Unfassbarer „Tatsachen“bericht Nerd-Mitarbeiter Teil II

Veröffentlicht: 17. Januar 2018 in Allgemein
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Ein Betreiberehepaar berichtet über Ihre Erlebnisse

Kurzbericht XY-Ungelöst on:

Mitarbeiter „XY-Ungelöst“ bewirbt sich im Frühjahr bei uns um eine Arbeitsstelle. Er bringt einschlägige Erfahrungen aus der Gastronomie mit und wohnt nur unweit von uns entfernt. Klasse denken wir, das erleichtert uns Vieles. So können wir, vor den Veranstaltungen, alles zusammen planen, aufladen und zu den einzelnen Veranstaltungen fahren…

Die erste Veranstaltung verläuft ohne großartige Vorkommnisse. Nur wer zwischen den Zeilen lesen kann, bemerkt bei ihm erste aufkommende Ungereimtheiten. Wenn nichts zu tun ist, macht sich bei ihm Antriebslosigkeit bemerkbar. Die Tätigkeiten, die nebenher erledigt werden könnten, schiebt er kurzerhand an seine Arbeitskollegin ab.

Auch entpuppt er sich gleich als ein Sonderling, der lieber abends sofort Feierabend einläutet und geht, als noch mit uns Essen zu gehen oder ein Bier zu trinken. Nun, das muss nicht falsch sein, denken wir noch… aber komisch ist das schon.

Auf einer der folgenden Veranstaltung lösen sich jedoch all unsere Bedenken innerhalb von einer viertel Stunde in Wohlgefallen auf. Nein, wir atmen nicht auf. Nein er entpuppt sich auch nicht als ultimativer und fleißiger Mitarbeiter, der gleich alles auf die Reihe bekommt. Vielmehr knickt er nach einer viertel Stunde Arbeiten einfach um – reißt sich die Bänder und wird mit Krankenwagen abgeholt. Das war’s.

Nach reichlich Herumtelefoniererei bekommen wir in letzter Minute für ihn noch adäquaten Ersatz. Der Ersatzmitarbeiter entpuppt sich als gnadenlos gut und wir können die Veranstaltung ohne Probleme angehen.

XY-Ungelöst kündigt bei uns ein paar Tage später mit den Worten: Es tue ihm ja so sehr leid, aber wir können ihn ja nun nicht mehr gebrauchen, zumal er noch Monate krank sein wird. JA SUPER! Das wir in diesem Moment nicht in Freudentaumel verfallen, dürfte jedem klar sein.

Ende des Jahres erkundige ich mich, wie es ihm geht. Ihm würde es ganz gut gehen und er könne sich vorstellen, mal wieder eine Veranstaltung mitzumachen. Gesagt getan, wir einigen uns auf eine bestimmte Veranstaltung und buchen gleich sein Hotelzimmer und melden ihn als Aushilfe an. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit ihm.

Aber dannnnnnnn….. passiert folgendes und das habe ich nun einmal wortwörtlich für euch:

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Ehrlich gestanden, verstehe ich seine Kurznachricht bis heute nicht. Hat er nun einen Studienplatz bekommen oder muss er arbeiten, oder beides? Und dann hat er lediglich ein Seminar und muss eingearbeitet werden? Zu diesem Zeitpunkt ist ihm seit mehrere Wochen unser Termin bekannt – das ist doch alles nur gequirlter Schwachsinn. Ich gehe dem nicht mehr nach – es ist so zwecklos, wie nur irgendwas.

Kurzbericht XY-Ungelöst off.

 

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Spukt es hier und wenn dann, warum nur?

Für uns geht der Spuk jedoch noch in die nächste Runde. Auf der Veranstaltung angekommen, stehen wir mutterseelenallein mit Aufbau und Vorbereitungen da. Ein weiterer Mitarbeiter sollte dazukommen, jedoch Fehlanzeige. Vergeblich versuchen wir ihn über Stunden zu erreichen, sodass uns nur eins übrig bleibt, nämlich alles selbst zu erledigen.

Gottlob besitzen wir einen siebten Sinn, sodass ich schon zwei Tage vorher noch schnell eine Anzeige in der Jobsuche verfasse. Geduldig beantworte ich schon am Vorabend die zahlreichen Anfragen. Ausführlich schreiben wir miteinander und ich investiere Stunden – bis tief in Nacht, um all die Fragen zu beantworten. Eine Aushilfe sagt uns zu und will sich morgen wieder melden, wenn sie ihr Gesundheitszeugnis gefunden hat. Bei dieser Aussage soll es jedoch bleiben – sie meldet sich nie wieder. Eine andere Anwärterin lässt sich haarklein erzählen, was wir machen, wie wir es machen und warum wir überhaupt leben… auch sie will sich wieder bei uns melden…
Ein weiteres Mädel begrüßt mich schon um halb sechs, früh morgens, mit den Worten: „Bin schon wach hehe. Spaß muss zu Arbeit aber ich freue mich auf später. Liebe Grüße…“ 

Oh man, bin ich eigentlich nur noch solchem geistigen Müll ausgesetzt? Was mache ich falsch? Wieso nimmt keiner Bewerbungen ernst? So kann man doch vor seinem potentiellen Arbeitgeber nicht auftreten.

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Ich bleibe geduldig und antworte ihr am Donnerstag, zu moderater Zeit, dass Sie mir noch ihre persönlichen Daten zuschicken muss, damit ich sie ggf. als Aushilfe anmelden kann. Ich schreibe ihr, dass sie sich bitte am Freitag kurzfristig bei uns vorstellen soll – wir seien schon in der Stadt. Sie ist zu diesem Zeitpunkt bereits in Kenntnis gesetzt, dass ihre Arbeitskraft für die Veranstaltung am Wochenende benötigt wird. Was soll ich sagen… als Antwort erhalte ich folgende Zeilen:

„Hätten sie Mittwoch zeit? Da passt es besser bei mir. Wenn nicht versuch Ich Das morgen einzurichten“

??? MITTWOCH??? NÄCHSTE Woche? Mir schwirrt einzig und allein durch den Kopf: hier geht scheinbar was daneben! Ich erkläre ihr geduldig, dass die Veranstaltung bereits an DIESEM Wochenende stattfindet.

Nur mal angemerkt, beim Beantworten der E-Mails befinden wir uns mitten im Aufbau. Mein Göttergatte wartet indes händeringend auf mich, da ich ihm ein Bauteil vom Stand halten muss.

Ihr Antwort darauf: „Dieses nicht leider“
Zwei Sekunden später in einer ihrer nächsten geistreichen E-Mails: „Habe das Datum mit nächster Woche verwechselt.“

Das kann doch alles nicht mehr wahr sein, oder? Ich antworte ihr nicht mehr und helfe meinem Göttergatten beim weiteren Aufbau. Fünf Minuten später erreicht mich eine ihrer nächsten E-Mails: „Habe umdesponiert damit ich Samstag und Sonntag dabei sein kanm“ – „Doch Habe zeir“ – „Bin Freitag da zum Gespräch so 10:00 morgens also morgen am Freitag?“

Geduldig schreibe ich Ihr zurück, denn wir brauchen jegliche Unterstützung: „wie vereinbart treffen wir uns morgen, um 16 Uhr. Bitte kommen Sie zum Universitätsplatz…“ usw.

Ich setze alles auf eine Karte. Mittlerweile ist, unser verloren gegangener Mitarbeiter, aufgetaucht und auch ein zweiter, nämlich Wiesel ist inzwischen angekommen. Wir sind  vom Aufbau völlig fertig und fallen wenig später einfach nur noch ins Bett.

Wir sind nun vier Leute und bei dieser Veranstaltung, als einziger Versorger, damit völlig unterbesetzt. Das kann nur ein Fiasko werden, denke ich noch beim Einschlafen.

 

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Füllig geht die Welt zugrunde oder so oder auch ganz anders

Am nächsten Tag erscheint eine füllige Dame pünktlich zum verabredeten Termin. Ich zeige ihr die Aufgaben, die sie erledigen wird… wenn sie denn jemals bei uns anfangen sollte. Denn in diesem Moment weiß ich schon, das wird nichts. Ihr Leibesumfang ist so gewaltig, dass ich mir ernsthaft Gedanken darüber mache, wie wir in unserem, recht beengten Stand, an ihr vorbei kommen und wie ich auf die Schnelle noch passende,  historische Kleidung für sie finden soll. Das wäre alles kein Drama, immerhin kann sie  füllig sein, wie sie will. Aber sie ist noch nicht einmal in der Lage, sich gewählt auszudrücken. Nach ihrem Vorstellungstermin, bekomme ich folgende Zeilen von ihr: Guten Tag sie sind sehr Symphatisch würde mich echt freuen wenn es 11:00 Uhr klappt. Oh Gott, wieso bin ich immer nur so scheißenfreundlich!

 

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Dreamteam

Am nächsten Tag (erster Veranstaltungstag!), früh morgens, erhalte ich zwei Anrufe. Am Telefon sind eine Frau im gebrochenen, aber gut verständlichem Deutsch und ein Mann mit türkischer Abstammung. Beide sind bereit, sich sofort vorzustellen und ggf. kurzfristig bei uns anzufangen. Da beide gastronomische Erfahrungen besitzen und uns auf der Stelle sympathisch sind, sagen wir kurzerhand zu. Es ist der Wahnsinn, was an diesem Wochenende bei uns los ist – doch mit diesem DREAMTeam schaffen wir es, das Wochenende erfolgreich abzuschließen und dabei noch eine Menge Spaß zu haben. Und uns fällt merklich nicht nur ein Stein vom Herzen.

Übrigens, „Wiesel“ von dem unser nächster Artikel handelt, hat sich auf dieser Veranstaltung richtig toll ins Zeug gelegt – er ist alleinig für die Bratwürste an diesem Wochenende verantwortlich. Ich hatte vorweg Bedenken, denn er jammerte schon auf einer anderen, nur halb so großen Veranstaltung, herum, dass er das Bratwurstgrillen nur schwer alleine schaffen würde…

Und dieser üppigen Dame haben ich nie wieder geantwortet…

Die Personen und die Handlung des Artikels sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

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