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Der erneute Hilfskonvoi an die ukrainische Grenze hat es aktuell in sich. 1300 km liegen hinter ihnen, als die Fahrer endlich an der ukrainischen Grenze ankommen. Doch dieses Mal läuft es anders als erwartet. Sie dürfen an dieser Grenze mit ihren 7,5 Tonnen Lkws nicht mehr in die Ukraine einreisen.

Die gesamte Crew ist inzwischen müde und abgespannt. Sämtliche Ukrainer, die bereits auf die Lieferung an der Grenze warten, werden kurzerhand zu einer alternativen Grenze umgeleitet. Hinzu kommt, dass ein Transporter des Konvois an der Grenze auch noch den Geist aufgibt – die Ware muss kurzerhand auf die Lkws umgeladen werden. Anschließend macht sich der Konvoi ebenfalls auf den Weg.

Zwei Stunden später erreicht der Konvoi den neuen Grenzübergang. Vor dieser Grenze stehen jedoch schon mindestens 50 Lkws. Schnell wird klar, das sind ebenfalls alles Hilfskonvois, die darauf warten, über die Grenze fahren zu können. Unsere Crew erfährt, dass die Lkws teilweise seit 12 Stunden an der Grenze auf ihre Abfertigung warten. Die Laune ist auf dem Nullpunkt.

Schlange vor der polnisch-ukrainischen Grenze

Eine Stunde später dann die Erleichterung, die ersten Konvois werden zügig abgefertigt. Nun scheitert die Abwicklung an den nicht mitgeführten Reisepässen und genauen Frachtpapieren – am ehemaligen Grenzübergang mussten sie das alles nicht erbringen. Außerdem stellen die Zöllner offensichtlich fest, dass sämtliche Lkws durch das Umladen des Transporters aktuell überladen sind … die polnischen Zöllner unterstützen den Konvoi glücklicherweise unbürokratisch. Eine Stunde später sind die Lkws wohlbehalten auf der ukrainischen Seite, um ihre Hilfsgüter auf ukrainische Transporter umzuladen. Um 20 Uhr macht sich der Konvoi endlich auf den Rückweg durch Polen.

Auf der polnischen Seite wird in kurzer Zeit klar, dass es inzwischen keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr gibt. Viele Geflüchtete aus der Ukraine werden zurzeit in Polen auf alle möglichen Hotels verteilt, sodass es sich von Wochen zu Woche schwieriger erweist, noch ausreichend Betten für eine Zwischenübernachtung der Fahrer des Konvois zu ermöglichen.

Wir haben jetzt 00:00 Uhr und der Konvoi fährt noch. Die Beifahrer und die Basis „Oldenburg hilft der Ukraine“ telefonieren unermüdlich, um noch an beliebiger Stelle einen Schlafplatz aufzutreiben.

Wir können nur hoffen, dass alle Fahrer noch ausreichend Schlaf bekommen. Ansonsten bleibt der Crew nichts anderes übrig, als auf einem Parkplatz im Lkw zu schlafen.

Wir geben nicht auf – wir kämpfen weiter!

Flagge der Ukraine

Update: Es ist 00:22 Uhr, Hotel gefunden! Vor den Fahrern liegen noch 26 km bis zum Hotel. 🙏

Oldenburg: Hilfskonvoi ist heute um 11 Uhr Richtung Ukraine aufgebrochen.

Wir können nicht tatenlos zuschauen – tausende Menschen flüchten bereits aus dem Kriegsgebiet der Ukraine. Russische Bodentruppen greifen massiv an. Wir wollen ein Zeichen setzen und helfen!

Daher haben wir uns dazu entschlossen, unseren Lkw randvoll mit medizinischen und anderen Hilfsgütern zu beladen.

Hilfsgüter für die Ukraine

Dank Oldenburg hilft der Ukraine und der Johanniter Hilfsgemeinschaft Oldenburg ist dieser Hilfstransport zustande gekommen. Weitere werden folgen.

Ein letzter Kuss und viele Wünsche begleiten Arnt auf seiner Reise in die Ukraine

Mit einem etwas flauen Gefühl im Magen verabschiedete ich mich heute früh von meinem Mann.
Er ist mit weiteren Lkws Richtung ukrainische Grenze aufgebrochen, um notwendige Hilfsgüter und dringend benötigte medizinische Produkte an der Grenze Uhryniw zu übergeben.

Organisiert und finanziert wird das Vorhaben durch „Oldenburg hilft der Ukraine“ und der „Johanniter Hilfsgemeinschaft Oldenburg“.

Seit gestern früh steht für uns das Telefon nicht mehr still. Ständig erreichen uns neue Informationen. Durch die Organisatoren werden Fahrer und Helfer organisiert, die Route wird festgelegt, die Papiere ausgestellt, das Hotel gebucht und gegen Nachmittag die ersten Fahrzeuge geladen.
Ein großer 12,5 Tonner wird am Abend noch für die Fahrt geladen und vorbereitet. Viele freiwillige Helfer beteiligten sich schon im Vorfeld und an der Beladung der Fahrzeuge.

Es ist großartig, wie wir uns in diesen schlimmen Zeiten organisieren können und zusammenhalten!

Danke an alle, die diese humanitäre und schnelle Hilfe ermöglichen.

Unser Lkw – die sau-saugut mal nicht auf dem Weg zu Veranstaltungen

Mehrere Lkws 🚚 🚚 🚚 und ein Personentransporter mit weiteren Fahrern werden ihr Ziel in ca. 20 Stunden erreichen. Es ist geplant, dass die Hilfsgüter an der ukrainischen Grenze übergeben werden. Ein Hotel wurde gebucht, damit alle ausreichend Schlaf bekommen, bevor es wieder zurück nach Deutschland geht.

Gute Fahrt und viel Glück 💖🍀🍀🍀💖

Ukrainische Flagge

Na super, jetzt auch noch das!

Veröffentlicht: 24. Februar 2022 in Allgemein
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Sorry, aber Krieg muss jetzt nicht auch noch sein, oder? Wir leben doch eh alle nur noch in Hoffnung und in wüsten Spekulationen. Und nun wird Covid abgelöst durch diesen sinnlosen Krieg oder müssen wir beides einkalkulieren?

Was für ein Schwachsinn! Es ist fast nicht mehr zum Aushalten. Jetzt wird wieder durch Krieg gestorben und nicht mehr durch den Virus. Mein Gott, was für ein Dreck!

Demnach können wir uns schon mal auf den nächsten kalten Winter vorbereiten, Gas bleibt bald aus und alles andere steigt preislich ins Unermessliche. Nicht auszudenken, was nun alles auf uns zukommt. Ich traue diesem Kriegsverbrecher auch zu, dass er noch ganz andere Überraschungen für uns parat hat.

Und was tun wir jetzt? Wir schauen mal wieder zu und können nichts machen. Ja super! Applaus für alle Pappnasen … apropos Pappnasen, heute ist ja Altweiber. Na, da haben ja einige wenigstens einen Grund, sich das Ganze jetzt schön zu saufen.

Ich genehmige mir heute auch eine Flasche Bier. Ohren steif halten, es geht immer weiter …

Also ehrlich gestanden bin ich entweder zu blöd dafür, oder zu blöd. Ich kann meinen Artikel auf meinem privaten Blog nicht hier teilen, daher schreib ich den ganzen Kokolores nun jetzt nochmal.

Laut Statistisches Bundesamt zahlt der Endverbraucher 16,9 % mehr für Butter, 14,5 % Aufschlag bei Getreidemehl, 7,4 % bei Kaffee und 4,4 % bei Vollmilch. 

Die Preise für Baustoffe sind ebenfalls ins Unermessliche gestiegen. Laut VDI Fachmedien sind fast alle Baustoffe deutlich zum Vorjahr gestiegen. Mitunter lassen sich hierzu Anstiege von bis 60 % wahrnehmen. 

Und die immens gestiegenen Energiekosten sind kaum noch bezahlbar. Laut Vergleichsportal Check24 bezahlt der Endverbraucher in diesem Jahr satte 400 Euro mehr für Elektrizität. Von Gas ganz zu schweigen, da schlagen 127 % Preisanstieg zu Buche, sodass eine Familie bei 20.000 Kilowattstunden in diesem Jahr mit gute 1500 Euro Mehrkosten zum letzten Jahr rechnen kann. 

Die Einkünfte jedoch, sie bleiben konstant, während alles andere ständig teurer wird. 

Mir ist es eigentlich schnurz, woran das alles nun liegen mag. Die Inflation, der Russe, die Klimapolitik, der Chinese… Für uns steht fest, wer es bis heute geschafft hat, muss für die nächsten Jahre, finanziell gesehen, tapfer bleiben. Und leider werden auch welche dabei auf der Strecke bleiben und wohl oder übel in die Insolvenz oder Armut abrutschen.  

Bald ist zappenduster mit unseren Gasvorräten, der Russe bereitet parallel dazu gleich mal einen zu befürchtenden Krieg vor und die US-Regierung profiliert sich weltweit mit ihrer überzogenen Propagandaschlacht.  Manche befürchten sogar einen dritten Weltkrieg.

Das könnt ihr sehr gerne viral gehen lassen. Kopiert es euch und verteilt es meinetwegen auf der ganzen Welt!

Hatte nicht sogar Nostradamus in seinen Centurien so etwas vorausgesagt? Der prophezeite  ja im 16. Jahrhundert munter darauf los. Ich erinnere mich, er sagte für 2022 ein sehr düsteres Jahr mit Hunger und Unruhen, ausgelöst durch die Wirtschaftskrise, voraus. Und die EU soll zusammenbrechen und  Kim Jong-un soll bei einem Unfall sterben. Sehr nebulöse Voraussagen. Genauso spekulativ sind die Voraussagen der verstorbenen Bulgarin Baba Wanga. Auch sie prophezeite, dass das Jahr 2022 nicht gut verlaufen  würde.  

Corona tobt indes weiter, die Schwurbler und Leugner auch und das alles beschneidet uns gewaltig in unseren Entfaltungsmöglichkeiten. 

Und wir so? Wir schauen natürlich in aller Ehrfurcht zu! Jetzt müssen wir alle stark und zuversichtlich bleiben, das ist offensichtlich das einzige, was wir tun können. Auf unserem Rücken dürfen sich schließlich alle austoben und selbst verwirklichen. 

Dazu hätte ich gerne ein Wörtchen mitgesprochen, aber wer fragt uns denn schon? Und kommt mir jetzt nicht mit Bundestagswahl und Co. KG und ich könne schließlich wählen, was mir lieb und treu erscheint. 

Schönen Sonntag.

Der 02.02.2022 war für uns ein besonderes Datum

Veröffentlicht: 3. Februar 2022 in Allgemein
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Für uns war der 02.02.2022, ein Tag, den wir feiern wollten, mehr darüber könnt ihr in meinem kürzlich veröffentlichten Artikel lesen. Wenn da nicht diese schwierige und katastrophale Zeit für uns wäre, die noch immer allgegenwärtig ist.  

Mit Corona gehen wir in das dritte Jahr, die ersten Veranstaltungen wurden bereits seitens der Veranstalter wieder abgesagt. Trotzdem ist unser Terminkalender voll, wenn wir das alles in diesem Jahr bewältigen wollen, wird es hart für uns. Eine einzige Frage bleibt allerdings allgegenwärtig, sie zwingt uns ständig in die Knie, lässt uns zweifeln, macht mürbe und lässt uns nicht zur Ruhe kommen: Dürfen wir in diesem Jahr darauf hoffen, wieder Geld zu verdienen? 

Seelisch zieht uns das alles fortwährend in unsere persönlichen Abgründe. Mit gedämpfter Stimmung verbrachten wir daher unseren gestrigen Tag in trauter Zweisamkeit. Die Besonderheit des Tages rückte arg in den Hintergrund.  

Uns sind weiterhin die Hände gebunden, wir können nichts machen oder tun. Die widersinnigen Beschlüsse der Regierung lassen wir über uns ergehen, ohne etwas dagegen tun zu können. Die ersten Länder brechen aus dem Coronakorsett bereits aus. Bis zu Zehntausend Besucher dürfen nun wieder ein Fußballstadion belagern. Veranstaltungen, draußen in der Natur, werden hingegen weiterhin blockiert und nicht zugelassen oder mit widersinnigen Auflagen belegt, sodass Veranstalter freiwillig das Handtuch werfen.

Unser Impfstatus wurde nach unten korrigiert. Angeblich ist unsere vollständige Impfung mit Johnson und Johnson nichts mehr wert und mit Boosterimpfung bedeutet das für uns nur noch Status 2G.

Wir sind offen gestanden auch kurz davor, hier durchzudrehen. Seit vielen Monaten leben wir völlig zurückgezogen und gehen nur noch zum Einkaufen auf die Straße. Freunde treffen, das gibt es für uns schon lange nicht mehr. 
Wir haben wirklich keine Lust, an dieser elenden Seuche zu erkranken. Die Gefahr von Long Covid betroffen zu sein, ist für uns allgegenwärtig. Nicht auszudenken, spätestens dann wäre die Fortführung unserer Firma nicht mehr möglich.

Um die Zeit mehr oder weniger zu füllen, räumt Arnt unser Lager auf, bekämpft die Wühlmäuse in unserem Garten und rennt mit den Hunden ewig und drei Tage im Wald herum. Ich widme mich meinem Studium als Journalistin, erledige meine Aufträge als virtuelle Assistentin und bekomme so langsam aber sicher  einen Lagerkoller, weil ich aus meinem Büro nur noch zum Hundespaziergang herauskomme.


Indes vernehmen wir all die Schlagzeilen und stehen vielleicht vor dem nächsten Krieg mit Russland oder China oder was weiß ich, wer sich noch alles profilieren will. Klimaziele werden nicht eingehalten, Atomkraft wird schöngeredet und gilt nun als nachhaltig. Die STIKO spricht sich aus und widerspricht sich im nächsten Moment wieder. Reichsbürger, die braune Suppe und Schwurbler bevölkern die Straßen, die Inflationsdebatte ist im vollen Gang und Jeff Bezos will die Hafenbrücke in Rotterdam für seine Supersegeljacht abbauen lassen. Die Energiepreise knallen durch die Decke, widerwärtige  Missbrauchsfälle der Kirche stehen im Fokus der Allgemeinheit, Lauterbach will Joshua Kimmich persönlich impfen. Der olympische Fackellauf hat begonnen, der Flughafen Frankfurt-Hahn steckt im Insolvenzverfahren, die Karriere von Tom Brady ist beendet, die Sieben-Tage-Inzidenz steigt täglich auf neue Rekordhöhen. Die Ukraine fordert von Deutschland Waffenlieferungen, Whoopi Goldberg labert Scheiße, mit der Behauptung, beim Holocaust sei es nicht „um Rasse“ gegangen und Google verdoppelt seinen Gewinn. Olaf Scholz wird vermisst, die Sorben diskutieren, ob sie auch Frauen in ihre Hymne erwähnen sollen und die Knappheit von Halbleitern legt ganze Produktionen lahm. Spotify wird von Künstlern boykottiert, Förderanträge für Energiehäuser werden auf Eis gelegt und vor dem Aufstieg Chinas wird gewarnt. Die Zahl der Arbeitslosen steigt, Donald Trump treibt Millionen Dollar für die Republikaner ein, Cyberangriffe legen Firmen und jüngst auch Tankstellen lahm. Tesla ruft Fahrzeuge zurück, ach und Nordkorea tobt auch noch weiter, ganz zu schweigen von der Hungersnot und Unterdrückung in Afghanistan … 

Diese Liste ließe sich unendlich weiterführen, ohne nur den geringsten Hoffnungsschimmer erkennen zu können. 

Und wir leben hier herum und die Tragödien rauschen direkt an uns vorbei. Bis zu einem gewissen Grad fühlen wir uns wie das Kaninchen vor der Schlange.

Tschüss 2021 – Willkommen 2022

Veröffentlicht: 31. Dezember 2021 in Allgemein
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Draußen ist es so warm, man könnte glatt das Motorrad herausholen. Omikron geht uns derweilen mächtig auf den Geist, vom zurückliegenden Jahr ganz zu schweigen. Und die meisten leben seit Ewigkeiten zurückgezogen und mit Bedacht. Eine unwirkliche Zeit, die wir hoffentlich mit dem Jahreswechsel beizeiten verscheuchen können. 


Wir sind alle Helden – das alte Jahr ist gemeistert, wir haben durchgehalten und uns von Corona, Klimakrise, Flutkatastrophe, Vulkanausbrüchen und anderem Unheil auf dieser Welt nicht entmutigen zu lassen.

Nächstes Jahr nehmen wir uns vor, dass alles noch viel besser werden soll. Wir geben die Hoffnung nicht auf und schauen mit Zuversicht auf 2022! 


Danke, dass ihr uns durch das turbulente Jahr begleitet habt. Kommt gut rein!

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„Heilig ist mir zumute“, Auszug aus dem Buch „Hofgeflüster“ von Angela Roesenberger

Und, freut ihr euch schon auf Heiligabend in trauter Zweisamkeit oder sogar mit der gesamten Familie? Wen davon habt ihr schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gesehen? Bestimmt seid ihr schon ganz gespannt auf die vielen Geschichten und Neuigkeiten.

Wenigstens zur Weihnachtszeit finden wir die notwendige Zeit, um umfänglich Familie und Verwandtschaft in ihrer ganzen Vielfalt zu subsumieren. In derlei Gesprächen stellt sich oft heraus, was wir alles über das Jahr hinweg nicht mitbekommen haben. 

Meist verläuft das Weihnachtsfest harmonisch, man hat sich ohne Zweifel eine ganze Menge zu erzählen, schließlich sehen wir uns viel zu selten. 

Die Kinder toben ausgelassen um den Weihnachtsbaum herum, während Oma wieder ihr Geschichten aus dem Dorf erzählt. Mutter und Tochter tauschen sich über Stylingtipps aus und Tante Erna berichtet vom neuesten Tratsch aus ihrer Kochgruppe. Derweilen sitzen Vater und Sohn etwas abseits von allen und diskutieren über Arbeit und ihren neusten Projekten bezüglich Hausbau. Und Opa versucht sich gerade in WhatsApp, klein Vivi hilft ihm dabei und ist Feuer und Flamme, ihm zeigen zu können, wie man Emoji versendet. 

Eingebettet von Jubel, Trubel und Heiterkeit verbringen tolle Menschen jedes Jahr aufs Neue miteinander einen ganz besonderen Abend – den Heiligabend. 

Vom ganzen Reden und dem Getümmel erschöpft, liege ich danach im Bett, um so manche Unterhaltung mit einem Schmunzeln noch einmal geistig Revue passieren zu lassen.

Das sind die Momente, in denen ich pures Glück empfinde. Ich bin glücklich darüber, dass Menschen, die mir viel bedeuten, mich in meinem Leben begleiten. Ihre Nähe und Vertrautheit zu genießen, ist höchst wohltuend. Ich weiß, dass ich bei ihnen immer willkommen bin. Meine Familie nimmt mich so, wie ich bin. Familie steht für Zugehörigkeit, Liebe, Geborgenheit, Nähe und Sicherheit.

Ich freue mich daher wieder auf Weihnachten. Denn Weihnachten ist etwas sehr Besonderes und ebendarum ist es mir heilig. Zu keinem anderen Zeitpunkt verspürt man nämlich diese gewisse Geborgenheit mehr. 

Ich wünsche daher allen ein wundervolles Weihnachtsfest mit besonderen Menschen in friedvoller und einzigartiger Atmosphäre.

Bildrechte und Künstler: Marius van Dokkum

Heute ist der Tag, an dem viele noch einmal in die Stadt fahren, um die restlichen Besorgungen für Weihnachten zu erledigen.

Bildrechte und Künstler: Marius van Dokkum

Zu Hause angekommen, werden all die Einkäufe emsig eingelagert und Geschenke verpackt und mit allem möglichen Tüddelkram verziert.

Der Tannenbaum bekommt seinen angestammten Platz im Wohnzimmer und der verstaubte Weihnachtsschmuck wird herausgesucht und geputzt.

Der Staubsauger läuft zu seinen letzten Hochtouren auf, zig mal stolpern wir über dessen Stromkabel und Staubwedel und Feudel erfahren ihren gebührenden Auftritt, bis alles blitzsauber ist.

Und auch die ersten Gerichte für Heiligabend  befinden sich bereits in Vorbereitung.

Jetzt bloß kein Stress aufkommen lassen. Die langen Schlangen vor den Kassen mit einem Lächeln einfach ertragen. Was soll’s. Abends fallen wir, wie immer völlig K. o. auf unser Sofa, aber wir werden alles geschafft haben, was wir uns vorgenommen hatten. Ist halt wie immer, vor Weihnachten.

Heute ist ein besonderer Tag. Der Tag vor Heiligabend.✨

Fragen, auf die wir keine Antwort haben. Wir warten. Worauf, fragt ihr euch? Keine Ahnung! Wir befinden uns nach wie vor in der Warteschleife Corona und sich täglich ändernden Inzidenzwerten.

Bildrechte: Angela Roesenberger – future4web –

Wir nehmen Menschen wahr, die auf den Intensivstationen elendig nach Luft ringen, wir vernehmen in allen möglichen Medien die Aktivitäten unserer Ampelkoalition und sehen im Fernsehen, wie verblendete Idioten auf die Straße gehen, um wegen Corona zu randalieren. Indes gehen wir nur noch zum Einkaufen unter Leute und ansonsten leben wir abgeschottet auf unserem Hof.

Weihnachten? Ach, Gottchen … jetzt nicht auch noch so ein Kram. Das kann man zelebrieren, wenn es einem danach ist, aber doch nicht gerade jetzt! Allerdings, wir haben uns durchgerungen für einen Adventskranz und ja es wird wohl auch eine Nordmanntanne mit Ballen werden. Wenigstens in Sachen Umweltschutz können wir nach Weihnachten dann unseren Beitrag leisten. Unsere Tanne wird anschließend in unserem Garten einen gebührenden Platz bekommen. 

Wir sind bereits geboostert (wir hatten Glück wegen vorhergehender Impfung mit Johnson & Johnson), um diesem unsäglichen Leid von der Schippe zu springen. Wer will schon riskieren, auf der Intensivstation, kurz vor dem Intubieren nur noch ein letztes Mal mit seiner Familie sprechen zu können? Und das alles in der weisen Absicht, aus der bevorstehenden langen Reise womöglich nie mehr aufzuwachen. 

Und wir hangeln uns von einer Hoffnung zur nächsten. Es ist nichts verloren, aber schon dieses Warten macht einfach nur mürbe. Wir kämpfen uns derweilen durch unseren Urwald Garten, räumen alle möglichen Dinge auf, backen Weihnachtsplätzchen, rennen mit unseren Hunden im Wald herum und träumen von besseren Zeiten. 

Wenigstens kann ich als virtuelle Assistentin noch arbeiten. Das ist viel wert. Nicht vorrangig wegen Geld, denke ich das. Sondern weil ich immer spannende Aufträge erledigen kann. Ich verspüre also keine Langeweile und entwickle mich immer weiter.  

Bildrechte: Angela Roesenberger -future4web –


Ganz ehrlich, wir sind trotzdem wirklich froh, wenn dieser ganze Spuk endlich vorbei ist. Und es gibt ja bereits einen Lichtblick. Ein Medikament, dass offensichtlich ziemlich gut gegen schlimme Verläufe einer Erkrankung an Corona hilft … auch gegen Omikron.


Euch wünschen wir erst einmal weiterhin eine besinnliche Vorweihnachtszeit. Bleibt gesund und zuversichtlich. 

Wir sind keine trüben Tassen… wir trinken allenfalls Meerwasser aus Tassen. Das macht so schön plietsch.

Momentan lauschen wir dem Sturm, der um unser Haus fegt. Hoffentlich ist wenigstens nach dem Sturm das ganze Blattzeugs weggeweht. Kein Bock, den ganzen Mist aufzusammeln.

Und wir überlegen, denken auch manchmal dabei, stieren Löcher in die Wände, verspachteln die wieder, raffen uns auf, gehen mit den Hunden in den Wald, machen uns was zu essen und abends kämpfen wir mit uns, ganz früh ins Bett zu gehen, um den Rest einfach zu verschlafen.

Funktioniert leider nicht, denn der Kopf will nicht stillstehen – er hält uns momentan ganz schön auf Trapp.

Ich nehme gerade zu allen möglichen alten und neuen Geschäftsbeziehungen wieder Kontakt auf. Um wenigsten als selbständige, virtuelle Assistentin Kohle verdienen zu können. Morgen steht ein Telefonat nach Südafrika an. Bin schon sehr gespannt darauf. Kunst und Kultur nach Deutschland bringen, ist das Thema.

Wir sind uns noch nicht darüber im Klaren, ob wir Weihnachtsgänse vom Buchenholzgrill anbieten sollen. Wenigstens ein wenig Geld verdienen…

Die Regierung schweigt sich indes bezüglich Unterstützung aus. Die in Aussicht gestellten Coronahilfen sind wieder mal nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Unsere Kosten können wir damit nicht decken. Wäre trotzdem schon mal ein Schritt, um unsere Belastung nicht sofort eskalieren zu lassen. Total Mist, dass man davon nun wieder abhängig sein muss.

Was wir allerdings beobachten, sind die Fehler aus letztem Jahr. Wieder sind zu wenig Impfdosen da, wieder geht es drunter und drüber wenn es um Impfzentren und Ärzte geht, wieder nur Diskussionen und keine Ergebnisse, wieder verpennt jeder seinen Einsatz und immer noch stehen wir ohne neuen Gesundheitsminister da. Das ist doch alles nur noch lächerlich.

Und Omikron… nichts Konkretes weiß man aktuell. Kotzt mich echt an, der ganze Scheiß.

Mein Mann, Arnt, hat inzwischen einen Brandbrief an unsere designierten Oberhäupter der Regierung geschrieben. Uns reicht es nämlich mächtig!

Seid mir nicht böse… ich habe vorerst den Brief wegen verschiedenster Gründe wieder rausnehmen müssen.

In diesem Sinne… gehe ich jetzt gepflegt an den Bierkasten. Schönen Abend noch…