Archiv für Mai, 2017

Börteboote – Helgoland

Veröffentlicht: 8. Mai 2017 in Allgemein

Viele wissen wahrscheinlich nicht, was man unter einem „Börteboot“ versteht. Ich kenne sie von früher, als ich noch klein war und meine Eltern mit mir regelmäßig nach Helgoland geschippert sind. Es war ja früher Usus für Butter, Zigaretten und Alkohol rüber zu fahren. Mit den Börtebooten sind wir dann am Schiff (das durfte wohl nicht zu nah an die Insel) abholt worden, um nach Helgoland zu kommen. In der Schifffahrt wird die Beförderung von Passagieren von einem auf Reede liegenden Schiff zum Land als „Ausbooten“ bezeichnet. Inzwischen gibt es das Ausbooten traditionell nur noch auf der Insel Helgoland.

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Beim Hafengeburtstag Hamburg hab ich sie wiedergesehen. Diese Boote auf dem Geburtstag, das passt! Denn es sind sehr viele historische Boote gekommen, um mitzufeiern.

Es hat sich auch für den Erhalt der Boote der Verein VzEHB gegründet, der sich für die  einzigartigen Boote, die heute nur noch selten auf Helgoland benötigt werden, einsetzt. Alte und heruntergekommene Boote werden restauriert und wieder seetauglich gemacht. Sie haben sogar mal ein Boote, das als Sandkasten zweckentfremdet wurde, „gerettet“. Die Kinder bekamen als Ersatz ein seeuntaugliches Boot.

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Die Mitglieder setzen sich dafür ein, dass ein wertvolles Kulturgut erhalten bleibt. Es ist recht wahrscheinlich, dass die Boote in Zukunft zum Weltkulturerbe anerkannt werden. Der Antrag dafür ist bereits gestellt.

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Die Boote sind einzigartig, man  hat sie früher tatsächlich nur auf Helgoland eingesetzt. So ein Vollholzboot wiegt auch mal eben schlappe 8 Tonnen. Mit ihm zu fahren ist wirklich angenehm, denn es liegt durch das hohe Gewicht stabil im Wasser. Es ist offen, nichts verdeckt die Sicht – ein wunderbarer Rundumblick ist dadurch gewährleistet.

Die Bauweise der Börteboote ist für Holzboote eine Besonderheit.  Während die oberen Plankengänge (meist die vier oberen, vom Süllrand nach unten gezählt) in Klinkerbauweise erstellt sind, ist das darunter befindliche Unterwasserschiff in Kraweelbeplankung gebaut. Börteboote haben einen relativ starken und innenliegenden Dieselmotor  – sie erreichen, mit ihren 15 Stundenkilometern und mehr, leicht Rumpfgeschwindigkeit.

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Der Verein zum Erhalt der Helgoländer Börteboote, kurz VzEHB sucht weitere Mitglieder. Also wer sich für den Erhalt dieser selten gewordenen Boote einsetzen möchte, der kann das über den Verein tun. Auch tatkräftige Unterstützung ist erwünscht, denn ndie Boote müssen regelmäßig gewartet werden und es ist auch drumherum einiges zu erledigen und zu planen.

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Ich und mein Mann haben den Verein und seine Mitglieder beim Hafengeburtstag in Hamburg  kennen lernen können. Die Atmosphäre ist einmalig – Prinzipienreiter oder Vereinsmeierei findet man hier nicht. Alle, die wir kennen gelernt haben, sind aufgeschlossen, herzlich und lustig. Es macht total Spaß dabei zu sein (wenngleich der nächste Tag dann doch mit einer Menge Kater verbunden ist…). Das Schöne ist, es sind alle Altersgruppen vertreten und jeder trägt seinen Anteil bei, diese wunderschönen Boote zu erhalten.

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Wir wünschen euch weiterhin viel, viel Erfolg und Spaß! Der Aufnahmeantrag ist bereits von uns ausgefüllt und geht in den nächsten Tagen an euch raus. Und ganz wichtig: herzlichen Dank, dass ich die Gelegenheit hatte, mit euch mitfahren zu können – das war ein einmaliges Erlebnis!

Hamburger Hafengeburtstag 2017

Veröffentlicht: 8. Mai 2017 in Allgemein

Das Wochenende in Hamburg mit Wind, Wasser, Regen, Sonnenschein zum  Hafengeburtstag zu erleben und vom Boot bis zum Kreuzfahrtschiff alles zu entdecken, ist für uns neben der Arbeit eine Erlebnis und eine Herausforderung. Nicht, weil viel zu tun ist, auch nicht, weil das Wetter anfänglich ziemlich verregnet und kalt ist… sondern weil man ziemlich trinkfest sein muss und zudem die Nächte in Hamburg immer sehr kurz sind.

Wir stehen an diesem Wochenende auf den Pontons am Sandtorkai im Traditionsschiffhafen von Hamburg mit Blick auf die Elbphilharmonie.

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Wir bieten neben Sau vom Spieß auch unsere Köstlichkeiten vom Rind an – der Zuspruch ist einmalig.

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Die Besucher sind fröhlich, gut gelaunt und neugierig auf all das, was wir ihnen an diesem Wochenende präsentieren. Hinter uns ankern die Helgoländer Börteboote.

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Die Crew wird uns allerdings irgendwie zum „Verhängnis“, denn Samstag Abend landen wir von unserem Verkaufsstand geradewegs in einem der zahlreichen Börteboot, um mit allen zusammen bis in die Morgenstunden lautstark sowie feuchtfröhlich zu feiern… höhöhö. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie wir uns fühlen, als am Sonntag um 6 Uhr der Wecker klingelt. Irgendwie haben ich bis heute, wir haben mittlerweile Montag, immer noch das Gefühl auf dem Boot zu sein und zu schaukeln… Nun denn… ich will mal nicht so verweichlicht wirken. Wer feiern kann, muss auch den Rest vertragen – also schaukle ich mich auf meinen Bürostuhl, ohne zu jammern, ein. Hoffentlich nicht mit dem Ergebnis doch noch seekrank zu werden.

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Ach und das muss ich euch noch erzählen – also man kann ja mit Booten rausfahren, um den Hafengeburtstag vom Wasser aus zu verfolgen. Erstens solltet ihr das unbedingt tun, denn es ist alles viel weitläufiger, man sieht viel mehr und man geht den Menschenmassen an Land aus dem Weg. Zweitens und das ist wesentlich, wenn das Wetter mitspielt, kann ich euch nur wärmstens die Fahrt auf den Börtebooten empfehlen. Denn diese Boote sowie die Vereinsmitglieder sind etwas sehr Besonderes… hierzu schreib ich in einem separaten Artikel gleich mehr….

Erst einmal will ich Taten… nein Bilder vom Hafengeburtstag folgen lassen.

Frau Antje lässt an diesem Wochenende ganz sicher nicht grüßen und wenn dann nur in Form von Kostüm und Fantasy. Das Elf Fantasy Fair, kurz Elfia genannt, ist Europas größtes Fantasy Spektakel und findet zweimal im Jahr an unterschiedlichen Standorten statt. Immer um den April herum findet es am Schloss de Haar in Utrecht und im September auf Schloss Arcen, 10 km nördlich von Venlo in Holland statt.

Beide Location sind traumhaft schön – eine haben wir an diesem Wochenende leibhaftig kennen gelernt – auf Schloss de Haar. Schaut euch mal die Bilder mal auf der Website von Elfia dazu an, dann wisst ihr, was ich meine. Die Parkanlage allein… ein Traum!

Für ausreichend Parkplätze ist gesorgt – daher bleiben uns lange Fußmärsche und Stress gottlob erspart. Gerade bei den aufwändig gestalteten und empfindlichen Kostümen ist es von Vorteil, dass man nicht noch lange durch die Pampas eiern muss, um an das Veranstaltungsgelände zu kommen.

Und was uns sofort aufgefallen ist – die ausreichende Anzahl von Toiletten – wenig Wartezeit! Und alle Toiletten sauber und sogar Dixi-Toiletten werden geputzt… welch ein Fest als Frau!

Schaut mal, das ist mal ein Toilettenwagen, super schön auch von innen.

Die Auswahl an Klamottenständen ist riesig und wer hier nicht fündig wird, muss Tomaten auf den Augen haben oder das Kostüm versperrt die Sicht ;-).

Dem leiblichen Wohl gerecht zu werden ist ebenfalls kein Problem. Neben unserer „Sau vom Spieß“ ist das Angebot ausgewogen, interessant und nicht alltäglich und in jeder Ecke sind irgendwelche Leckereien zu finden. Das ist auch notwendig, denn das Gelände ist riesig, die Verkaufsstände vielzählig und der Park lädt regelrecht zum Schlendern und Verweilen ein – bevor man sich versieht, befindet man sich am anderen Ende des weitläufigen Parks… es wäre ja geradezu ein Unding dabei quasi verhungern zu müssen 😉 oder nicht?

Das Wetter ist traumhaft und angenehm warm. An diesem Wochenende stimmt einfach alles für Paradiesvögel der besonderen Art. Die Kostüme sind durchweg unbeschreiblich aufwändig gestaltet, unheimlich anmutig, wunderschön und bizarr – ein einmaliges Erlebnis, dass sich keiner entgehen lassen kann und für die Zukunft auch nicht entgehen lassen darf.

Für uns war es mit Sau vom Spieß genau das Publikum, dass wir lieben. Unsere Gäste mussten jedoch weit für uns laufen. Auch unsere Stammgäste hatten alle Mühe, uns überhaupt zu finden… Aber toll, dass ihr uns überhaupt bis nach Utrecht gefolgt seid!!

Bevor ich euch noch weiter zutexte, folgen nun die Bilder…