Der 02.02.2022 war für uns ein besonderes Datum

Veröffentlicht: 3. Februar 2022 in Allgemein
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Für uns war der 02.02.2022, ein Tag, den wir feiern wollten, mehr darüber könnt ihr in meinem kürzlich veröffentlichten Artikel lesen. Wenn da nicht diese schwierige und katastrophale Zeit für uns wäre, die noch immer allgegenwärtig ist.  

Mit Corona gehen wir in das dritte Jahr, die ersten Veranstaltungen wurden bereits seitens der Veranstalter wieder abgesagt. Trotzdem ist unser Terminkalender voll, wenn wir das alles in diesem Jahr bewältigen wollen, wird es hart für uns. Eine einzige Frage bleibt allerdings allgegenwärtig, sie zwingt uns ständig in die Knie, lässt uns zweifeln, macht mürbe und lässt uns nicht zur Ruhe kommen: Dürfen wir in diesem Jahr darauf hoffen, wieder Geld zu verdienen? 

Seelisch zieht uns das alles fortwährend in unsere persönlichen Abgründe. Mit gedämpfter Stimmung verbrachten wir daher unseren gestrigen Tag in trauter Zweisamkeit. Die Besonderheit des Tages rückte arg in den Hintergrund.  

Uns sind weiterhin die Hände gebunden, wir können nichts machen oder tun. Die widersinnigen Beschlüsse der Regierung lassen wir über uns ergehen, ohne etwas dagegen tun zu können. Die ersten Länder brechen aus dem Coronakorsett bereits aus. Bis zu Zehntausend Besucher dürfen nun wieder ein Fußballstadion belagern. Veranstaltungen, draußen in der Natur, werden hingegen weiterhin blockiert und nicht zugelassen oder mit widersinnigen Auflagen belegt, sodass Veranstalter freiwillig das Handtuch werfen.

Unser Impfstatus wurde nach unten korrigiert. Angeblich ist unsere vollständige Impfung mit Johnson und Johnson nichts mehr wert und mit Boosterimpfung bedeutet das für uns nur noch Status 2G.

Wir sind offen gestanden auch kurz davor, hier durchzudrehen. Seit vielen Monaten leben wir völlig zurückgezogen und gehen nur noch zum Einkaufen auf die Straße. Freunde treffen, das gibt es für uns schon lange nicht mehr. 
Wir haben wirklich keine Lust, an dieser elenden Seuche zu erkranken. Die Gefahr von Long Covid betroffen zu sein, ist für uns allgegenwärtig. Nicht auszudenken, spätestens dann wäre die Fortführung unserer Firma nicht mehr möglich.

Um die Zeit mehr oder weniger zu füllen, räumt Arnt unser Lager auf, bekämpft die Wühlmäuse in unserem Garten und rennt mit den Hunden ewig und drei Tage im Wald herum. Ich widme mich meinem Studium als Journalistin, erledige meine Aufträge als virtuelle Assistentin und bekomme so langsam aber sicher  einen Lagerkoller, weil ich aus meinem Büro nur noch zum Hundespaziergang herauskomme.


Indes vernehmen wir all die Schlagzeilen und stehen vielleicht vor dem nächsten Krieg mit Russland oder China oder was weiß ich, wer sich noch alles profilieren will. Klimaziele werden nicht eingehalten, Atomkraft wird schöngeredet und gilt nun als nachhaltig. Die STIKO spricht sich aus und widerspricht sich im nächsten Moment wieder. Reichsbürger, die braune Suppe und Schwurbler bevölkern die Straßen, die Inflationsdebatte ist im vollen Gang und Jeff Bezos will die Hafenbrücke in Rotterdam für seine Supersegeljacht abbauen lassen. Die Energiepreise knallen durch die Decke, widerwärtige  Missbrauchsfälle der Kirche stehen im Fokus der Allgemeinheit, Lauterbach will Joshua Kimmich persönlich impfen. Der olympische Fackellauf hat begonnen, der Flughafen Frankfurt-Hahn steckt im Insolvenzverfahren, die Karriere von Tom Brady ist beendet, die Sieben-Tage-Inzidenz steigt täglich auf neue Rekordhöhen. Die Ukraine fordert von Deutschland Waffenlieferungen, Whoopi Goldberg labert Scheiße, mit der Behauptung, beim Holocaust sei es nicht „um Rasse“ gegangen und Google verdoppelt seinen Gewinn. Olaf Scholz wird vermisst, die Sorben diskutieren, ob sie auch Frauen in ihre Hymne erwähnen sollen und die Knappheit von Halbleitern legt ganze Produktionen lahm. Spotify wird von Künstlern boykottiert, Förderanträge für Energiehäuser werden auf Eis gelegt und vor dem Aufstieg Chinas wird gewarnt. Die Zahl der Arbeitslosen steigt, Donald Trump treibt Millionen Dollar für die Republikaner ein, Cyberangriffe legen Firmen und jüngst auch Tankstellen lahm. Tesla ruft Fahrzeuge zurück, ach und Nordkorea tobt auch noch weiter, ganz zu schweigen von der Hungersnot und Unterdrückung in Afghanistan … 

Diese Liste ließe sich unendlich weiterführen, ohne nur den geringsten Hoffnungsschimmer erkennen zu können. 

Und wir leben hier herum und die Tragödien rauschen direkt an uns vorbei. Bis zu einem gewissen Grad fühlen wir uns wie das Kaninchen vor der Schlange.

Kommentare
  1. madeinheaven1 sagt:

    Kannst du eine Sache davon ändern? Also warum über all diese Dinge sich einen Kopf machen?

    Gefällt 1 Person

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