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30 Jahre Wacken in 2019. Was für ein Wahnsinn! Dieses Mal meint das Wetter es gut mit uns. Es ist nicht zu heiß und auch nicht zu nass. Genau richtig, um die Sau raus zu lassen, mit anderen Worten, drehen zu lassen. 😜 Zwei Mal wird wegen einer drohenden Gewitterfront kurz abgebrochen, aber das verläuft alles mehr als undramatisch. Dieser hysterische Schwachsinn, der in den einschlägigen Medien kreist, geht mir daher ziemlich auf den Geist. Wir können darüber nur schmunzeln, denn nichts ist zu keinem Zeitpunkt für irgendeinen gefährlich. Die Leute werden einfach lieb und kontrolliert herausgebeten, damit sie von den Bühnen weg kommen. Alle ziehen sich in ihre Autos oder Schutzräume zurück und warten in Seelenruhe darauf, dass es weitergeht.

Für uns und einigen Besuchern geht es schon am Montag los – 7 Tage sind wir auf dem Gelände und mit An- und Abreise beschäftigt. Am Montag und Dienstag bauen wir auf. Naja, bei unserem Equipment und dem großen Stand, der zudem noch auf Paletten gestellt werden muss, auch nicht verwunderlich. 🙃

Vom Zeltplatz dröhnt schon reichlich Heavy Metall-Musik zu uns herüber. Viele Besucher reisen nämlich bereits am Montag an, sie sind in Feierlaune und das fast ungetrübt bis zum Ende.

Wir als erste Schicht müssen um fünf Uhr aufstehen damit wir um halb sechs die erste Sau auf den Grill legen können… das ist extrem anstrengend, denn die Veranstaltung läuft bis 4 Uhr früh morgens.

Außer Möwen ist am frühen Morgen noch niemand auf Gelände

Wir sind immer lange dabei, denn irgendwie muss schließlich alles ordnungsgemäß laufen, zumal wir echt viel zu tun haben.

Ab 11 Uhr bis tief in die Nacht haben wir massiven Andrang vor unserem Stand!

Vor 00:00 Uhr sind wir daher nie im Bett. Die zweite Schicht geht um 5 Uhr in ihre Zelte, damit sie um 15 Uhr wieder freudestrahlend einsatzbereit ist.

Die Metaller sind gut gelaunt und feiern was das Zeug hält. Eigentlich sollte man ja meinen, das Heavy Metall-Freaks hart und aggressiv sind…

Skurril aber wahr ist eine Begebenheit, die ich schnell erzählen möchte. Ein Pole erzählt in einer Tankstelle davon, dass er einer Horde schwarz gekleideter Menschen mit wilden Haaren, bekleidet mit T-Shirts und der Aufschrift W:O:A begegnet sei. Er hätte es mit der Angst zu tun bekommen, weil er dachte, das seien alles Sektenmitglieder oder Voodoo-Anhänger. 😂 Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie groß das Gelächter in der Tankstelle ausgefallen ist. 😂

Sie sind halt alles andere als das! Alle sind freundlich, zuvorkommend und lustig und sie sind einfach nur Wacken-Freaks in Partylaune. Daher machen uns die vier Tag echt viel Spaß, obwohl wir wenig Schlaf bekommen und rund um die Uhr Heavy-Metall von allen Seiten in ohrenbetäubender Laufstärke hören!
Auch die Polizei schiebt gerne mal einen Sondereinsatz auf Wacken, denn beim Wacken wissen sie zu schätzen, wie liebevoll sie aufgenommen werden. Wir sind immer froh, dass sie präsent sind und auch in diesem Jahr haben sie einiges zu tun, um uns vor Diebstählen zu schützen. Ein 26-Jähriger wurde beim Diebstahl auf frischer Tat ertappt. In seinem Zelt fand man reichlich Diebesgut.

30 Jahre nunmehr besteht diese Veranstaltung und es ist auch in diesem Jahr mit 75 000 Besuchern brechend voll. Der Vorverkauf für 2020 ist schon gestartet und 10 000 Karten sind bereits verkauft, und Wacken ist inzwischen komplett ausverkauft!! Irre oder nicht?!

Mental bereiten wir uns daher schon einmal auf W:O:A 2020 vor.

Heute merke ich W:O:A arg in den Knochen, ich bin völlig platt, ich friere und bin total übermüdet. 😴 7 Tage lang Heavy Metall, mit wenig Schlaf und das fast rund um die Uhr, das ist schon echt hart. Die Heimfahrt ist übrigens auch sehr speziell – für 250 km sind wir 7,5 Stunden unterwegs. Der Rückreiseverkehr vieler Urlauber und die Besucher von Wacken Open Air, das hat letztendlich zu endlosen Staus auf den Autobahnen und Bundesstraßen geführt.

Für uns geht es nun ungebremst weiter. Heute laden wir alle LKW’s aus, die Sachen und der Stand werden gesäubert. Danach wird aufgeladen für die Fantasie & Mittelaltertag in Saarbrücken, die an diesem Wochenende starten. Arnt fährt morgen damit nach Saarbrücken und kommt in der Nacht mit dem Zug zurück, unsere Mitarbeiter starten am Mittwoch Richtung Saarbrücken. Ich hole morgen den zweiten LKW, um diesen zusätzlich für das Festival Mera Luna beladen zu lassen. Damit geht’s am Donnerstag los nach Hildesheim.

Daher bin ich echt erleichtert, wenn das folgende Wochenende hinter uns liegt und wir alle heil und ohne Übermüdungstod wieder zu Hause angekommen sind, das könnt ihr mir glauben. 😌

Jungs und Mädels, vielen Dank für euren Besuch! Wir grillen auch im nächsten Jahr wieder für euch, das versteht sich ja von selbst. Es war einfach grandios mit euch! 🤪