Archiv für September, 2017

Festival ELFIA, Kasteeltuinen Arcen, Niederlande

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Wie wahr dieser Leitsatz ist, dürfen wir auf dem Elfia in Arcen hautnah erleben. Jenseits unserer Vorstellungskraft überschreiten wir an diesem Wochenende unsere geistigen Grenzen und machen wahr, was nicht ist und trotz alldem mit aller Macht und dank unserer Vision zur Wirklichkeit wird.

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80 Prozent der Besucher kommen gewandet und verkleidet. Die Atmosphäre ist ausgelassen, einmalig, mystisch und einfach phänomenal.

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Schon allein die Location ist ausnahmslos genial. Auf dem Castle Arcen mit seinem riesigen Schlosspark bereitet es Besuchern und Gewandeten sichtbar viel Spaß, ihre aufwändigen Kostüme darzubieten und sich damit fotografieren zu lassen.

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Ihr Einfallsreichtum dazu scheint grenzenlos zu sein. Was wir sehen und erleben ist eine bunte Vielfalt von Kostümen aus vielen Epochen und Phantasiewelten – es ist auch für uns einmalig, dabei zu sein und es mit eigenen Augen zu sehen und zu erleben.

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Nur unsere Sauen vom Spieß werden ebenso viel fotografiert. Immer wieder stehen sie vor unserem Stand und wir hören ständig die surrenden Geräusche der Kameras… zack, wieder wird der Auslöser betätigt… einzig und allein um unsere drehenden Sauen über offenem Buchenholzfeuer festzuhalten. Ich wundere mich über die Vielzahl der Fotos, die bei uns an den zwei Tagen entstehen. Es scheint für Viele eine echte Attraktion zu sein, die drei großen Sauen mit der Kamera festzuhalten.

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Wir träumen an diesem Wochenende nicht alleine. Wir lassen uns zwei Tage lang mit 20.000 Besuchern in der nicht endend wollenden Fantasiewelt von Elfia @ Kasteeltuinen Arcen dahintreiben.

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Oft ist es ja so, dass Gefühle den Verstand ausschalten. Mir ist es schon so ergangen.

In diesem Fall handelt es sich um ein Lebewesen, dessen Zukunft von meiner Entscheidung abhängt. Es wird sich nie wehren können, es wird immer auf mich bzw. auf uns und unseren Entscheidungen angewiesen sein.

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Vor zwei Tagen in der Nacht hat alles angefangen. Durch einen puren Zufall schaute ich der Kleinen direkt ins Antlitz.

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Es dauerte nur wenige Sekunden und ich war unsterblich in die Kleine verliebt. Wir haben einen großen Hof, aber ein Hund fehlt. Seit ich denken kann, habe ich mit Hunden gelebt. Ein Hund an unserer Seite, das fehlt mir einfach. Da kam „sie“ gerade recht. Eine wunderhübsche Dame bringt mich um zwei Uhr nachts aus dem Konzept.

Am übernächsten Tag besuche ich sie und meine Liebe zu ihr nimmt schlagartig Gestalt an. Ich nehme extra kein Geld mit, denn ich will keine Entscheidung treffen, die Hals über Kopf getroffen wird.

Unser Leben ist turbulent und mit vielen Verpflichtungen verbunden. Oft sind wir bundesweit unterwegs. Alles eigentlich kein Problem, nur das Jetzt steht im Weg. Wir stehen quasi vor dem Weihnachtsmarkt und genau diese Zeit ist eine prägende Phase für diese junge Hundedame. Gerade dann braucht sie uns, gerade dann beginnt die Zeit von Welpentraining und Erziehung.
Ich schlafe darüber eine Nacht, doch das Gefühl zu ihr nimmt nicht ab. Mein Verstand jedoch ist stark und zeigt mir immer wieder auf, dass der Zeitpunkt einfach nicht der richtige ist. Ich schaue mich um und sehe sie schon herumtoben, in unseren Hosenbeinen hängen und nach Futter betteln. Sie ist es, sie habe ich gesucht und doch…
Ich kann ihr nicht gerecht werden, nicht jetzt und auch in den nächsten drei Monaten nicht. Es bricht mir das Herz – das Gefühl ist nicht anders als das, was ich einst verspürte, wenn ich geliebt habe und wusste, das geht nicht gut.
Arnt und ich schleichen um uns herum, keiner will was sagen oder die eigene Entscheidung aussprechen und doch weiß ich, Arnt denkt nicht anders darüber als ich.

Es muss meine Entscheidung sein, schließlich habe ich sie gefunden und mich in sie  verliebt.
Diese blöde Liebe… die doofe Zeit, muss ich gerade jetzt so eingebunden sein? Ich suche einen Schuldigen, es gelingt mir nicht.
Verdammt! Mir fehlt die Idee, ich würde diesen Zwerg auf Händen tragen… wenn da nicht der Zeitpunkt wäre, der so falsch ist.
Ich will es nicht aussprechen, meine Entscheidung, doch ich habe sie bereits getroffen. Im Sinne der kleinen Maus – sie wird auch ein zweites Mal gefunden – aber von einem anderen liebenden Menschen. Sie wird es trotzdem gut haben und sie wird sicherlich geliebt werden. Ich gebe dich frei, du kleines Fellwunder. Mach es gut, aber wir werden dir nicht gerecht werden können.

Vielen Dank, liebe Familie Goldmann, dass ihr euch für uns die Zeit genommen habt.  Die Erkenntnis ist nicht immer leicht, sie tut weh, gerade wenn Liebe im Spiel ist. Sie sorgt jedoch dafür, dass man die Augen zum richtigen Zeitpunkt öffnet.

Interessenten:  Bei der Kontaktaufnahme in Sachen Rhodesian Ridgeback helfen wir gerne weiter.

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Die Nacht hat zwei Stunden

Veröffentlicht: 14. September 2017 in Zeitreise

Ich sitze mal wieder vor meinem PC. Die Nachtruhe war für mich sehr kurz – ich kann nicht schlafen und stehe um halb eins einfach wieder auf. Jetzt haben wir drei Uhr und draußen wie auch hier im Haus ist alles ruhig. Das sind meine besonderen Zeiten, in denen ich im Netz in Ruhe stöbern und recherchieren kann und in denen es mir sehr viel leichter fällt, zu schreiben.

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Das einzige Lebewesen was mit mir wach ist, ist eine Mücke. Zweimal hat sie mir schon gezeigt, dass sie mich mag und nun juckt es ganz dolle. Soll ich sie verfluchen, oder hat sie einfach ein Anrecht an mir? Es kommt ja nicht all zu oft vor, dass man um diese Stunde mit Lebewesen bei der Arbeit rechnen kann. Wir, sie ist ja schließlich auch gerade bei der Arbeit, belassen es dabei und akzeptieren unsere verschiedenen Wirkungsgrade. Wobei, ich mache es ihr seit 10 Minuten nicht mehr so leicht. Ich habe ihr quasi das Erntefeld entzogen, indem ich nun komplett angezogen und abgedeckt vor meinem PC sitze.

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Gestern Nacht war es auch ganz kurios – ich verliere mitten in der Nacht einen Zahn. Ich merke es zwar im Halbschlaf, kann mich aber nicht aufraffen, etwas zu tun. Früh morgens, als ich aufwache, fühle ich meinen Zahn, der nicht mehr da sein will, wo er sich so viele Jahre befand. So entlasse ich ihn für immer. „Wenn man einen Zahn verliert, wird jemand sterben oder ist gestorben“, schießt es mir durch den Kopf. Ich verdränge den Gedanken und lasse mich in meinen Arbeitstag treiben. Heute Nacht nun schießt mir dieser Gedanke wieder durch den Kopf, denn meine Vorahnung von gestern hat sich bewahrheitet.

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In solchen ruhigen Stunden lese ich Blogs – mein Leben ist so schnelllebig geworden, dass ich tagsüber einfach keine Zeit fürs Lesen habe. Heute Nacht fällt mir auf, dass Babs (Minibares) schon so lange kein Zeichen mehr von sich gegeben hat. Babs ist eine liebevolle Bloggerin, die mich sogar schon mit ihrem Mann Peter in Xanten besucht hat. In Xanten standen wir auf einem Veranstaltungsgelände mit unserer „Sau vom Spieß“. In unserem Blog schreibe ich ja, was wir mit der sau-saugut auf den Veranstaltungen erleben und Babs kommentierte das öfters und freute sich mit uns, wenn unsere Veranstaltungen planmäßig verlaufen sind. Ich gehe also heute Abend auf die Suche nach ihr und mit einem Schlag wird mir klar, sie wird nie wieder auf diesem Blog kommentieren, uns auch nie wieder besuchen kommen und ich kann auch nie wieder neue Geschichten auf ihrem Blog lesen, denn Babs ist seit Februar verstorben.

Mir wird schlagartig bewusst, dass seit Februar offensichtlich gefühlt zwei Tage vergangen sind. Mir ist mal wieder die Zeit davon gelaufen oder ist es das Leben, was so mannigfaltig daher kommt, dass man die Zeit darüber vergisst?

Danke Babs, dafür das du unser Leben mit deiner Anwesenheit, Aufmerksamkeit und Herzlichkeit bereichert und begleitet hast. In Gedanken wirst du in uns weiterleben.

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So ist das mit dem Tod, er hinterlässt mitunter tiefe Krater aber auch die Erinnerung an die Menschen, die einen Teil des eigenen Weges mitgegangen sind.

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Übrigens, meine Mücke greift mich nun im Tiefflug an. Sie summt ständig um mich herum, wahrscheinlich in der Hoffnung, irgendwo eine Lücke in meiner Kleidung zu finden, um mich stechen zu können. Sie kämpft schließlich um ihr Überleben.

Einer muss den Job ja machen…

Veröffentlicht: 13. September 2017 in Allgemein

Unter dem Motto von Udo Lindenberg, geht es bei drei Stunden Schlaf nach unserem Konzert mit Udo Lindenberg, dann weiter nach Herne, zum Mittelaltermarkt auf Schloss Stünkede.

Früh morgens wuchten wir gemeinsam die Sauen für den Tag auf den Grill. Eine Seite der Sau verbrennt uns noch, da der Strom für mehrere Stunden ausfällt. Wir rollen die Augen, setzen unser Krönchen wieder gerade und machen weiter…

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Das Wetter beruhigt sich zunehmend und das ist auch gut so, denn irgendwas muss doch dann auch gut verlaufen.

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Früh morgens sieht das Gelände noch so friedlich aus. Man sitzt beim Frühstück gemütlich zusammen und lässt den Tag langsam an sich heran.

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Wir haben an den restlichen beiden Tagen eine Menge Spaß.

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Am Sonntag scheint sogar die Sonne. Den historischen Markt, mitten im Ruhrgebiet… es lohnt sich wirklich ihn zu besuchen.

Wir lassen Bilder sprechen…

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Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Jahr.

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Papenburg, Meyer-Werft, 8. September 2017 & mein Geburtstagsgeschenk.

Ich kann mich noch recht gut an den Zoff mit meinen Eltern erinnern, weil ich halt Udo gerne hören, ausgefranzte STAR-Jeans mit Schlag und die dicken Klopperschuhe dazu tragen wollte. Lange liegt das alles nun hinter mir. Heute schmunzle ich über all diese  Erinnerungen – mit Udo Lindenberg und seinem Panikorchester bin ich halt groß geworden. Meine Eltern brachten leider kein Verständnis für ihn auf, egal welche Argumente ich hatte. Für sie war er nur ein „Luderjahn“ oder „Tunichtgut“ von vielen.

Für mich war er in meiner Jugend ein Vorbild. Seine coole aber liebevolle Art ist bis heute spürbar und einfach nur fantastisch. Coolness bedeutet eben nicht, eiskalt zu sein 😉

Ich wollte wenigstens einmal die Gelegenheit wahrnehmen, Udo live zu erleben. In Papenburg hat es dann glücklicherweise geklappt. Erst spät fahren wir von zu Hause los, denn es schüttet aus Eimern. 20 Liter Regen die Stunde sind vorausgesagt. Als wir ankommen finden wir noch genügend Platz, um weit vorn an der Bühne zu stehen.

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Die Kulisse ist einfach ein besonderes Erlebnis. Das jüngste Kreuzfahrschiff der Meyer Werft, die „World Dream“ steht in voller Pracht neben der Bühne.

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Während die Vorband SDP im Regen alles gibt, strömen immer mehr Besucher auf den Platz. Als Udo „einfliegt“, ist das Veranstaltungsgelände rappelvoll. Wir haben im Leben nicht mit so vielen Besuchern gerechnet. Und die Show erst, volle Granate! Der Regen – ach ja, der ist ja auch da… er kann uns mal.

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Udo ist mit seinen 70 Lenzen nun auch nicht mehr der Jüngste, aber das was wir erleben, es ist wirklich der Oberhammer. Udo gibt mit seinem Panikorchester an diesem Abend zweieinhalb Stunden lang wirklich Vollgas und ist bis auf die Haut durch den unentwegten Regen durchnässt.

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Ich möchte ihn am liebsten fragen, wo er seine ewige Jungend gefunden hat. Also wenn ich mit 70 noch so agil bin, dann ist alles klar auf der Andrea Doria. Dann muss ich mir keinerlei Sorgen ums Alter machen 😉 Vielleicht liegt es aber auch an seinen grünen Socken – bei seinen letzten Songs springt er nämlich nur noch auf seinen Socken auf der Bühne herum.

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Lieber Udo Lindenberg und liebes Panikorchester: Vielen, herzlichen Dank für das einmalige Konzert! Bleibt gesund und agil, lass euch nicht vollsabbeln und macht immer euer Ding. Arnt und ich werden das Gleiche tun 😉

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Drei Stunden Schlaf sind uns sicher, dann fahren wir nach Herne zum Mittelalterfest auf Schloss Strünkede. Um 8 Uhr früh müssen nämlich spätestens zwei Sauen auf dem Grill liegen. Einer muss den Job ja machen 😉

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sau-saugut und Alstervergnügen

Veröffentlicht: 4. September 2017 in Allgemein

Jedes Jahr findet in Hamburg das Alstervergnügen rund um die Binnenalster statt. In diesem Jahr haben wir Glück mit dem Wetter – die Sonne strahlt und die Temperaturen sind moderat, nicht zu heiß und nicht zu kalt.

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Genau das richtige Wetter zum schlendern & schlemmern. Wir mischen mit unserer  „Sau vom Spieß“ wieder kräftig mit.

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Unsere Gäste, die in der Lage sind, die Spreu vom Weizen zu trennen, sind uns treu geblieben. Sie wissen, dass unsere „Sau vom Spieß“ einzigartig ist. Denn bei uns wird die Sau noch traditionell über dem offenen Feuer zubereitet. Im Gegensatz zu den „Glasschranksauen“ schmecken unsere dadurch viel aromatischer und saftiger. Ja „Glasschranksauen“ nenne ich sie… man findet öfters mal einen Verkaufstand mit einer kleinen Sau im Glasschrank, die vorgekocht lediglich über Gasflamme dreht. Ich habe sie probiert, sie schmecken fade und nichtssagend.

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Unser Buchenholzrauch verleiht unseren Sauen die einzigartige rauchige Note und damit heben wir uns von andere Anbietern deutlich ab. Hinzu kommt, dass unsere Sauen ausschließlich von Klein- und Nebenerwerbsbauern stammen und von unserer Hausschlachterei für uns vorbereitet werden. Die Qualität des Fleisches (sie werden auch nicht vorgekocht) ist durch unsere Vorgehensweise einfach unschlagbar. Zart, saftig und die Schwarte kross – so servieren wir unsere „Sau vom Spieß“.

Herzlichen Dank für euren Besuch. Bis zum nächsten Jahr.

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