutkatastrophe, Vulkanausbrüchen und anderem Unheil auf dieser Welt nicht entmutigen zu lassen.

Nächstes Jahr nehmen wir uns vor, dass alles noch viel besser werden soll. Wir geben die Hoffnung nicht auf und schauen mit Zuversicht auf 2022! 


Danke, dass ihr uns durch das turbulente Jahr begleitet habt. Kommt gut rein!

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