Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Recklinghausen ist alt

Veröffentlicht: 13. Juni 2017 in Allgemein

Zum großen Fest, 1000 Jahre Recklinghausen, wussten wir einiges zu präsentieren. Natürlich war die Sau vom Spieß zweimal vertreten.  Schön war es. Wir lassen Bilder sprechen.

„Bomben“stimmung bei Rock am Ring

Veröffentlicht: 6. Juni 2017 in Allgemein

2017 Nürburgring – endlich wieder zu Hause, denn hier ist es sicherer als in Mendig – so denken wir noch kurz vor Rock am Ring…

Die Veranstaltung endlich wieder auf dem Nürburgring stattfinden zu lassen, ist ganz klar die beste Entscheidung, die man treffen konnte. Schließlich ist alles asphaltiert und der Ring ist hoch gelegen, sodass sich Unwetter, wie in den letzten beiden Jahren in Mendig, nicht so leicht verfangen können. Nur aus diesem Grund sind wir wieder dabei. Ein weiteres Mendig wäre für uns nicht mehr in Frage gekommen. Die Freude aber auch die Anspannung ist daher für uns in diesem Jahr RaR groß. Und mit unserem Bauchgefühl hinsichtlich der Anspannung liegen wir leider genau richtig.

Denn was heutzutage sicher ist, darüber kann man inzwischen leider streiten…

Dass die Sicherheit von einer anderen Gefahrenquelle in Frage gestellt werden könnte, damit rechneten wohl die Wenigsten. Denn immerhin befinden sich über 90.000 Festivalbesucher auf dem Festivalgelände, als es freitagabends dann plötzlich heißt, kontrolliert das Gelände zu verlassen. Uns weicht die Farbe aus dem Gesicht…

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Wird das diesjährige RaR zum Desaster für alle?

Mit dieser Frage hauen wir uns mehr schlecht als recht die Nacht um die Ohren. Gibt es grundsätzlich noch eine Möglichkeit für Festivals und Großveranstaltungen, denn wer will für die Sicherheit die Verantwortung übernehmen, gerade in Zeiten der Gewalt und des Terrors? Für uns stellt sich am Abend nicht nur eine Frage. Macht es überhaupt noch Sinn, in Zukunft auf solche Veranstaltungen zu gehen? Das Risiko eines Abbruches wegen Terrorwarnung ist inzwischen hoch. Ständige Abbrüche führen dazu, dass die Unsicherheit steigt, aber auch Veranstalter wirtschaftlich immer mehr geschröpft werden; von den Besuchern, die eine Menge Geld bezahlt haben, ganz zu schweigen und erst recht von uns Versorgern… Wird der Welt soeben, durch diese fehlgeleiteten Geschöpfe, der Spaß genommen? Müssen wir mit allem und zu jeder Zeit rechnen? Werden wir womöglich dadurch in unserer Freiheit eingeschränkt und wen machen wir letztendlich dafür verantwortlich? Wo setzen wir an, um diesem Terror und diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen? Oder fängt es gerade erst an – vernichtet sich die Menschheit gerade selbst? Die Kosten, um die Sicherheit für die Besucher von Veranstaltungen zu gewährleisten, sind immens hoch – wer finanziert das in Zukunft? Wir diskutieren bis spät in die Nacht und finden keine Antworten…

Nächsten Tag um 11 Uhr wird verkündet, ob es weiter geht, wir können nur abwarten.

Bereits in der Nacht und am nächsten Morgen stellt die Polizei das Gelände auf den Kopf. Für mich schellt um 5 Uhr der Wecker. Um 6 Uhr befinde ich mich auf dem Gelände, um der Polizei und den Suchhunden die Möglichkeit einzuräumen, auch unseren Stand zu checken.

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Als ich unseren Kühlanhänger öffne, ist die Freude für die aufmerksame Spürhunddame bei dem Anblick der vielen Schweine groß. Ich glaube, sie würde gerne mal ihre Zähne in das Fleisch schlagen. Aber ihre Arbeit geht vor – systematisch wird das restliche Gelände nach Sprengstoff abgesucht. Nach ein paar Stunden ist klar, das Gelände ist „sauber“!

Wenig später dann die erlösende Entscheidung: Rock am Ring wird fortgesetzt!

Meine Güte, das waren quälende Stunden der Anspannung – einen weiteren Abbruch hätten viele Mitwirkende wirtschaftlich nicht verkraftet. Und die Enttäuschung der Festivalbesucher wäre grenzenlos gewesen.

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Vielen, herzlichen Dank an alle Einsatzkräfte – das ist eine echte Herausforderung gewesen, dieses riesige Gelände zu durchsuchen und unsere Sicherheit zu gewährleisten!

Also wir hatten unseren Spaß 😉 Wir lassen uns den auch nicht von so einem verblendeten 99-Jungfrauen-Nieselpriem verderben 🙂

Beweisvideo >>>>Bombenstimmung<<<<<

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Börteboote – Helgoland

Veröffentlicht: 8. Mai 2017 in Allgemein

Viele wissen wahrscheinlich nicht, was man unter einem „Börteboot“ versteht. Ich kenne sie von früher, als ich noch klein war und meine Eltern mit mir regelmäßig nach Helgoland geschippert sind. Es war ja früher Usus für Butter, Zigaretten und Alkohol rüber zu fahren. Mit den Börtebooten sind wir dann am Schiff (das durfte wohl nicht zu nah an die Insel) abholt worden, um nach Helgoland zu kommen. In der Schifffahrt wird die Beförderung von Passagieren von einem auf Reede liegenden Schiff zum Land als „Ausbooten“ bezeichnet. Inzwischen gibt es das Ausbooten traditionell nur noch auf der Insel Helgoland.

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Beim Hafengeburtstag Hamburg hab ich sie wiedergesehen. Diese Boote auf dem Geburtstag, das passt! Denn es sind sehr viele historische Boote gekommen, um mitzufeiern.

Es hat sich auch für den Erhalt der Boote der Verein VzEHB gegründet, der sich für die  einzigartigen Boote, die heute nur noch selten auf Helgoland benötigt werden, einsetzt. Alte und heruntergekommene Boote werden restauriert und wieder seetauglich gemacht. Sie haben sogar mal ein Boote, das als Sandkasten zweckentfremdet wurde, „gerettet“. Die Kinder bekamen als Ersatz ein seeuntaugliches Boot.

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Die Mitglieder setzen sich dafür ein, dass ein wertvolles Kulturgut erhalten bleibt. Es ist recht wahrscheinlich, dass die Boote in Zukunft zum Weltkulturerbe anerkannt werden. Der Antrag dafür ist bereits gestellt.

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Die Boote sind einzigartig, man  hat sie früher tatsächlich nur auf Helgoland eingesetzt. So ein Vollholzboot wiegt auch mal eben schlappe 8 Tonnen. Mit ihm zu fahren ist wirklich angenehm, denn es liegt durch das hohe Gewicht stabil im Wasser. Es ist offen, nichts verdeckt die Sicht – ein wunderbarer Rundumblick ist dadurch gewährleistet.

Die Bauweise der Börteboote ist für Holzboote eine Besonderheit.  Während die oberen Plankengänge (meist die vier oberen, vom Süllrand nach unten gezählt) in Klinkerbauweise erstellt sind, ist das darunter befindliche Unterwasserschiff in Kraweelbeplankung gebaut. Börteboote haben einen relativ starken und innenliegenden Dieselmotor  – sie erreichen, mit ihren 15 Stundenkilometern und mehr, leicht Rumpfgeschwindigkeit.

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Der Verein zum Erhalt der Helgoländer Börteboote, kurz VzEHB sucht weitere Mitglieder. Also wer sich für den Erhalt dieser selten gewordenen Boote einsetzen möchte, der kann das über den Verein tun. Auch tatkräftige Unterstützung ist erwünscht, denn ndie Boote müssen regelmäßig gewartet werden und es ist auch drumherum einiges zu erledigen und zu planen.

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Ich und mein Mann haben den Verein und seine Mitglieder beim Hafengeburtstag in Hamburg  kennen lernen können. Die Atmosphäre ist einmalig – Prinzipienreiter oder Vereinsmeierei findet man hier nicht. Alle, die wir kennen gelernt haben, sind aufgeschlossen, herzlich und lustig. Es macht total Spaß dabei zu sein (wenngleich der nächste Tag dann doch mit einer Menge Kater verbunden ist…). Das Schöne ist, es sind alle Altersgruppen vertreten und jeder trägt seinen Anteil bei, diese wunderschönen Boote zu erhalten.

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Wir wünschen euch weiterhin viel, viel Erfolg und Spaß! Der Aufnahmeantrag ist bereits von uns ausgefüllt und geht in den nächsten Tagen an euch raus. Und ganz wichtig: herzlichen Dank, dass ich die Gelegenheit hatte, mit euch mitfahren zu können – das war ein einmaliges Erlebnis!

Hamburger Hafengeburtstag 2017

Veröffentlicht: 8. Mai 2017 in Allgemein

Das Wochenende in Hamburg mit Wind, Wasser, Regen, Sonnenschein zum  Hafengeburtstag zu erleben und vom Boot bis zum Kreuzfahrtschiff alles zu entdecken, ist für uns neben der Arbeit eine Erlebnis und eine Herausforderung. Nicht, weil viel zu tun ist, auch nicht, weil das Wetter anfänglich ziemlich verregnet und kalt ist… sondern weil man ziemlich trinkfest sein muss und zudem die Nächte in Hamburg immer sehr kurz sind.

Wir stehen an diesem Wochenende auf den Pontons am Sandtorkai im Traditionsschiffhafen von Hamburg mit Blick auf die Elbphilharmonie.

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Wir bieten neben Sau vom Spieß auch unsere Köstlichkeiten vom Rind an – der Zuspruch ist einmalig.

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Die Besucher sind fröhlich, gut gelaunt und neugierig auf all das, was wir ihnen an diesem Wochenende präsentieren. Hinter uns ankern die Helgoländer Börteboote.

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Die Crew wird uns allerdings irgendwie zum „Verhängnis“, denn Samstag Abend landen wir von unserem Verkaufsstand geradewegs in einem der zahlreichen Börteboot, um mit allen zusammen bis in die Morgenstunden lautstark sowie feuchtfröhlich zu feiern… höhöhö. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie wir uns fühlen, als am Sonntag um 6 Uhr der Wecker klingelt. Irgendwie haben ich bis heute, wir haben mittlerweile Montag, immer noch das Gefühl auf dem Boot zu sein und zu schaukeln… Nun denn… ich will mal nicht so verweichlicht wirken. Wer feiern kann, muss auch den Rest vertragen – also schaukle ich mich auf meinen Bürostuhl, ohne zu jammern, ein. Hoffentlich nicht mit dem Ergebnis doch noch seekrank zu werden.

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Ach und das muss ich euch noch erzählen – also man kann ja mit Booten rausfahren, um den Hafengeburtstag vom Wasser aus zu verfolgen. Erstens solltet ihr das unbedingt tun, denn es ist alles viel weitläufiger, man sieht viel mehr und man geht den Menschenmassen an Land aus dem Weg. Zweitens und das ist wesentlich, wenn das Wetter mitspielt, kann ich euch nur wärmstens die Fahrt auf den Börtebooten empfehlen. Denn diese Boote sowie die Vereinsmitglieder sind etwas sehr Besonderes… hierzu schreib ich in einem separaten Artikel gleich mehr….

Erst einmal will ich Taten… nein Bilder vom Hafengeburtstag folgen lassen.

Mit lecker Sau vom Spieß treffen wir uns an diesem Wochenende in Holland wieder, oder nicht? Das Event sollte wirklich niemand verpassen. Schaut mal das Video dazu an. Das Wetter soll zudem superschön und warm werden.

Elfia

Wir berichten, wenn dieses Wochenende hinter uns liegt. Wir freuen uns auf euch!

Aus ist es mit dem Winter

Veröffentlicht: 25. März 2017 in Allgemein
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Seltsam, dass ausgerechnet das Schwein nicht heilig ist. Ich finde, wir Tiere sollten alle ein entsprechendes Maß an Heiligkeit besitzen. Mit anderen Worten, jedem Tier gebührt Hochachtung. Wir sterben letztendlich ja nicht nur für euch, damit ihr euch den Wanzt vollschlagen könnt. Nein, wir sind eurem Leben quasi ausgesetzt und ggf. müssen wir dadurch ertragen und leiden…

Change.org, die weltweit größte Petitionsplattform, machte mich vor ein paar Wochen auf das Schweinehochhaus aufmerksam. Unglaublich, dass es so etwas in einer zivilisierten Gesellschaft überhaupt gibt. Das ist finstere Wirklichkeit. In diesem Hochhaus werden über mehrere Stockwerke verteilt, Schweine gezüchtet. Auf die grausame Art und Weise der Haltung will ich hier nicht weiter eingehen – ich leite euch später weiter auf die Petitionsseite, dann könnt ihr euch das selbst einmal durchlesen.

Fakt ist, es werden Unterschriften dafür gesammelt, dass das Hochhaus, so schnell es geht, geschlossen wird. Meine Artgenossen müssen unter abartigen Zuständen leben. Es ist unglaublich, dass so etwas von gesetzlicher Seite überhaupt zugelassen wird.Unbenannt-1

Ehrlich, bei der sau-saugut landet das Schwein auf dem Grill, ganz klar und gar keine Frage (von mir  als Maskottchen der sau-saugut 😉 mal abgesehen). Sauen sterben daher für unser leibliches Wohl (ich erwähne hier nur das Wohl der Fleischesser)

Aber ein würdiges Leben sollten wir (ich schließe mich mal mit ein) bitteschön jedem Lebewesen zugestehen – ihr Menschen seid doch erwachsen und ihr könnt bis zwei zählen. Ich meine damit, dass ihr alle des Denkens fähig seid. Und jeder geistig Aktive sollte nachempfinden können, wie unangenehm es ist, wenn man solchen Umständen (Schweinehochhaus) ausgeliefert wäre…

Wir als sau-saugut achten zum Beispiel darauf, das wir unsere Wutzen nachweislich von Neben- und Kleinerwerbsbauern beziehen. Mit anderen Worten, diese Sauen leben entspannt und ihre gute Haltung steht im Mittelpunkt. Wir achten zudem darauf, wie der weitere Ablauf gewährleistet ist. Wir sind uns sogar sicher, wie die Sau stirbt. Wir benötigen diese Gewissheit schon deshalb, weil das  Fleisch nicht irgendeinem Stress ausgeliefert sein darf  – das nämlich wäre, über offenem Buchenholzfeuer gegart, zäh und ungenießbar für den Gast.

Wenngleich ihr als Mensch in Sachen Nächstenliebe und Miteinander offenbar kläglich versagt… ich muss jetzt sicherlich nicht weiter ausführen, was es alles Unerträgliche auf dieser Welt gibt. Es mag auch den Anschein haben, dass es eh zwecklos ist, über solche Themen nachzudenken… Daher liegt die Frage nahe: warum  also solltet ihr ausgerechnet an die lebenswerten Umstände der Tier denken? Es ergibt nur Sinn, wenn ihr euch bewusst werdet, dass ihr das Große und Ganze nicht auf einmal lösen könnt. Aber auch kleine Puzzle können ja irgendwann ein schönes Bild ergeben.

Verinnerlicht es euch als Menschen bitte wenigstens im kleinen Rahmen: Positive Bewegungen, egal wie klein der eigene Anteil sein mag – wenn Viele ein wenig tun, wird letzten Endes eine große Menge daraus. Sie wird für den entscheidenden Wandel in der Zukunft verantwortlich sein. Wenn das klar ist, ist auch das Ziel simpel: Toleranz, Frieden, Gesundheit und eine gesunde Welt, worauf wir leben können – mehr brauchen wir nicht. Merkt ihr, ist es so wenig, was wir als Einzelne zu diesem Thema beitragen müssen. Ein kleiner Teil davon ist: Die Lebewesen achten, die am wenigsten mit der menschlichen Unvernunft umgehen könnten und dem hilflos ausgesetzt wären…

Fangt gleich damit an. Es wäre daher echt hilfreich, wenn ihr euch an der Petition von Change.org beteiligt. Es kostet euch nur 5 Minuten, aber euer Einsatz erzeugt immens viel Wirkung. Ihr könnt dabei anonym bleiben, euch droht kein Ungemach und ihr landet auch nicht auf den Titelseiten der „Picture“-Zeitung. Bitte helft uns und unterschreibt, damit das Schweinehochhaus endlich schließen muss!

Euer Schweini